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Ich schreibe keine Briefe mehr und hab etwas verloren

Erörterung zum Thema Allzu Menschliches


von Sätzer

Ich habe noch eine Frau in meinem Freundeskreis, die kein Handy hat und per E-Mail nicht erreichbar ist. Doch immerhin hat sie einen Festnetzanschluss.
Selbst war ich bisher der Ansicht, dass jeder Fortschritt, der mich schneller Dinge erledigen lässt, mir mehr Erfüllung bringt. Raum für andere Tätigkeiten oder Ruhephasen.
Früher hatte ich gern mal einen Brief geschrieben. Viel Zeit war dabei verloren gegangen. Umschläge, Briefpapier und Briefmarken kaufen, sauber schreiben und ihn zum Briefkasten bringen. Eine Antwort ließ mehr oder weniger lange auf sich warten und ich hatte dann Zeit für Anderes.
Heute brauche ich nur noch wenige Momente zum Schreiben einer E-Mail, erwarte aber, dass eine schnelle Antwort kommt.
Inzwischen frage ich mich, ob ich dadurch mehr Zeit gewonnen habe. In Wirklichkeit wohl nicht. Beim Schreiben eines Briefes hatte ich mir genau überlegt, was ich in welcher Form mitteilen möchte und sehr auf die Qualität meiner Formulierungen geachtet. Meine E-Mails dagegen unterliegen der Tendenz, zu schreiben wie mir der Schnabel gewachsen ist, denn heutzutage bekomme ich mehrere E-Mails täglich und es wird erwartet, dass ich schnell antworte.
Pustekuchen mit dem Versuch, Zeit zu gewinnen. Mein Leben ist erheblich hektischer geworden. Von mehr Freizeit kann ich nur noch träumen. Aber wehe es wird nicht gleich auf eine E-Mail geantwortet.
Ich telefoniere mit der Freundin gerne ab und an übers Festnetz. Es entwickeln sich dann meistens sehr tiefgehende Gespräche und ich lasse die Mail-Exzesse für den Rest des Tages.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Jo-W.
Kommentar von Jo-W. (02.12.2019)
kurze informative mails finde ich inzwischen schon gut,informieren halt schnell-ansonsten telefoniere ich auch lieber,gibt doch mehr Nähe-schreiben : sehr selten-einen Morgengruß-Jo
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Sätzer meinte dazu am 02.12.2019:
Klar, kurze schnelle Mails sind natürlich in vielen Fällen ein großer Vorteil, den ich auch nicht mehr missen möchte.
Dank dir für deine Empfehlung und LG Sä
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loslosch
Kommentar von loslosch (02.12.2019)
berühmt ist ja der ausspruch goethes (sinngemäß) an seine schwester: da ich in eile bin, fällt der brief etwas länger aus.
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Sätzer antwortete darauf am 02.12.2019:
Der Goethe war ein schlauer Kerl mit Humor
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Graeculus schrieb daraufhin am 02.12.2019:
Goethe war vor allem erfahren im Schreiben und wußte, daß es sehr viel schwieriger ist und mehr Aufwand erfordert, alles Wesentliche kurz zu schreiben - jedenfalls wenn man gut schreiben will. Erst schreibt man alles nieder, dann muß man schleifen, kürzen, zusammenfassen. Das kostet Zeit.
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Borek
Kommentar von Borek (02.12.2019)
Mit der Schnelligkeit der Zeit hat sie etwas an
Wertigkeit verloren.Handy ist eine gewisse Oberflächlichkeit,
denn wie Du schreibst sind Gespräche im Festnetz ergiebiger.
Auch das Tagebuch zu schreiben wird in der Eile der Zeit verdrängt
und die Reife einer Handschrift wird verdorben..
Ich habe durch die Eile der Technik weniger Zeit.
liebe Grüße Borek
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Sätzer äußerte darauf am 02.12.2019:
Ja, die Handschrift geht weitgehend verloren. Ich nutze sie nur noch fürs Tagebuch, Einkaufszettel und plötzlich einfallende Ideen für einen Text hier bei KV.
LG Sä
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AZU20
Kommentar von AZU20 (02.12.2019)
Mr geht es ähnlich, aber mit meiner Frau kann ich auf der Couch sitzen und herrlich plaudern. LG
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Sätzer ergänzte dazu am 02.12.2019:
Das ist doch super. Was willst du mehr? Dank für deine Empfehlung und grüß sie von mir. LG Sä
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LottaManguetti
Kommentar von LottaManguetti (02.12.2019)
Ja, das liebe Für und Wider!
Da drängt sich mir die Frage auf: Ist man nicht seines Glückes Schmied? Die Wahl der Mittel wird einem ja glücklicherweise noch nicht vorgeschrieben.
Allerdings ist die Bequemlichkeit oft ein Hindernis und das Schreiben von Briefen als antiquiert verschrien.
Ich schreibe ab und an noch ein Briefchen, einfach, weils schön ist.

