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Stille Nacht - heilige Nacht

Text zum Thema Abhängigkeit


von LottaManguetti

Anselm glitt mit einem Pantoffelfuß über die Schwelle ins Freie. Aus dem Innern des Hauses kreischte seine Frau: „Mach die Türe zu! Schau aus dem Fenster, wenn du wissen willst, ob es gefroren hat!“
Anselm gehorchte. In den vergangenen Jahrzehnten hatte er diesen Gehorsam schätzen gelernt. Nur mit Gehorsam war Gertrud zum Schweigen zu bringen. Ihre Stimme ertrug er nur noch selten. Ob sich unablässiges Keifen negativ auf die Stimmfarbe auswirkte, fragte er sich oft? Er wusste es nicht, erlebte aber, wie sehr er die Ruhe im Haus genoss, wenn seine Frau nicht anwesend war.
„Fährst du heute einkaufen?“ Anselm hatte die Klappe des Küchenherds geöffnet und legte andächtig zwei Kohlen in die Glut.
„Nein, ich fahre zu Mutti. Wir gehen auf den Weihnachtsmarkt. Hast du das schon wieder vergessen?" Gertruds Anorak raschelte geschäftig.  "Für Weihnachtsgedöhns hast du ja nichts übrig!“
Anselm schloss die Ofentür.
„Denk dran, ich muss kochen, wenn ich zurück bin. Dass mir der Herd auch heiß genug ist!“
Mit diesen Worten wehte Gertrud über den Flur zur Haustür hinaus.
„Natürlich, mein Liebchen“, brabbelte Anselm und beobachtete durchs Küchenfenster, wie seine Frau achtsam über den Gehweg zum Auto tapste und einstieg. Anselm wandte sich ab und setzte sich auf einen der Küchenstühle. Er musste nicht lange warten. Mit den Händen an den Ohren vernahm er dennoch deutlich den Knall.
Die Polizei ermittelte als Unfallursache fehlende Winterreifen.
„Tut mir leid, Herr Wachtmeister“, entschuldigte sich Anselm mit sparsamen Worten. „Das Auto gehörte meiner Frau. Ich selbst fahre nicht mehr.“ Damit nahm er zwei Kohlen aus dem Eimer und legte sie feierlich in die Glut.

Anmerkung von LottaManguetti:

Titel geändert nach Hinweis von Ava Liam. :-)


 
 

Kommentare zu diesem Text


GastIltis
Kommentar von GastIltis (06.12.2019)
Da ist er ja schon, der Knall.
So habe ich ihn mir zwar nicht vorgestellt, aber Frauen, auch in Texten, sind einfach undurchschaubar. Der arme Anselm, nun ist er allein auf dieser großen weiten Welt. Jetzt muss ich grade überlegen, ob er der Alien von Rexor IV ist oder noch jemand anders. Aber da wir noch Plätzchen backen wollen, nach einem Rezept meiner Mutter, von denen unsere Kinder sagen, aber bitte nur die und keine anderen, werde ich erst einmal abschalten. PC-mäßig und auch sonst. Frohe Weihnachten zum Nikolaus. Wer das noch aushält, ist selber dran.
Sei lieb gegrüßt von Gil. (mit Winterreifen von 2008, also überaltert!).
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LottaManguetti meinte dazu am 06.12.2019:
Lieber GIl, ich schalte auch gleich ab (für zwei Tage).
Vielleicht backe ich auch noch einmal Plätzchen, zum nunmehr dritten Mal?
Und Anselm, der gute, dessen Name ging mir seit Wochen durch den Kopf. Nun kann ich ihn aus meinen Notizen löschen, nun hat der seine Geschichte.

Gutes Gelingen beim Backen und auch so

Lotta

Antwort geändert am 06.12.2019 um 15:46 Uhr
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Fisch
Kommentar von Fisch (06.12.2019)
In so mancher Garage, da bin ich mir sicher, wird heut nacht noch ein Lichtlein brennen.
Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier....
Dunkelsüßer Spezialgruß,
F.
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LottaManguetti antwortete darauf am 06.12.2019:
Augenzwinker*

Handabklatsch und weitermachen!

Ich hoffe nicht, aber man weiß ja nie. Es trifft ja immer die Falschen, heißt es wohl.

Lieben dunkelroten Kirschgruß
Lotta
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Stelzie
Kommentar von Stelzie (06.12.2019)
Anselms Weihnachtsfest wird schön...
Autsch, so ein böser Gedanke aber auch!

Liebe Grüße
Kerstin
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LottaManguetti schrieb daraufhin am 06.12.2019:
Das hat der sich redlich verdient, Kerstin. Wer mit soviel Geduld darauf warten konnte ...

Tannengrüße vonner Lotta
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LotharAtzert
Kommentar von LotharAtzert (06.12.2019)
Das ist original mein Opa gewesen. Immer wenn seine Regine ging, rannte er zum Ofen und backte sich einen Eierpfannkuchen mit Zwiebeln. Da bekam der Enkel immer ein Stück ab.
Später roch Regine die Angelegenheit und es gab Schelte für den armen Opa.

