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Reise

Gedicht


von juttavon

im Feld stehen
Anfang und Ende der Reise
ins Einzelne: Straße, Haus, Frucht
ein Flattern, dann Blütenruhe
in der Weite zerfällt
ins Bild der Horizont
davor Straße, Haus, Baum
eine Bank, auf der ein alter Hut liegt
und die Ränder, scharfe Kanten
die Aufbruch ermöglichen
sich verlassen auf Haut und Sprechen
Ankunft im Lichtschein des Anderen
der fordert, sich nach dir streckt, sät

 
 

Kommentare zu diesem Text


BeBa
Kommentar von BeBa (07.12.2019)
Hallo Jutta,

ein ausgesprochen schönes Gedicht. Besonders dieses anfänglich normale Beschreiben (wie das eines Bildes oder einer Szene), das dann immer intensiver, abstrakter wird, auf das man sich herrlich einlassen kann.

LG
BeBa
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juttavon meinte dazu am 07.12.2019:
Danke Dir!
...gleichzeitig

HG Jutta

...sogar als Lieblingstext

Antwort geändert am 07.12.2019 um 00:11 Uhr
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AZU20
Kommentar von AZU20 (07.12.2019)
Sehr schön. Gern gelesen. LG
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juttavon antwortete darauf am 09.12.2019:
Vielen Dank! Das freut mich.

HG Jutta
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juttavon schrieb daraufhin am 09.12.2019:
Die ursprüngliche Antwort wurde am 09.12.2019 um 15:15 Uhr wieder zurückgezogen.
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Habakuk
Kommentar von Habakuk (07.12.2019)
Sehr schön, liebe Jutta. Wenn es das Wetter zulässt, bei Gelegenheit mehr.

HG
H.
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juttavon äußerte darauf am 09.12.2019:
Welches Wetter brauchst Du denn?
...freu mich drauf
HG Jutta
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GastIltis
Kommentar von GastIltis (07.12.2019)
Kompakt, auch ohne
Koffer aus Vulkanfiber!
LG von Gil.
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juttavon ergänzte dazu am 09.12.2019:
Danke Dir!
Innere Reisen sind verhältnismäßig klimaneutral... - auf geht's
HG Jutta
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AchterZwerg
Kommentar von AchterZwerg (08.12.2019)
Toll!
Der Aufbruch aus dem Gewohnten (dem alten Hut) in das Reich der Liebe: das andere Land. Das, was sich schon oft nach dir gestreckt hat und endlich, jetzt!, gesehen wird.

Ich möchte BeBas Kommentar noch etwas ergänzen: Der Übergang zwischen dem bangen Reisebeginn (Alltag, Ränder, scharfe Kanten) und seinem Ziel, das so viel Vertrauen erfordert, ist durch das Verb "säen" perfekt getroffen.

Liebe Grüße
der8.
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juttavon meinte dazu am 09.12.2019:
Danke, Achter!
Deine Gedanken dazu freuen und berühren mich.
HG Jutta
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Habakuk
Kommentar von Habakuk (10.12.2019)
Liebe Jutta,

das Wetter ist gerade passend. Wenngleich ich keine besonderen Vorlieben diesbezüglich habe. Es darf nicht zu warm oder zu kalt sein, weder zu nass noch zu trocken, nicht zu sonnig noch zu bewölkt, weder windstill noch stürmisch. Ansonsten ist es mir egal.

Wie angekündigt, habe ich mir noch einige Gedanken zu deinem Gedicht gemacht. Die „Reise“, von der im Titel die Rede ist, assoziiere ich mit der Lebensreise. „Anfang und Ende der Reise / ins Einzelne: Straße, Haus, Frucht“. Die Reise vom Ich, welches „in der Weite zerfällt“ zum Selbst, wobei ich an C. G. Jung denke, der darunter die „dem Ich übergeordnete Ganzheit versteht, also im weiteren Sinne eine spirituelle Ganzheit.
Der begrenzte „Horizont“ dieses Lebens zerfällt zur umfassenderen Weite, die das Ende der irdischen Reise auch bedeuten kann.
Der Horizont kann unsere Hoffnungen und Ziele, aber auch die Grenzen, an die wir gelangt sind, versinnbildlichen.
Der Begriff des Bildes taucht in deinem Gedicht auf. Bilder sind u. U. auch Spiegelungen bzw. subjektive Betrachtungen der Realität des Ich.
Letztlich ist der Mensch ein selbstgemaltes Bild, wenn er auch mitunter glaubt, von anderen gezeichnet worden zu sein. Womit ich positive und negative Einflüsse anderer nicht verneine. Es ist eine Frage des Blickwinkels.
Wie ich es verstehe, stellt dein Gedicht den Einzelnen als Frucht des Feldes dar. Saat, ein Flattern, Ernte, dann Blütenruhe, um deine Bilder zu nehmen. Geburt und Tod im weiteren Sinne. Auf der spirituellen Ebene steht das Feld auch für Mutter Erde, die große Ernährerin. „Feld“,wie bereits angesprochen, zudem für das Hervortreten des Gesäten, der Lebensfrüchte.
„die Ränder, scharfe Kanten/die Aufbruch ermöglichen“ assoziiere ich mit Trennungslinien zwischen zwei Extremen, dem Ich und Selbst, Leben und Tod. Ein Weg der Bewusstwerdung und Erkenntnis.
„sich verlassen auf Haut und Sprechen“ evoziert bei mir den seelischen und geistigen Aspekt. Haut als Spiegel der Seele. Sprechen als schöpferischer Akt im Sinne von „Im Anfang war das Wort“.
„Ankunft im Lichtschein des Anderen/der fordert, sich nach dir streckt, sät“. Auf der oben näher beleuchteten „Reise“ werden wir stets von dem „Anderen“ beeinflusst. Ein gegenseitiger Prozess, im negativen wie auch positiven Sinne. Das von dir angesprochene „fordern“ interpretiere ich als „Herausforderung“. Der Andere sät in uns und umgekehrt. Ob wir uns dessen bewusst sind oder auch nicht. So ist die Reise, wobei die Ankunft im Lichtschein des Anderen auch ein Bild für einen Aspekt der Reise, den vom Ich zum Wir, darstellen könnte, der mit zunehmender Bewusstwerdung unweigerlich folgt.

Ein tiefgründiges Gedicht für mich. Sprachlich wohlklingend, was nicht zuletzt der überwiegend daktylischen Versstruktur geschuldet ist. Ab und an wird der Versrhythmus durch Zäsuren in Form von Hebungsprällen unterbrochen, z.B. „Haus/Frucht, Haus/Baum, streckt/sät.

Viele Klangfiguren in deinem Gedicht, das sich zudem durch Bild- und Sinnhaftigkeit auszeichnet. Schön.

BG
H.
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juttavon meinte dazu am 13.12.2019:
Danke, lieber H. Dein Nachspüren und Reflektieren freut mich.
HG Jutta
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Veröffentlicht am 07.12.2019. Textlänge: 63 Wörter; dieser Text wurde bereits 150 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 20.02.2020.
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AchterZwerg, BeBa.
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