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Es gibt Dinge die mehr Raum und Zeit brauchen in meinem Leben als die Probleme in der Zukunft zu lösen

Innerer Monolog zum Thema Beobachtungen


von Serafina

Was für ein Tag, Stresshormone ahoi!
Wärmpflaster, Duftkerzen, Schal und Galoschen, Tee,  Sauerkraut, Blutwürste und Birnen, Bohnen und Speck
sind haben sich als gute Heilmittel herausgestellt.
Ich liebe es zu Kochen.
Nicht das ich deswegen die zauberhafteste Köchin wäre, nein ich liebe es einfach.
Sogar meine Tochter die zehn wird, kann bereits backen und kochen.
Was dahinter steckt, woher das kommt, habe ich heute entdeckt.
Es ist typisch italienisch.
Ha, ihr lacht jetzt vielleicht, weil das gar keine Neuigkeit ist.
Ich aber hatte das nie so gesehen.
Bis zum zusammenstellen des Vorgeburtstags-Essen meiner Tochter.
Es wird Linguine mit Zucchetti und Garnelen geben und anschliessend ein scharf angebratenes Thunfischfilet, mit einem schön bunten und erfrischenden Salat. Mit Crème pâtissière gefüllte Blätterteig Canolli zum Nachtisch.
Natürlich auf uns alle und den Nonno abgestimmt, der zum Essen kommt, weil wir nicht so Nahe bei einander wohnen. Er aber gerne das Geburtstagsgeschenk für seine Enkelin bringen will. In seine Enkelin ist er wirklich vernarrt.
Mein Vater und ich, wir haben so einiges durchgemacht und ich habe so gar nicht gemacht was er wollte. Doch kürzlich kam er zu mir und hat mir erklärt, dass er genauso wenig das gemacht hatte was sein Vater gewollt hatte.
Seit her hat sich einiges verändert, wobei seine Enkelin immer noch seine grösste Freude ist. Was für mich wunderschön ist.
Das Kochen, kommt von ihm und meinen Tanten. Ich verbrachte immer die Sommerferien in Süditalien.
Meine Mutter hat nie gekocht, nicht wirklich. Bei ihr gab es jeden Tag der Woche das gleiche und das kochte meistens ich. Aber wenn mein Vater Nachhause kam, dann gab es immer ein Fest. Er füllte den Kühlschrank mit frischen Lebensmitteln und kochte für uns. Diese unaufgesetzte Freude am Kochen, erkannte ich beim Rezepte suchen, in einem Video-Koch wieder und dabei kamen mir viele andere Menschen in den Sinn, Freunde meines Vaters und mir wurde plötzlich klar, warum mein Vater sich entschieden hatte Gastronom zu werden. Aus Leidenschaft.
Meine Tochter freut sich schon auf seinen Besuch, sie feiert sehr gerne Feste, abgesehen davon, das der Nonno bei ihr auf Gegenliebe stösst. Das eigentliche Geburtstagsessen, wird es also auch noch geben, wobei ich erst das Rezept für die Torte habe und zu einem späteren Zeitpunkt, müssen auch noch alle Rezepte und Abläufe  für Ihre Übernachtungs-Geburtstags-Party her. Das liebe Kind.
Das schöne ist, dass sie das auch noch verdient. Sie hat sich gute Noten erarbeitet, geht wirklich gerne in die Schule und ist sehr verantwortungsvoll im Umgang mit vielerlei Dingen. Sie liest viel und ist bei den Pfadfindern, um ein paar Beispiele zu nennen. Als wir umgezogen sind, für mich zurück in den Süden unseres mehrsprachigen Landes, für sie in eine neue Umgebung, hat sie die fast neue Sprache lernen müssen, konnte sich kaum ausdrücken und war nach einem Jahr fast gleich auf mit Muttersprachlern. Mit dem Unterschied, dass sie wie ich, zweisprachig aufwächst. Es war auch gut und Glück, dass sich der Umzug mit dem Schuleintritt ergeben hatte und in ihrer Klasse nur ein dutzend Kinder sind.
