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Weihnachten - eine erfundene Ordnung

Erörterung zum Thema Glaube


von Sätzer

Manchmal frage ich mich, warum es Weihnachten gibt? Es ist doch nichts weiter als eine erfundene Ordnung, die das Jahr strukturiert. Ebenso wie Ostern. Als Kind fand ich das toll, weil es in knappen Zeiten Geschenke und Süßigkeiten gab. Jetzt als Erwachsener ist es für mich nur noch ein System, das die Geschichte des Christentums aufrechterhalten soll. Es scheint mir der eigentliche Grund zu sein, der die Menschen dieses Kulturkreises einigermaßen zusammenhält. Auch wenn es innerhalb Differenzen zwischen katholisch und evangelisch geprägten Menschen gibt. Letztendlich basiert das System auf fantasievollen Legenden, ebenso wie bei anderen Religionen. Die jeweiligen Vertreter dieser Glaubenssysteme bestehen auf ihren Dogmen, um einen Rahmen für eine Ordnung zu schaffen, an der sich die zusammen lebenden Menschen orientieren sollen. Es ist im Prinzip derselbe Mechanismus, der auch für politische Systeme gilt.
Mit rationalen Argumenten für die eine oder andere Religionsgemeinschaft kommt man nicht weiter, da es eine objektive Wirklichkeit nicht gibt. Es wird darauf rekurriert, dass Götter sie geschaffen haben, ob sie nun auf Legenden von Jesus, Buddha, Manitu oder anderen basieren.
Leider werden die Menschen unterschiedlicher Religionsgemeinschaften immer wieder von Herrschern und Fanatikern in gewalttätige Auseinandersetzungen bis hin zu langen Kriegen geführt. Es gilt das Postulat.: Nur unsere Religion ist die einzig wahre!

Es bleiben Fragen:
• Braucht es diese Ordnungssysteme wirklich?
• Ist in der Zukunft noch genug Raum für alle Menschen auf der Erde?
• Sitzen wir noch im selben Boot?
• Wie kann ein breites Verständnis für Demut gegenüber der Schöpfung geschaffen
  werden? (Die Ur-Indianer Amerikas hatten die.)
• Nützen Gebete, um etwas im Denken und Handeln zu verändern?

Der Erde und dem Klima ist das alles völlig egal.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Cora
Kommentar von Cora (03.12.2019)
deine Fragen zu beantworten

ja
nein
nein
selbst gewählter radikaler Konsumverzicht
ja
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Borek meinte dazu am 03.12.2019:
Eine einfache Frage auf Deinen Text
Willst Du Gott abschaffen oder sein Recht verleugnen.?
Die Feiertage sind Gedenksteine für unser Gedächtnis
und oft hat unser Bewusstsein einen Anstoß nötig
Liebe Grüße
Borek

Antwort geändert am 03.12.2019 um 15:04 Uhr
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Sätzer antwortete darauf am 03.12.2019:
Nein, das will ich nicht. wenn jemand gläubig ist und es ihm hilft, sein Leben besser zu gestalten oder zu ertragen ist das doch auch gut für sein Umfeld. Egal an welchen "Gott" er glaubt.
Das Dilemma ist, dass die Menschen an verschiedene Götter (Religionen) glauben und meinen, die Anderen müssten unbedingt auch daran glauben. Das wird dann politisch instrumentalisiert und es kommt immer wieder zu Religionskämpfen und Kriegen.
LG Sä
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Cora schrieb daraufhin am 03.12.2019:
Jede menschl. Ordnung ist erfunden.
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Kommentar von Regina (03.12.2019)
Da liegst du nicht ganz richtig. Der Brauch, Tannen oder Fichten in den Wohnraum zu bringen, ist älter als das Christentum. Auch die Mistel geht auf keltische Tradition zurück. Nüsse, Äpfel und Gebäck aus Honig und Nuss sind die Lebensmittel, die sich nach dem Sommer am längsten aufbewahren lassen. Glaskugeln und Geschenke sind neueren Datums, haben aber mit Glauben wenig zu tun. Zu feiern ist die Mittwinterzeit, wenn die Erde auf ihrer Ellipsenbahn am weitesten entfernt von der Sonne steht und sodann wieder umkehrt, die Geburt des Lichtes. Das Fest der Liebe kann man mit viel Kitsch verbrämen oder den Konsumrausch herunterfahren, ganz nach Belieben.
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Sätzer äußerte darauf am 03.12.2019:
Ja, aber das hat doch nichts direkt mit der Legende der Geburt Christi am 24. Dezember zu tun. Das ist Lebensmittelplanung für den Winter.
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Cora ergänzte dazu am 03.12.2019:
Wer seine Kultur, wozu die Religion gehört, ersatzlos aufgibt, steht ziemlich nackt da in der Winterlandschaft, da kann er noch so viele Lebensmittel horten.

