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Definition

Prosagedicht zum Thema Aufwachen


von Ralf_Renkking

"Du verstehst
uns nicht.
Du hörst uns gar
nicht richtig zu.

Du bereitest
uns nur noch
Probleme."


In diesem Tenor liefen die Gedanken schon eine geraume Weile neben mir her, bis ich aus lauter Verzweiflung mein Tempo erhöhte. Ihr Durchhaltevermögen war wirklich erstaunlich, doch schließlich blieben sie erschöpft hinter mir zurück, während sich ihr Lamento kontinuierlich in Anfeuerungsrufe verwandelte. Doch ich beschloss, mich auch davon nicht mehr irritieren zu lassen, sondern suchte nach dem geeignetsten Rhythmus, um nicht nur meinen Abstand zu vergrößern, sondern mich auch endgültig von ihnen zu lösen.

Anmerkung von Ralf_Renkking:

Bei obigem Exempel handelt es sich um eine Mischform aus lyrischen und prosaischen Elementen, im Allgemeinen auch als Prosagedicht bezeichnet.
Ein Prosagedicht müsste jedoch sowohl eine Versformatierung (akustisch, bzw. interpunktuell) aufweisen, als auch durchgehend dem Zeilenverlauf folgen.
Obwohl auch er diesem Text vielleicht nicht ganz gerecht wird, wäre eine alternative Bezeichnung der Begriff "Vers,- und Zeilendichtung".


 
 

Kommentare zu diesem Text


AchterZwerg
Kommentar von AchterZwerg (17.11.2019)
Ich fürchte, da bist du nicht auf dem neuesten Stand.
Das erste Gedicht ist - absolut eindeutig - ein Gedicht:

Es ist ein Verstext
Es ist ein lyrisches Gebilde und es
besitzt eine poetische Sprache.

(Autorenhaus)

Die darunter liegende (ebenso eindeutige) Prosa ließe sich mit lyrischen Elementen versehen und mutierte dann zur lyrischen Prosa. Etwa so:

In diesem Tenor liefen die Gedanken
schon eine Weile neben mir
bis ich ihr Tempo erhöhte

Es dauerte zwar noch einige Zeit
doch schließlich blieben sie
erschöpft hinter mir zurück
indes sich ihr Lamento
in Anfeuerungsrufe wandelte
...


Es gibt zwar mittlerweile zeitgemäße Lyrik im Blocksatz - doch deine ist leider gar keine.
Willst du den Blocksatz behalten, muss aus irgendeinem Kennzeichen hervorgehen, dass es sich um Lyrik handeln soll. Das können Endungen sein, Vokale, alles Mögliche halt. In einer gewissen Ordnung (!).
Viele ahnen es nicht, doch auch freie, ungereimte Lyrik unterliegt Ordnungsprinzipien ... sonst ist sie einfach nur schlecht.

Der8.

Kommentar geändert am 17.11.2019 um 14:53 Uhr
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Ralf_Renkking meinte dazu am 17.11.2019:
Hi A-Z,

ich verstehe das Problem nicht so ganz, denn schließlich hängen Vers,- und Zeilentext durch den Bezug aufeinander zusammen, definitiv ist obiger Text deshalb eine Mischform aus Lyrik und Prosa, wobei ich den Inhalt der Verse eher als prosaisch, und den der Zeilen eher als lyrisch betrachten würde, ihn als Prosagedicht zu bezeichnen wäre jedoch aus den Gründen falsch, die z. B. Du schon genannt hast; ich hatte noch "lyrischer Prosatext" zur Verfügung, was ihm jedoch auch nicht entsprechen würde, denn das würde implizieren, dass er von der Form her durchgehend prosaisch, und vom Inhalt her durchgehend lyrisch sei.
Im Endeffekt die richtigen Bezeichnungen für sprachliche Gebilde zu finden, ist gar nicht so einfach.
Der Titel bezieht sich übrigens nicht nur auf die sprachliche, bzw. gedankliche Definition, sondern auch auf die körperliche, wobei ich allerdings nicht behaupten möchte, dass ich schon aufgewacht sei.
Wenn Du also eine Idee hast, welcher Bezeichnung dieser Text nun gerecht wird, dann raus damit, und der Absatz zwischen Versen und Zeilen machte ihn zudem auch nur zu zwei unabhängigen Texten bei unterschiedlichen Titeln.

Ciao, Frank

P.S.: Klar unterliegen freie Verse einer gewissen Ordnung, wie z. B. der Übereinstimmung von Form und Inhalt, als Bsp. "Kurzvers und Tod", liegen aber auch im Ermessen des Dichters, deshalb sollte mit einer Klassifizierung, wie "sonst ist sie einfach nur schlecht." vorsichtig verfahren werden, denn wer kann schon von sich behaupten, dass er Intention und Stil einer freien Dichtung stets durchschaut?

Sorry, ich habe noch ganz was wichtiges vergessen, denn wenn Du Dir die Prosagedichte hier auf kV so anschaust, wirst Du feststellen, dass kein einziges diesen Namen verdient, denn sie sind entweder prosaische Gedichte, oder halt Mischtexte wie der obige.