Wir wohnen in den Hügeln, in einem Quartier, dass zu einer Kleinstadt gehört, die an einem See liegt, aber einen Hausberg hat. In diesem Quartier leben nicht so viele Familien mit Kindern. Darum sind die 12 Kinder in Ihrer Klasse aus 3 Klassenstufen. Es ist eine sogenannte gemischte Klasse. Aber es ist nicht nur ein sehr tolles Konzept um zu lernen, wenn man ältere und jüngere Kinder dabei hat. Sondern die Klassenlehrerin, die hat auch einen Schulgarten organisiert und macht jedes Jahr eine Klassenfahrt in die Berge, für die Gruppenbildung.
Wenigstens eineinhalb Jahre noch, kann ich mir sicher sein, dass es mein Kind in der Schule gut haben wird. Was beim Stufenwechsel kommt, kann ich so nicht sagen. Aber dadurch, dass sie sehr viele Kinder kennt, mache ich mir mehr Sorgen um die Auswirkungen von abgestumpften Lehrern. Ich werde vermutlich einfach ein paar Elterngespräche mehr anfragen, wenn ich sehe, dass die Freude meiner Tochter, die sie am lernen und studieren hat vergeht. Schlimmsten Falls  werde ich mir halt den Mund absparen und sie in eine naheliegende Privatschule schicken, die einen sehr guten Ruf geniesst. Das sind  dann wirklich wichtige Jahre in der Entwicklung eines Kindes, die sowieso schon schwer genug für sie sind. Und es gibt wohl nichts frustrierenderes, unter diesen Umständen, als den ganzen lieben Tag gelangweilt in einer Schule verbringen zu müssen.
Nun gut, ich suche mal wieder Lösungen für Probleme die es noch gar nicht gibt. Dabei hab ich doch so vieles vor der Nase. Wie zum Beispiel diesen Wäscheberg, hier links neben mir.
Oh- Ob ich wohl mit meinen Kollegen, bald vor meinen offiziellen neuen Office grillen werde, wenn wir ein Team-meeting an unserem neuen sogenannten Standort haben?
Eine Freiluftküche habe ich mir schon immer toll vorgestellt. :-)
Vielleicht fange ich mit einer guten Grillstelle an. Oder ich koche im oberen Stock und lasse dann das Essen, per noch zu bastelndem Flaschenzug-Lift,  über das Balkongeländer ins Erdgeschoss.
Hm. Bevor so etwas jemals passieren kann, muss erst einmal viel Arbeit erledigt werden. Sehr viel Arbeit.
Also fange ich mit dieser vielen Arbeit am besten jetzt an. Anstatt weiter zu träumen, wie ich die Arbeit der Zukunft erledigen werde.  Aber das kann bis Morgen warten.
Es ist gut, habe ich mich heute hinflicken und etwas typisch italienisches an mir entdecken können. Weniger gut scheint mir gerade der Redeschwall, der sich hier in mein ehemals sehr kurzes Textlein mischte. Um das zu analysieren, bin ich nun aber definitiv zu müde. Vielleicht will mir meine Seele darüber mitteilen, dass ich Freude daran hätte längere Texte zu schreiben. Immerhin war Schreiben, zusammen mit Singen, also Gedichte ehrlich gesagt, meine allerliebste erste Sache. Ich weiss noch wie Gestern, als ich ich plötzlich über alle Masse von der Schule begeistert war, als ich das erste Gedicht auswendig lernen musste. Ich dachte, damals, in der 2.Klasse, das sei ein neues Schulfach. Mein neues Lieblingsschulfach. Ich war wirklich so begeistert. Natürlich war meine Enttäuschung gross als sich herausstelle, dass Gedichte eher eine seltene Angelegenheit werden würden. Später als dann in der 4.Klasse ein grosser Gedichtband zum Unterrichtsmaterial gehörte, entdeckte ich darin mein Lieblingsgedicht aller Zeiten;