Deine Erörterung, Sätzer, geht mir (wie du dir denken kannst) nicht tief genug. Sie bleibt in ihrer Argumentation zu sehr an der Oberfläche stecken. Wünschenswert wären mehr triftige Argumente, ein deutlicheres Dafür und Dagegen, sowie am Ende eine annehmbare "Lösung".

Lotta
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Sätzer meinte dazu am 02.12.2019:
Tieftauchen war nicht meine Absicht bei diesem Text.
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niemand meinte dazu am 02.12.2019:
@ Sätzer
ich bin immer wieder erstaunt, dass man Dir quasi "Untiefe" vorwirft, während man bei anderen eine kleine Pfütze schon für einen Ozean zu halten bereit ist
Dein Text ist gut so wie er ist, weil er genau so beabsichtigt war.
Mit lieben Grüßen, Irene
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Sätzer meinte dazu am 02.12.2019:
Die Dame braucht das halt - da kann man nichts wirklich machen.
Meist ist ja das Problem, das so eine Person anschneidet, ihr eigenes - eine Form von Masochismus. Let it be, the time goes on
Dank dir, auch für die Empfehlung und
LG Sä
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LottaManguetti meinte dazu am 02.12.2019:
Lach
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Ralf_Renkking meinte dazu am 15.12.2019:
Hi Lotta,

durch die umklammerte Bemerkung offenbarst Du allerdings, dass Sätzer schreiben kann, was er will, Dir wird es nie genügen.
Ich gehe einmal davon aus, dass Du obige Thematik für Deine Begriffe viel besser abhandeln könntest, befürchte jedoch auch, dass Dich das überhaupt nicht interessiert.
Ich möchte Dir da jetzt nichts unterstellen, und kann auch wirklich nur von mir sprechen, aber Texte, die mich nicht interessieren, weil sie von Menschen kommen, deren Art zu schreiben ich nicht mag, kommentiere ich erst gar nicht.
Mit jedem Text, den ein Autor schreibt, gibt er auch etwas von sich preis, was allerdings jeder Leser auf seine Weise interpretiert.
Ich bin von Dir fundierte Kritiken gewohnt, und freue mich jedesmal darüber, weil es bedeutet meine Texte noch einmal reflektieren zu können. In meinem Fall formulierst Du Deine Kritik allerdings immer so, dass ich mich niemals persönlich davon angegriffen fühle, Du demonstrierst keine Überlegenheit, mit Dir kann ich fachsimpeln , und die Anregungen, die Du lieferst, kann ich für mich umsetzen.
Wenn die Chemie aber nicht stimmt, und die funktioniert hier nun einmal nur über Texte und Kommentare, hilft lediglich ein Prinzip: "Leben und leben lassen".
Ich habe noch nicht darauf geachtet, aber kommentiert Sätzer eigentlich Deine Texte, und wenn ja, wie geschieht das?

Ciao, Frank

P.S.: Ich setze meine Art des Kommentierens (nicht die Reaktion auf Kommentare, das ist noch etwas ganz anderes) auf diesem Kommentarstrang selbstverständlich auch der Kritik aus, aber ich habe da ein recht gutes Beispiel: Seit mir "Walther" klar gemacht hat, dass er auf meine Kommentare keinen Wert legt, herrscht zwischen uns eine friedliche Koexistenz. Ich gebe zwar zu, dass es etwas gedauert hat, bis ich seine Einstellung erkannt und vor allem respektiert habe, aber niemand ist perfekt (Allusio).

