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von Lluviagata

Mein Mund spürt den Atem der Nacht, ihr Kadaver
zersetzt sich bereits, wird zu schwammigem Blau,
Das Funkeln der Sterne vergreist im Palaver
und fällt in den Rinnstein, zerschlissen und mau.

Ich mag kein verkrustendes Sehnen mehr, schleiche,
mein Herz in der Tasche, am Ufer entlang.
Die Wasser sind sprachlos, und Sturm trägt das bleiche
Gewölle der Zuversicht über den Hang.

Das Ding aber flattert, erbarmungslos brennend
wie schwärendes Blut unter baumhohem Grind,
zerstörerisch krampft es mich nieder zu zwingen.

Doch endlich ertrinkt es. Ein trotziges Kind,
das wütend zurückschlägt, sein Schicksal erkennend:
Vermag eine Nachtigall winters zu singen?

 
 

Kommentare zu diesem Text


LottaManguetti
Kommentar von LottaManguetti (14.02.2020)
Eine Nachtigall singt das gesamte Jahr über, nur wo ist die Frage.



Lotti - Pionti
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tueichler
Kommentar von tueichler (14.02.2020)
Saustark! Ein Gedicht, das Gedicht!

😎
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Kommentar von Ralf_Renkking (14.02.2020)
, Llu, echt .

Ciao, Frank
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