Die zwei Parallelen

Es gingen zwei Parallelen
ins Endlose hinaus,
zwei kerzengerade Seelen
und aus solidem Haus.

Sie wollten sich nicht schneiden
bis an ihr seliges Grab:
Das war nun einmal der beiden
geheimer Stolz und Stab.

Doch als sie zehn Lichtjahre
gewandert neben sich hin,
da wards dem einsamen Paare
nicht irdisch mehr zu Sinn.

War'n sie noch Parallelen?
Sie wußtens selber nicht, –
sie flossen nur wie zwei Seelen
zusammen durch ewiges Licht.

Das ewige Licht durchdrang sie,
da wurden sie eins in ihm;
die Ewigkeit verschlang sie
als wie zwei Seraphim.

Christian Morgenstern

Und weil ich hier schon bei Lieblingsgedichten bin, anbei das allererste Gedicht der 2.Klasse;

Der Schnupfen

Ein Schnupfen hockt auf der Terrasse,
auf daß er sich ein Opfer fasse

– und stürzt alsbald mit großem Grimm
auf einen Menschen namens Schrimm.

Paul Schrimm erwidert prompt: »Pitschü!«
und hat ihn drauf bis Montag früh

Christian Morgenstern

Wie bitte? Dieses Gedicht ist vom selben Dichter? :lach:
Meine Seele lächelt verschmitzt und ich bleibe schon wieder sprachlos zurück und werde mich mal informieren, wer denn dieser Morgenstern eigentlich gewesen ist.

 
 

Kommentare zu diesem Text


EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (18.01.2020)
hallo Serafina, ich liebe italienisches Essen und nachdem ich deine kurzweiligen Erzählung dazu gelesen habe, ist für mich klar, dass ich in diesem Jahr wieder nach Italien fahren werde, natürlich nicht nur wegen des Essens.
Ich mag auch Morgenstern, insbesondere das Gedicht von den zwei Parallelen. Kleiner Tipp: Biete so viel Stoff demnächst in zwei Texten an. Leser dieser Plattform schätzen kurze Texte.
Kurz oder lang, ich fühlte mich gut unterhalten.
LG
Ekki
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Serafina meinte dazu am 18.01.2020:
Hallo Ekki!
. Jetzt habe ich auch gerade wie der Hunger bekommen.
Danke viel mal für deinen Tipp und deinen Kommentar!
Morgensternige Grüsse,
Serafina
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Kommentar von Cora (29) (18.01.2020)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Serafina antwortete darauf am 18.01.2020:
Liebe Cora, dazu kam mir folgendes als allererstes in den Sinn;
 Die Steinigung (JEHOVA! JEHOVA!) - Das Leben des Brian (Monty Python's Life of Brian).

Ich war schon als Kind bei der Greenpeace Jugend, darum weiss ich das 1) Die Menge das Gift mach und 2) Es nichts bringt Menschen zu bewerten, wenn man etwas verändern will.
Viel Erfolg noch beim Thunfische retten. Bin gespannt was du anschliessend oder vielleicht jetzt schon über die Rettung zu Berichten hast und wie es gelaufen ist.

Liebe Grüsse,
Serafina
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Cora (29) schrieb daraufhin am 18.01.2020:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Serafina äußerte darauf am 18.01.2020:
Schau mal, es geht in dem Text nicht darum, dass die Zukunft egal oder nicht zu retten ist. 1)Es heisst nicht die Probleme der Zukunft sondern Probleme in der Zukunft. 2) Sind die Probleme der Zukunft, aktuelle Probleme und keine künftigen Probleme, weil man jetzt schon weiss, dass es Probleme sind.

Es wäre nett, wenn du bitte ein bisschen mehr nachdenken würdest, wenn du einen Text liest. Ich finde es macht keinen konstruktiven Sinn irgendwelche frustrierten Kommentare unter einen Text zu schreiben. Manchmal ist es auch hilfreich weitere Texte des Autors/der Autorin zu lesen, um zu verstehen, ob man richtig liegt mit seiner Einschätzung.

Danke & Liebe Grüsse,
Serafina

Antwort geändert am 18.01.2020 um 22:56 Uhr
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Cora (29) ergänzte dazu am 19.01.2020:
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Serafina
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Veröffentlicht am 18.01.2020, 6 mal überarbeitet (letzte Änderung am 18.01.2020). Textlänge: 1.169 Wörter; dieser Text wurde bereits 67 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 16.09.2020.
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