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Canale Grande (7. Nina, Sophia, Anja)

Roman zum Thema Befreiung


von Hartmut

Ich steige in den Zug nach Venedig ein. Es ist Samstag, der 12. Februar, Karneval. Die Stadt ist voll mit Touristen und Masken. Im  Zug lese ich wieder in Pauls Tagebuch:  „Chef einer Bank , versteckt Schwarzgeld in einer Stiftung angeblich für krebskranke Kinder, notorischer Lügner, Egomane. 
Angekommen in Venedig füttere ich sofort am Bahnhof die erste Geldmaschine. Schon nach zehn Sekunden höre ich, ob die Maschine die Karte akzeptiert oder ob sie gesperrt ist. Die Sprache der Zählwerke ist überall gleich sobald die Scheine aus dem Schlitz kommen.
Meine Mutter erzählte mir, dass sie am Monatsende in dem kleinen  Edeka - Laden immer „zum Anschreiben“ sagen musste.
Ich folge dem Touristenstrom am Canal Grande, bediene mich, verstecke das Geld in einer Tasche unter meinem Parka. Dann ist die Tasche doch voll, und ich muss eine Toilette aufsuchen, um es in den Rucksack zu verstauen.
Ich hatte mich am Abend in Rovereto verabredet, aber Anja kommt nicht. Ich warte bis es dunkel wird, fahre dann mit dem letzten Bus nach Riva und gehe den Rest des Weges zu Fuß. Das Künstlerhaus Casa degli Artisti ist hell erleuchtet, maskierte Menschen auch dort. Seltsam, die Tür unseres Hauses ist verschlossen, obwohl Licht brennt. Ich klopfe mehrmals vergeblich. Dann wird sie geöffnet und ich starre in eine Maske.  „Benvenuti Paul“, sagt eine weibliche Stimme und gibt mir eine Maske. „Tutti  in maschera.“ Sie geht voran, Nina? Dann dreht sie sich um, nimmt meinen Arm und führt mich zum offenen Kamin. Überall Maskierte, es wird kaum gesprochen und wenn ganz leise. Sie geht mit mir direkt zum Feuer, öffnet ihr Kostüm ein wenig und holt ein Bündel Dollarnoten hervor, verbeugt sich vor dem Feuer und wirft sie in die Flammen. Bei der hohen Temperatur brennen sie wie Zunder. Auch andere kommen und zaubern aus ihren Kostümen Geld, viel Geld. Wie in Trance leere ich meinen Rucksack, und die Scheine flattern durch die Hitze erst nach oben. Beifall. Dann kommt eine Maske die Treppe hinunter. In ihren Händen trägt sie einen Schuhkarton, schreitet zum Kamin und kippt Schweizer Franken ins Feuer. Anja?  „Un ballo in maschera“, flüstert mir eine Stimme zu und dann auf Deutsch: „Maskenball der Aufrechten.“ Sophia? Ich meine, ihr Lächeln zu sehen hinter ihrer Maske als sie mir eine Glas Wein und einen Strohhalm gibt. Ich trinke in dieser Nacht zu viel.
Am anderen Morgen bin ich allein, das Haus ist kalt und dunkel. Ich gehe runter zum Parkplatz, auch er ist leer. Nichts deutet darauf hin, was in der Nacht im Dorf passiert ist. Warte auf Sophia.

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