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Gedicht zum Thema Tod


von Papalagi

Das Leben ist doch nur ein Spiel
Das ich gar nicht gewinnen will
Am Ende bleiben eh bloß Scherben
Geschissen also aufs Wollen
Im Leben muss man nur sterben
Der Rest sind komische Parolen

"Sei bloß du selbst!"
Beim Räuchern, Agonieren
An den Maschinen angeschlossen
Fast schon drüben
Beim Ausfallen beider Nieren
Sich in Geduld und Achtsamkeit dann üben?

Scheißärzte, Psychologen und Scheißpfaffen
Bin wie die Leiche und sie kreisen um mich rum wie Raben
Ich hoffe, gebe auf, werde es nicht schaffen
Lasse die Toten ihre Toten bald begraben

Was macht der Rest?
Verdrängen, ignorieren
Playstation, Geld, die Steuern all der Mist
Lebendiger Gewimmel dieser Viren
Am Arsch vorbei! wenn du am Ende bist

Apokalyptische Hoffnungen
Phylogenetische Ängste
In einer perfekt zugeschnittenen Hölle
Für uns, die bescheuerten Stuten und Hengste
Ist sterbender Schwan
Fast die einzige Rolle

PS:
Mit diesem wütenden Gedicht
habt Ihr bloß
jetzt eure Zeit verschwendet
Denn niemand ist so stark
dass er das abwendet
Wonach fast jede Zelle von uns schmeckt und riecht

PPS:
Es ist die zweite Trauerphase
Die aufbrechenden Gefühle
Fühl mich
wie ein vom Wolf gejagter Hase
Doch so einer mit einem Uzi
Nach dem ich ewig floh
Und jetzt vor Zorn fast rase
Stell mich auf Hinterpfoten auf
Und ich Brüüüüülle!
.. Ganz nebenbei wird mein Gehirn zum Smuzi

PPPS:
Und wer soll es auslöffeln
Wenn wir sterben?
Nun..
Diejenigen die dieses Dasein erbeben
Die haben auch sonst nichts besseres zu tun.


Gewidmet Schurik. † 21.12.19


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