Antwort geändert am 03.12.2019 um 11:36 Uhr
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Sätzer meinte dazu am 03.12.2019:
Das bestätigt doch die Grundthese. Der Mensch braucht offensichtlich - systemisch betrachtet - ein Ordnungssystem. Hier bei uns die Christliche Lehre, u.a. mit ihrem Jahreskalender.
Ein Atheist kann allerdings in einer westlichen Zivilisation auch ohne dieses System leben, ohne bestraft zu werden.
In anderen Religionssystemen sieht das teils schlimmer aus mit der freien Gestaltung des Lebens. Da wird mehr Druck aufgebaut, wie z.B. in muslimischen Systemen mit der Scharia.
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Cora meinte dazu am 03.12.2019:
dir wird es doch nicht mulmig angesichts wachsender "muslimischer Systeme"?
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loslosch meinte dazu am 03.12.2019:
"Margot Käßmann (geb. 1958): 'Für mich als Christin ist Jesus der Weg zu Gott. Wie Gott eines Tages das Geheimnis der verschiedenen Religionen auflösen wird, weiß ich nicht.' (Anmerkung: Gott als Enthüller des Geheimnisses der Glaubensverschiedenheit.)"

das schrieb ich vor jahren im kv.
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Cora meinte dazu am 03.12.2019:
@lo
es gibt 2 weitere Geheimnisse, deren Enthüllung mich überraschen wird: was Zeit ist, was Bewusstsein ist.
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (03.12.2019)
hallo Uwe, ich will versuchen, eine vorläufige Antwort auf deine Fragen zu geben:
- Millionen von Menschen, die an die Ordnungssysteme glauben, brauchen sie. - - nein, nicht genug Raum
- nicht zu beantworten: wer ist "wir"?
- Mit dem Engagement gegen den Klimawandel lernen wir die Demut neu.
- ja, sie nützen denen, die glauben.
LG
Ekki

Kommentar geändert am 03.12.2019 um 12:15 Uhr
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Sätzer meinte dazu am 03.12.2019:
So sehe ich das auch. Mit Wir meine ich die ganze Weltbevölkerung. Aber klar ist, dass man die wohl nie auf ein total gemeinsames Handelbn hin orientieren kann. Vielleicht ist die Notwendigkeit, den Klimawandel endlich radikaler zu bekämpfen, ein Weg für mehr solidarisches Handeln. Nur das muss sehr schnell angepackt werden.
Danke dir, auch für die Empfehlung und LG Sä
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Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (03.12.2019)
Gerne gelesen. Nach "Postulat" würde ein Doppelpunkt besser passen.

Ich persönlich empfinde Weihnachten heute als Familienhölle, der ich mich langsam aber sicher entziehen konnte, indem ich entsprechende Termine und Rituale nicht mehr mitmachte, aber in kleinen Schritten, über Jahre. Heute sind es einfach nur zwei Feiertage hintereinander. Das ist schön.
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Sätzer meinte dazu am 03.12.2019:
Melde gehorsamst: Doppelpunkt vollzogen
Der Familien"hölle" habe ich mich auch längst entzogen. War nicht so schwierig, da sie alle sehr weit weg wohnen
Feiertag hab ich als Rentner natürlich jeden Tag. Insofern brauche ich die Feiertage nicht mehr
Geniesse sie und mach mal halblang.
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Dieter_Rotmund meinte dazu am 03.12.2019:
Danke.
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Stelzie
Kommentar von Stelzie (03.12.2019)
Was wir brauchen ist Sicherheit. Weihnachten ist Tratition und Tratitionen geben Sicherheit. Der Erde ist das sicher egal. Aber den Menschen nicht. Das Klima ändert sich ohne Weihnachten auch (nicht).
Ich bin kein gläubiger Mensch und weiß deswegen auch nicht, was Gebete bringen sollen, aber ich liebe vor allem die Vorweihnachtszeit. Es ist eben ein Stückchen heile Welt. Was spricht dagegen?

