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Der Eklat

Szene zum Thema Beziehung


von Sätzer

Georg war sehr groß und ein ruheloser Wanderer über die Berge und Abhänge des Lebens. Seit ein paar Wochen ließ er sich mit Marlene zum ersten Mal auf eine intensivere Beziehung ein. Sie, sehr viel kleiner und etwas beleibt, besaß einen scharfen Verstand. Ohne eine gewisse Führung stolperte sie jedoch oft ziellos herum. Insofern glaubte sie, dass Georg der richtige Mann für eine gemeinsame Zukunft sein könnte. Er empfand ihren Körper wie ein Stück Butter mit guter Streichfähigkeit und glaubte, dass er sie in seinem Sinne auch mental formen könnte.
An einem Wochenende im Spätherbst wanderten sie in den Harburger Bergen. Der Himmel war in heftiger Bewegung. Ein Westwind trieb Wolkenfetzen wie ein zerfleddertes Kartenspiel gen Osten. Die kalte Luft fühlte sich an wie Eiswasser in ihren Kehlen und kroch unter ihre Kleidung. Sie waren zu dünn angezogen, kehrten vorzeitig um und gingen mit schnelleren Schritten zurück zur S-Bahn-Station Harburg. Glücklicherweise fuhr gerade ein Zug in den Bahnhof ein. Sie setzten sich nebeneinander in Fahrtrichtung, weil Marlene das Gefühl nicht mochte, rückwärts zu fahren. Georg betrachtete schweigend ihre Hände, die auf ihren Oberschenkeln ruhten. Sie schaute gelangweilt aus dem Fenster. Plötzlich sagte er wie beiläufig:
„Deine Fingernägel sehen aus, wie wenn da eine Maus dran genagt hat.“
Sie schaute ihn entsetzt an, sprang auf und schrie:
„Hast du sie noch alle du Arschloch.“
Dann eilte sie ans andere Ende des Waggons. Er blieb wie gelähmt sitzen. Beim nächsten Halt stieg sie aus Bahn und Beziehung, wartete erregt auf den nächsten Zug.
Er dröselte vor sich hin und dachte, dass es dann wohl nichts mehr werden würde mit der Formung von Butter.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Stelzie
Kommentar von Stelzie (17.02.2020)
Ich musste mehrmals schmunzeln. Der gute Georg hat wahrscheinlich ein grundlegendes Problem, wenn er die Frau, die er "möchte" formen will. Und dann gibt der auch noch einfach so auf und dröselt vor sich hin! Männer gibt es!
Ich mag den Text alleine schon wegen der Butter.

Liebe Grüße
Kerstin
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Sätzer meinte dazu am 17.02.2020:
Na, dann ist der Tag ja gerettet
Dank dir, auch für die Empfehlung und mach das Beste aus dem Tag. LG Sä
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AchterZwerg
Kommentar von AchterZwerg (17.02.2020)
Um es fischig zu sagen (nur umgekehrt): Es wird sicherlich wieder ein paar Leute geben, die deinen Text schlecht finden; ich gehöre nicht dazu.- Wer aus dem Leben greift, trifft halt nicht jedermanns Geschmack,

der unbeleibte8.
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Sätzer antwortete darauf am 17.02.2020:
Große Worte lieber Achter. Die Bereicherung von „Lobhudelei“ um diese bahnbrechende Variante. Ich werde beim KV-Chef beantragen, dass du den Hosenbandorden für besondere Verdienste im Kommunikationsgeschehen bei KV bekommst. So kann man sicher wieder alte Mitglieder aktivieren und neue gewinnen
Mit erfreuten Grüßen vom
Sätzer

Antwort geändert am 17.02.2020 um 08:38 Uhr
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niemand schrieb daraufhin am 17.02.2020:
Mir gefällt dieser Text auch, ganz besonders weil er nicht so im üblichen, glatten und gelackten Stil geschrieben ist. Kantig, zuweilen etwas trocken und mit ein wenig herbem Humor unterlegt. Ist nicht jedermanns Ding, hat aber eine eigene Prägung.
Mit lieben Grüßen, Irene
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Sätzer äußerte darauf am 17.02.2020:
Ich steh einfach mehr auf kantig und trocken. Ausnahme sind meine Oberhemden, die ich sehr akkurat bügle. Diese glatte Schwafelei von Politikern und auch manch Schriftstellern ist mir zu einschläfernd
LG Sä
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loslosch
Kommentar von loslosch (17.02.2020)
hier wurde eine sich anbahnende fehlentscheidung korrigiert.

das lyrich blickt dankbar zurück.
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Sätzer ergänzte dazu am 17.02.2020:
Yes indeed
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (17.02.2020)
hallo Uwe, die Butter- und die Mausmetapher haben einen Preis für Originalität verdient.
LG
Ekki
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Sätzer meinte dazu am 17.02.2020:
Das finnich auch. Dank für deine Empfehlung. LG Sä

