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Text


von Aha

In meinem Leuchtturm ist es immer schön warm und hell. Ich habe eine große Schallplattensammlung, bin also nicht dem sterilen Ton der CDs ausgeliefert. Gerade jetzt denke ich an meine Nichten Melanie und Düsella; sie haben das Abitur bestanden und können sich nun nicht entscheiden, ob sie Therapeutin, Künstlerin oder Tierärztin werden wollen. Und während sie darüber nachdenken, was sie werden wollen, arbeiten sie als Schlammcatcherinnen in einem verborgenen Keller eines Luxushotels.

Ich weiß nicht, wer den hineingelassen hat, aber direkt auf dem rot-grau-gekachelten Ikea-Teppich liegt ein doppelköpfiger Delphin auf seinem Rücken und unterhält sich mit sich selbst in einer mir unverständlichen Sprache. Um gastfreundlich zu erscheinen, frage ich die beiden Köpfe, ob sie Hunger haben. Es kommt aber zu keiner Antwort, stattdessen hören die beiden Köpfe auf, miteinander zu reden. Darauf gehe ich schnurstracks in mein Schlafzimmer und schließe die Türe hinter mir zu.

Plötzlich fangen die Möbel um mich herum in der gleichen unverständlichen Sprache miteinander zu reden an. Mir wird ganz warm und schwummrig. Ich lege mich auf das Bett, das unter mir aus unerklärlichen Gründen hellblau leuchtet. Ich genieße es dem unverständlichen Gespräch zwischen den ebenfalls zu leuchten beginnenden Möbeln zuzuhören. Allmählich werden die Stimmen der sprechenden Möbel leiser. Ich gleite in einen tiefen Schlaf. Ich träume davon, im Erdinneren zu sein, und empfinde euphorische Glücksgefühle, während eine angenehme Hitze in meinem Körper eindringt und mir dadurch den Eindruck vermittelt, als würde jegliche Kälte aus mir ausgetrieben werden.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Dieter Wal
Kommentar von Dieter Wal (17.01.2020)
LSD nimmt man heute noch? Den Delfin mit den zwei Köpfen nehme ich Dir übel. Davon abgesehen interessante Idee auch in der weiteren Durchführung.
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Aha meinte dazu am 17.01.2020:
Wie ich auf die zwei Köpfe kam? Weiß ich ehrlich gesagt nicht. Aber ich weiß, daß der Delphin die Fähigkeit hat eine Gehirnhälfte abzuschalten, während die andere Gehirnhälfte wach bleibt - auf diese Weise soll er angeblich schlafen (als wäre er eine Upgradeversion des Homo Sapiens ). Vielleicht hat mich dieses Wissen unbewußt auf die Idee gebracht.

Muchos gracias

Saludos
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AchterZwerg
Kommentar von AchterZwerg (17.01.2020)
Rein zufällig wurde ich eben auf folgenden Spruch geleitet (Best of Tourette): "Delfine sind schwule Haie." Und wenn die sogar noch doppelköpfig auftreten ... Ach, ich weiß ja auch nicht.
Jedenfalls gut und spannend erzählt.
Besonders die Sache mit den Farben.

Liebe Grüße
der8.
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Dieter Wal antwortete darauf am 17.01.2020:
@8: "Delfine sind schwule Haie." trag ich manchmal als T-Shirt. Dummer Spruch. Irgendwie hat er dennoch was. Ich finde (die meisten) Schwulen und Lesben per se sympathisch.

Antwort geändert am 17.01.2020 um 12:40 Uhr
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Aha schrieb daraufhin am 17.01.2020:
Gracias

... er sagte: Es gab weder Schwule noch Lesben noch Individuen mit aus der Norm fallenden Neigungen, sondern nur Menschen.

Saludos
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TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (17.01.2020)
Ich denke, das Hotel brennt und du wirst es gleich mit deiner Wasserpfeife löschen!
LG TT
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Dieter Wal äußerte darauf am 17.01.2020:
Ditte Leuchtturm, Tasso! Ts.
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Aha ergänzte dazu am 17.01.2020:


Saludos
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Fisch
Kommentar von Fisch (17.01.2020)
Einen Titel zu entwerfen, Aha, der südlicher als der Südpol und nördlicher als der Nordpol entfernt ist von seinem Text, nun, das ist alte postmoderne Schule.
Gelingen vermag es indes eigentlich nie ganz, im Zweifel bauen humorlose Pinguine plausibele Brücken zwischen zwei Unmöglichkeiten:
Das All - ein Dorf.