Antwort geändert am 15.12.2019 um 09:24 Uhr
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (02.12.2019)
Du hast recht, Uwe. Man gewöhnt sich an die schnellen Mails, aber schreibt so viele, dass man gegenüber der früheren Brief-Zeit keine Muße gewonnen hat. Jedoch ist die Oberflächlichkeit den Mails nicht unbedingt immanent. Meine Freunde und ich tauschen ab und an Mails in der Qualität früherer Briefe aus, So sparen wir uns das lästige Frankieren und zur Post Befördern.
LG
Ekki
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Sätzer meinte dazu am 02.12.2019:
Klar, ist nicht immanent. Gute Freund*innen und Familienmitgliedern schreibe ich auch gern eine Mail, die tiefer geht. Ein Vorteil gegenüber handschriftlichen Briefen liegt ja auch darin, dass Korrekturen leicht möglich sind. Früher musste man überlegen, ob man etwas durchstreicht oder von vorn anfängt zu schreiben oder erst mal einen Entwurf handschriftlich anfertigt.
Dank dir für deine Empfehlung und LG Sä
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Stelzie
Kommentar von Stelzie (02.12.2019)
Weihnachtsgrüße auf dem Postweg sind eine wunderschöne Sache. Es gibt immer Menschen, die einem wichtig sind und da darf es dann schon mal der Weihnachtsbrief sein.
Danke, dass du mich daran erinnerst.

Liebe Grüße
Kerstin
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Sätzer meinte dazu am 02.12.2019:
Klar. Von Kindern bekommt man dann auch mal selbstgemalte Bilder zum Text, meist zu Weihnachten und zum Geburtstag .
Dank dir für deine Empfehlung und frohes Schreiben.
LG Sä
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AchterZwerg
Kommentar von AchterZwerg (03.12.2019)
Hllo Sätzer,
ich glaube auch nicht, dass uns die Digitalisierung mehr freie Zeit beschert. mehr Freizeit schon.
Und darin liegt ihr Problem, das es zu füllen gilt. Nicht umsonst entwickelt sich eine ganze Industrie um diesen Begriff herum ...
Du weist auf das Problem vergangener Briefkultur hin, einer vom Aussterben bedrohten Art - ein Schicksal, das sie übrigens mit der vielgeliebten Lyrik teilt.

Gern gelesen
Der8.
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Sätzer meinte dazu am 03.12.2019:
Na ja, wenn ich ganz ehrlich bin, könnte ich gut auf das Briefeschreiben und die Lyrik verzichten
LG in den Tag
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AchterZwerg meinte dazu am 03.12.2019:
Kann ich mir in deinem Fall gut vorstellen.
Allerdings verstehe ich nicht ganz, warum du dir dann das Briefeschreiben zum Thema machst ...
Als "Verfahrenstechniker" war du mir eigentlich immer am liebsten.

LG
der8.
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Sätzer meinte dazu am 03.12.2019:
Tja, so widersprüchlich ist das Leben.
Das wusste ich nicht, dass ich für dich ein Verfahrenstechniker bin.
Ich verfahre mich nicht oft. Aber das liegt wohl daran, dass ich viel weniger fahre. (Nicht ernstnehmen diesen Schnack)
LG Sä
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Kommentar von Artname (07.02.2020)
Mir erscheint jeder Text empfehlenswert, der träge Menschen wie mich zum Widerspruch reizt.

Hier wundere ich mich beispielsweise über deine etwas nostalgisch angehauchte Trennung von Telefonieren und E-Mailen. Auf meinem AB beispielsweise sammeln sich noch immer kurze liebe Grüsse wie:" Lange nichts mehr von dir gehört! Melde dich doch bitte mal!!" - Oder die etwas Eiligeren: "Ruf mal zurück!!!"

Zwar befällt solche Kandidaten beim E-Mailen regelmässig eine Logorrhoe. Die "herzlichen Grüsse sind vergiftet mit Links oder Anlagen, die meine ursprüngliche Lebenspläne auslöschen wollen.
Aber ich kann ja in meinen gleichfalls kurzen Antworten darauf verweisen, dass die Prüfung der Links und Anlage etwas Zeit verlangt und meinerseits ebenfalls verlinken und anlegen. Ein geringer Aufwand und die Freundschaft bleibt erhalten.

Und was die angeblich tiefgründigen Telefonate mit Freunden betrifft: Man redet oder man schweigt. Wo ist der Unterschied zum elektronischen Labern. Also ich finde mich gerade.... und du musst ja nicht... ähm... melde dich mal...

Kommentar geändert am 07.02.2020 um 13:21 Uhr
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Veröffentlicht am 02.12.2019. Textlänge: 244 Wörter; dieser Text wurde bereits 671 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 28.06.2020.
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