Im übrigen bin ich zu der Auffassung gelangt, dass die "Definition" auch keine "Gedichtsprosa" darstellt, sondern "Vers,- und Zeilendichtung".
Wie gesagt, für solche Art von Texten gibt es noch keine allgemeinen Defintionen, s. dazu auch den Artikel von Reinhard Döhl "Akustische Poesie", der darin den zeitgenössischen Poetikern widerspricht, die behaupten, dass es sich z. B. bei Morgensterns "Fisches Nachtgesang" um kein Gedicht handelt, da es keine Sprache darstellt. Ich bin allerdings auch Döhls Meinung, denn obwohl es sich bei "Fisches Nachtgesang" nicht um akustische Poesie handelt, so doch um Zeichensprache.

Antwort geändert am 19.11.2019 um 11:42 Uhr
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C.A.Baer
Kommentar von C.A.Baer (17.11.2019)
Guten Abend verehrter Ralf,
für mich eindeutig Prosa mit voraus gestelltem Vers. Nur weil sich die Prosa inhaltlich aus dem Vers bedient, wird für mich aus dem ganzen noch kein Prosagedicht, auch wenn eine gewisse Rhythmik im Satzbau zu erkennen ist. Im Gegenteil! Dadurch, dass sehr klar der aus dem Vers extrahierte "Gedanke" in der Prosa formuliert wird, hebt sich dieser für mein Empfinden sehr deutlich von jenem ab. Es wirkt auf mich eher wie eine bewusste Trennung als Verbindung von Lyrik und Prosa. Prosa, die Lyrik zum Gegenstand hat, bleibt immer noch Prosa.
Gruß, Chris

Kommentar geändert am 17.11.2019 um 18:50 Uhr
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Ralf_Renkking antwortete darauf am 18.11.2019:
Hallo Chris,

nun handelt sich hierbei eindeutig um eine Mischform aus Lyrik und Prosa, da sich der Prosatext auf das Gedicht bezieht. Um das zu verdeutlichen, werde ich die Verse auch noch in Anführungszeichen setzen.
Meine Anmerkung habe ich deshalb hinzugefügt, weil auch ich der Meinung bin, dass es sich bei obigem Text um kein Prosagedicht handelt, da ihm die Voraussetzungen fehlen.
Allerdings hatte ich nur noch die Genres "lyrischer Prosatext" , "Gedankengedicht" , bzw. "prosaisches Gedicht" zur Auswahl, keine dieser Gattungen jedoch träfe zu, und einerseits wollte ich provozieren, andererseits aber auch eine Alternative bieten.
Dein letzter Satz ist natürlich bezeichnend, denn auch umgekehrt wird ein Schuh daraus, also: Lyrik, die Prosa zum Gegenstand hat, bleibt immer noch Lyrik.
In obigem Text allerdings geht es zwischen den Versen und Zeilen selbstverständlich auch um die Definition eines Mischtextes, denn zweifelsohne handelt es sich bei obiger um eine hybride Form..

Ciao, Frank

P.S.: Auch das Thema ist nicht ohne Grund gewählt, denn es gibt unzählige Poetiker mit unterschiedlichen Meinungen in dieser Hinsicht, die zu wecken, bzw. zur Zusammenarbeit zu animieren, wäre mehr als zweckmäßig.
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AchterZwerg schrieb daraufhin am 19.11.2019:
Ralf, du verstehst es nicht oder willst es nicht verstehen.

a) Lyrik ist in ihrer Gestaltung freier als Prosa aber n i c h t beliebig.

b) Die Meinungen von Laien sind in diesem (!) Zusammenhang unerheblich.

c) Es existiert derzeit keine allgemeingültige Poetik. So lange gelten die von mir genannten Unterscheidungsmerkmale im Kommentar 1

Das Gedicht ist ein Verstext
Das Gedicht ein lyrisches Gebilde
Das Gedicht besitzt eine poetische Sprache.

und eine Definition aus der Literaturwissenschaft (Sachwörterbuch der Literatur):

Gedicht, allgemein jede Erscheinungsform, der metrischen oder rhythmisch gebundenen Versdichtung, auch episches oder dramatisches Gedicht (Schillers Don Carlos) besonders aber für die Lyrik (Gero von Wilpert).


Trotzdem schöne Grüße
der8.
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Ralf_Renkking äußerte darauf am 20.11.2019:
Sorry, A-Z,

ich verstehe Dich wirklich nicht, denn hier geht es doch nicht allein um das Gedicht, sondern die Übergangsformen zur Prosa, und wenn Du Dir da Poetiker wie Wagenknecht, Lamping oder Burdorf zur Brust nimmst, sollte Dir gewahr werden, dass das Skelett des Gedichtes der Vers, ein Vers allein jedoch noch kein Gedicht bildet, und hieraus resultieren die Probleme, ein Prosagedicht zu schreiben. Dass obiger Text keines darstellt, sondern eine Mischform aus Lyrik und Prosa, ist mir auch klar, nur nicht, worauf Du hinaus willst, denn bis jetzt sehe ich den Sinn Deiner Feststellungen in Bezug auf meinen Text noch nicht.

Ciao, Frank
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Veröffentlicht am 17.11.2019, 9 mal überarbeitet (letzte Änderung am 25.11.2019). Textlänge: 88 Wörter; dieser Text wurde bereits 64 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 21.02.2020.
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