Wirklich gern gelesen.
Roy Bier
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LottaManguetti äußerte darauf am 09.12.2019:
Das war ja ein niedlicher Opi!
Ich wünsche mir zu Weihnachten mehr solcher Opis/ Omis von diesem Kaliber.


Lieben Gruß
Lotta
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TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (06.12.2019)
Wie kann man so eine garstige Geschichte so schön schreiben?
Aber wissen möchte ich schon, wie der Anselm das hinbekommen hat, ich meine halt so aus technischem Interesse
Liebe Grüße
TT
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Graeculus ergänzte dazu am 06.12.2019:
Das habe auch ich mich gefragt, das erste wie das zweite.
Und ich habe noch eine dritte Frage, die mir einfach so in den Sinn kommt: Wieviele Männerhäuser gibt es eigentlich in Deutschland?
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LottaManguetti meinte dazu am 09.12.2019:
Lieber TT, keine Ahnung. Das war mglw. der Tatsache geschuldet, dass sie mich ohne großes Zutun fand?
Du weißt ja, ich schreibe nur auf, was sich mir in den Weg legt.

Die Details haben sich mir nicht offenbart, sie bleiben daher dem technischen Sachverstand der Haaner Kripo überlassen. Oder du fragst Anselm. Der weiß es ganz sicher!


@Graeculus
Männerhäuser? Gibts in jeder Stadt! Ich meine zu wissen, dass man sie an der Farbe ihrer Beleuchtung erkennen könnte.

Vielen Dank euch beiden

Lotta

Antwort geändert am 09.12.2019 um 08:14 Uhr
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TassoTuwas meinte dazu am 09.12.2019:
Lach!
Ich kenne die Farbe nicht, hat sicherlich Signalcharakter
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AvaLiam
Kommentar von AvaLiam (06.12.2019)
Ich glaube, "durchdacht" haben schon viele Ehepartner solch Szenario.
Vielleicht haben sie auch die ein oder andere Vorbereitung getroffen - in einer gewissen Weise und wenn es nur eine leise Hoffnung war beim Haus verlassen, zur falschen Zeit den falschen Ort zu erreichen, oder eben auch nicht.

Aber ich bin mir sicher - Gertrud wird sicher auch oft (schmerzlich) vermisst werden - gerade in den kommenden Tagen.

Doch der Gedanke beim Lesen, für einen Moment, ja, da tat die Möglichkeit und Aussicht auf "Stille Nacht - Heilige Nacht" doch ganz gut und brachte - neben einem breiten, unterhaltenem Schmunzeln - etwas Friedliches in den Auftakt zum 2. Advent.

Werkzeug suchende Grüße - Ava
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LottaManguetti meinte dazu am 09.12.2019:
Liebe AvaLiam, ich habe keine Ahnung, wovon du sprichst.
Ich zumindest hoffe immer, dass mein Mann wieder heil nach Hause findet. Nach dem Vorlesen obiger Geschichte musst ich ihm auch nicht versichern, dass es sich dabei nur um eine erdachte Geschichte handelt! Er vertraut mir! Mich wundert nur, warum er gestern rasch die Reifen unserer Autos wechselte ...

Und herzlichen Dank obendrein, denn Stille Nacht... gefällt mir um Längen besser als Titel!

Falls du noch immer Werkzeug suchst - frag mich.



Lotta

Antwort geändert am 09.12.2019 um 08:33 Uhr
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Graeculus
Kommentar von Graeculus (06.12.2019)
Ein US-Komiker hat auf die Frage, ob er in seiner Ehe jemals an Scheidung gedacht habe, geantwortet: "Murder - yes, divorce - never."
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LottaManguetti meinte dazu am 09.12.2019:
Ja, gibts denn sowas? Ja, aber z.T. erst, seitdem ne Scheidung Geld kostet und ein Mord welches bescheren kann.



Nun, ich gehe mal davon aus, dass Anselm auch ohne Zutun ein ruhiges Weihnachten verleben kann. Wissen um ein Versäumnis allein ist ja noch nicht strafbar. Was sonst so geschah - ich hebe die Hände und beteure Unschuld!



Lotta
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TrekanBelluvitsh
Kommentar von TrekanBelluvitsh (06.12.2019)
Frei nach Alfred Tetzlaff: "Eines sage ich dir: Wenn einer von uns beiden tot ist, mach ich mir ein schönes Leben!" Ist halt Ansichtssache.
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LottaManguetti meinte dazu am 09.12.2019:

Mein Gott, Alfred!
Aber das bestärkt mich in der Annahme, dass sich in diesem Fall Logik und schönes Leben zu 50 % ausschließen. Alfred ist eben nicht die hellste Birne!

Winkewinke

Lotta
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LottaManguetti
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Veröffentlicht am 06.12.2019, 6 mal überarbeitet (letzte Änderung am 09.12.2019). Textlänge: 265 Wörter; dieser Text wurde bereits 149 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 05.01.2020.
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