Antwort geändert am 17.02.2020 um 16:28 Uhr
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AZU20
Kommentar von AZU20 (17.02.2020)
War vielleicht auch besser so. LG
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Sätzer meinte dazu am 17.02.2020:
Das denke ich auch bei diesem Drümpel.
Dank für deine Empfehlung und LG Sä
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Fisch
Kommentar von Fisch (17.02.2020)
Seit man Dir mal anriet, Sä, vielleicht etwas bildhafter zu schreiben, setzt du das auf eine durchaus konsequente Weise um, die gleichsam eine Art Metaphern-Blindenschrift erzeugt: wie aufgestickert wirken diese Bilder, eingeklebt in einen ansonsten schlichten Stil. Das ergibt eine eigentümliche, sätzerkastenhafte Textbeschaffenheit, die ich hier nicht ohne fröhliches Behagen las,
F.
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Sätzer meinte dazu am 17.02.2020:
Hallo Fisch,
also nun mal langsam. Bildhaft (teils mit Metaphern und Gleichnissen) schreibe ich nun schon seit einigen Jahren. Kommt allerdings ganz aufs Genre an. Bei Essays eher kaum, obwohl das inzwischen auch in seriösen Magazinen zum Teil gemacht wird, bei längeren Erzählungen eher wenig und bei Kurzgeschichten liegt der Schwerpunkt im Spannungsbogen und dem Plot am Ende.
Auch wirst du in meiner Schreiberei, wie auch in meiner Malerei kaum stromlinienförmige Texte bzw. Bilder finden. Ich liebe mehr die Texte und Bilder mit Kanten und Ecken. Dafür brauche ich keinen Anstoß, die sind menschimmanent bei mir. Wer es nicht mag, kein Problem, muss es ja nicht lesen.
Klar haben mich in den Jahren hier bei KV Resonanzen und Dissonanzen beeinflusst, aber nur wenig an meinem Grundstil geändert. Da brauchst du nur mal in ältere Texte zu schauen.
Dank für deinen Kommentar und einen schönen Abend
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Fisch meinte dazu am 17.02.2020:
Sä, ich kram jetzt nicht den Text raus, unter welchem kommentarlich stand, du wollest mehr mit Metaphern operieren, also, statt Sätze wie:

Er begehrte ihre eindrückliche Bereitschaft, sich auf ihn einzulassen.

fortan eher zu sätzern:

Er spürte deutlich ihre Buttrigkeit und das Sehnen nach seinem Schmiermesser.

(Das ist ein Symbolbeispiel.)

Es ist noch noch lange her, als ich das unter deinen Texten las.

Und das ist ja auch gut so.

F.
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Sätzer meinte dazu am 17.02.2020:
Das muss länger her sein. Aber nichts für ungut, die Gegenwart ist entscheidend. Also Daumenhoch für dein fröhliches Behagen an diesem Text
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eiskimo
Kommentar von eiskimo (17.02.2020)
Klein und beleibt, daraus folgt bei dir Butter.
Lang und duenn, ist das dann Margarine??
Jedenfalls streich(el)faehig....
inspirierte Gruesse
Eiskimo
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Sätzer meinte dazu am 17.02.2020:
Ein Pfund Butter entspricht einem Pfund Margarine vom Gewicht her. Die Streichfähigkeit von Butter ist i.d.R. größer, mal ausgenommen die Softversionen von Margarine. Probies mal aus beim Frühstück und am lebenden Körper
Merci für deine Empfehlung und
LG Sä
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Sin
Kommentar von Sin (17.02.2020)
Er empfand ihren Körper wie ein Stück Butter mit guter Streichfähigkeit und glaubte, dass er sie in seinem Sinne auch mental formen könnte.


So so, und am Schluss wartete sie "erregt" auf den nächsten Zug und "er dröselte vor sich hin und dachte, dass es dann wohl nichts mehr werden würde mit der Formung von Butter."

Sätzer, Du erklimmst langsam surreale Bilderwelten. Vielleicht solltest Du es doch nochmal mit Lyrik versuchen? LG Sin
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Sätzer meinte dazu am 17.02.2020:
Na ja Sin, ein paar lyrische Prosatexte gibts schon von mir hier bei KV, doch reine Lyrik ist nicht so mein Ding - zu sehr l´art pour l´art . Aber wer weiß, wo es mit mir hingeht. Ich hab gelernt die Gegenwart zu leben und nicht dauern Pläne zu machen - ein langer Prozess in meiner Entwicklung. Ich sehe es gelassen.
Dank dir, auch für die Empfehlung und LG nach Hamburg, wo auch diese Episode spielt.
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Dies ist ein Text des mehrteiligen Textes Die Zweierbeziehung (Kurze Prosa).
Veröffentlicht am 17.02.2020, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 17.02.2020). Textlänge: 273 Wörter; dieser Text wurde bereits 615 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 02.04.2020.
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