Den Text lass ich mal für sich sowie rhythmisch durchs Forum leuchten.
Denn das ist, was er tut.
F.
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Aha meinte dazu am 17.01.2020:
Die Abweichung mag unlauter sein, größtenteils durch die schamlose Nacktheit in der Distanz, worauf mit bis in den genetischen Code gehendes Unbehagen beim Leser zu rechnen ist - doch um der vielversprechenden Vorteile willen, die man nur erahnen kann, dachte ich, wird es sich lohnen, die schweren Schädigungen in Kauf zu nehmen. Seitdem die alte postmoderne Schule durch den zeitgenössischen Neobarock abgelöst wurde, haben die humorlosen Pinguine nichts mehr zu lachen. Und dennoch, gäbe es den bodenständigen Pinguin mit seiner erdenden Humorlosigkeit nicht, würden selbst die plausibelsten Pseudobrücken im haltlosen Vakuum einer makellosen Sinnverschwendung unkontrolliert ins dunkle Unbekannte hineintrudeln.
Gracias
Saludos
A.
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (17.01.2020)
"Plötzlich fangen die Möbel um mich herum in der gleichen unverständlichen Sprache miteinander zu reden an."
Ich finde es schön, dass du versuchst, auf die Dinge zu hören. Ihre Sprache ist erlernbar.
LG
Ekki
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Dieter Wal meinte dazu am 17.01.2020:
@Ekki: Das Psychodelische daran gefällt mir gerade so gut, weil ich nicht den Eindruck habe, hier gibt ein Drogi seine Süchte zum Besten, sondern ich lese den Text als hochinteressantes Sprach-Experiment eines Höchstintelligenten und sehr Fantasievollen.

Was für ihn dabei als Ergebnis herauskam?

Ein guter Text?

Antwort geändert am 17.01.2020 um 12:50 Uhr
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Aha meinte dazu am 17.01.2020:
Ob die Sprache der Möbel je erlernt werden kann? Ekki, Dein Optimismus ermutigt mich! Dieter, ich fürchte aber auch, ich war nicht intelligent genug, um meine mich selbst in Ehrfucht versetzende Großartigkeit zu verbergen!
Gracias
Saludos
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Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (17.01.2020)
Drogenerlebnis.

Absatz 1 gefällt mit gut, Absatz 2 fällt dagegen schon deutlich ab. Absatz 3 ist wieder ganz okay.
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Aha meinte dazu am 17.01.2020:
Kein Drogenerlebnis. Liegt mehr im Bereich des 'Automatischen Schreibens' (Habakuk hat hier ähnliches in dieser Richtung veröffentlicht). Auf Gegenständliches folgt Ungegenständliches, vermischt sich, trennt sich, fließt ineinander, dann trennt es sich wieder, um erneut ... wie bei einem Tanz - der Sinn und der vermeintliche Unsinn tanzen miteinander Tango, Stepp, Ballett, etc. Vermeintlich gibt es wenig bis überhaupt keinen Sinn - bei näherer Betrachtung läßt sich dann doch ein Sinn bzw. etwas Nachvollziehbares, Zusammenhängendes, Logisches, etc. erkennen. Das war hoffentlich kein allzu kläglicher Versuch meine Sichtweise Dir näher zu bringen.
Gracias
Saludos
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Dieter_Rotmund meinte dazu am 17.01.2020:
Ja, okay, es bleibt aber eine typische Drogenerlebnis-Schilderung. Dazu muss es nicht authentisch selbst erlebt sein, sollte es sogar eher nicht, insofern ist dein Vorgehen absolut okay.
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Veröffentlicht am 17.01.2020, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 17.01.2020). Textlänge: 245 Wörter; dieser Text wurde bereits 80 mal aufgerufen; der letzte Besucher war una am 18.02.2020.
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