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Fenster

Kurzprosa zum Thema Einsamkeit


von BeBa

Wenn ich aus dem Fenster schaue, sehe ich nichts. Nichts ist vielleicht übertrieben. Ich übertreibe gerne. Ist ein Laster von mir, das weiß ich noch von den Belehrungen meiner Eltern. Aber trotzdem und ganz ehrlich: viel ist dort unten, zwei Stockwerke unter mir, wirklich nicht zu sehen. Ja, ich wohne im zweiten Stock. Na und? Klar, im Erdgeschoss ist man näher dran am Geschehen, ist schneller draußen und mitten im Leben. Aber wenn es nicht stattfindet? Unsere Straße ist stinklangweilig. Es gibt keine Schlägereien, keine Unfälle, noch nicht einmal Nutten, Penner oder Spanner, die man nachts beobachten könnte. Wer hier durchläuft, der läuft wirklich durch, von Anfang unserer Straße bis zu ihrem Ende. Da ruft niemand „Hey“, da zückt keiner ein Messer und keiner schwingt seine Faust. Hier ist nichts los, ganz ehrlich!
Und deshalb trinke ich auch eine Tasse Tee nach der anderen, wenn ich am Fenster stehe. Und ich stehe oft da, was soll ich auch sonst tun? Von der Straße her ruft mich niemand, mein Handy habe ich längst abgeschaltet und außer mir wohnt niemand in meiner Wohnung. Da wären noch die Nachbarn? Die stehen wie ich an ihren Fenstern und warten. Worauf sie warten? Ja, haben Sie nicht verstanden? Genau darauf, worauf auch ich warte.
Doch nichts, rein gar nichts geschieht. Jedenfalls, solange ich am Fenster stehe. Für die übrige Zeit verbürge ich mich nicht.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Sin
Kommentar von Sin (23.11.2019)
Vielleicht zur Abwechslung mal ein wenig Innenschau halten? Könnte mir vorstellen, dass das unterhaltsamer ist. Also ich mache das manchmal so. LG Sin
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BeBa meinte dazu am 23.11.2019:
Tjas, sag das mal dem LyrIch!

Danke dir,

BeBa
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LottaManguetti
Kommentar von LottaManguetti (25.11.2019)
Wenn dein Protagonist nichts entdecken kann, liegt das nicht an dem vor dem Fenster. Seine Klage charakterisiert ihn dagegen als jemanden, der bereits Schaden nahm. Er vermag nicht mehr, sich an kleinen Dingen zu erfreuen (an der neuen Handtasche der Frau, die ab und an vorübereilt, dem Alten, der im Sommer die Bäume der Allee gießt ... Nur Mord und Dotschlach reißen den noch vom Hocker.
Hm. Gut beschriebenes Bild!

Lotta
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BeBa antwortete darauf am 25.11.2019:
Danke dir, liebe Lotta. Schön, dass du in den Text hineingefunden hast. Und natürlich, dass er dir gefällt ...

Danke dir und LG
BeBa
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Oreste
Kommentar von Oreste (26.11.2019)
Im Gegensatz zu deinem Protagonisten fühle ich mich vom Blick auf dein Fenster prächtig unterhalten.

Lieben Gruß dir
O.
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BeBa schrieb daraufhin am 26.11.2019:
Na, das beruhigt mich aber ...

Danke dir.

LG
BeBa
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Kommentar von Regina (26.11.2019)
Der Eremit ist einer, der sich vom Leben zurückzieht, um tief nach innen zu schauen. Nutten, Penner, vor allem Spanner, Raufbolde und Messerstecher sind unangenehme Zeitgenossen, auf die man in einer Wohnstraße gern verzichtet, nicht aber auf Fußgänger, spielende Kinder und die Allee säumende Bäume. Der heutige Marzahn-Baustil ist furchtbar.
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BeBa äußerte darauf am 26.11.2019:
Danke dir, Regina.

Manchem fehlt halt etwas zum Eremiten bzw. er hat es verlernt, auch mal einer zu sein.

LG
BeBa
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