Gerne drüber nachgedacht.

Liebe Grüße
Kerstin
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Sätzer meinte dazu am 03.12.2019:
Spricht nichts dagegen. Wenn du es genießen kannst, umso besser. Kann ich sehr gut verstehen bei deinem Job als Krankenschwester. Hoffentlich musst du nicht Weihnachtsdienst schieben.
LG Sä
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Borek
Kommentar von Borek (03.12.2019)
Ja, es war einmal ein Ordnung der Menschen
Rot, schwarz gelb und weiß und so gab es auch verschieden
Götter. Nur die Welt wurde bunter gemischt und Kriege und Macht
verwischten auch die Glaubensansichten
Aber wenn man den Kern betrachtet so geht es immer um
ein höheres Wesen
L.G Borek
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Momo
Kommentar von Momo (03.12.2019)
Der Kalender und die Uhr sind erfundene Systeme, die das Jahr bzw. die Zeit strukturieren, aber religiöse Festtage gleich welcher Art sind keine Systeme. Du empfindest diese Tage vermutlich so, weil sie für dich bedeutungslos sind. Menschen, die ihren Glauben leben, sehen das mit Sicherheit anders.

Die Spiritualität ist dem Menschen immanent.
Die Frage ist doch nicht, ob es noch genug Platz gibt für den Menschen auf der Erde, sondern was er mit dem vorhandenen anstellt. Seine Allmachts- und Größenphantasien sind es, die ein Vielfaches von dem Platz einnehmen und verbrauchen, die ein normaler Mensch brauchen würde. In dieser Situation ist eine demütige Haltung in so weite Ferne gerückt, das manche gar nicht mehr wissen, was das eigentlich ist.
Aber der Erde und dem Klima ist das wirklich egal.

LG Momo
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Sätzer meinte dazu am 03.12.2019:
"Die Spiritualität ist dem Menschen immanent."
Das sehe ich im Prinzip auch so, doch viele Menschen leben sie nicht, jagen lieber den materiellen Dingen hinterher.
Spiritualität braucht im Prinzip keinen Guru und auch keine Religion. Aber dann begegnet dem Einzelnen ein Sendungsbewußter mit einer Religionsvorstellung o.ä.und versucht mit seinen Glaubenssätzen zu überzeugen bin hin zu Indoktrination.
Der Kirchenkalender ist natürlich ein System, welches das Jahr im christlichen Sinne strukturiert. In anderen Religionen sind es z.B. Fastenzeiten etc.
"Die Frage ist doch nicht, ob es noch genug Platz gibt für den Menschen auf der Erde". -> Das spielt insofern eine Rolle, weil die Geburten weltweit (vor allem in Afrika) exponentiell steigen.
Klar, in den Industrieländern wird zudem mit Verbrauch von Platz (Land) zu sehr geaast.
LG Sä
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Kommentar von Agneta (03.12.2019)
in dr Tat sehe ich das auch so, die Struktur des kirchlichen Jahres hat etwas dogmatisches. Dennoch freue ich mich auf weihnachten. Nicht mehr so wie frher, aber es ist halt Tradition.
LG von Agneta
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AZU20
Kommentar von AZU20 (04.12.2019)
Die Religionen sind sicher nicht die Ordnungssysteme, ohne dies es evtl. nicht geht. De Erde so zu erhalten, wie sie unbedingt sein müsste, damit wir noch lange auf ihr leben können, scheint mir bereits nicht mehr möglich. LG
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Sätzer meinte dazu am 04.12.2019:
Wenn weltpolitisch so weiter gewurstelt wird, ist das wirklich kaum noch vorstellbar, dass sich alles zum Positiven wendet.
Dank dir, auch für die Empfehlung und LG Sä
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Warum…?InhaltsverzeichnisKlima-Statement zur Politik
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Dies ist ein Text des mehrteiligen Textes Politik - Gesellschaft (Kurze Prosa).
Veröffentlicht am 03.12.2019, 3 mal überarbeitet (letzte Änderung am 03.12.2019). Textlänge: 271 Wörter; dieser Text wurde bereits 225 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 09.12.2019.
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