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HDR, HDR10, 4K Pixel Precise Ultra, Bonanza und Die Waltons

Tagebuch zum Thema Fortschritt


von Stelzie

Ich habe einen Fernseher. Der ist nicht sehr groß und nicht sehr neu. Können tut der auch nix. Also außer das, was er als Fernseher können sollte: Er zeigt mir bewegte Bilder und liefert auch den Ton dazu. Mehr muss ein Fernseher nicht können.
Allerdings ist der Gute seit einiger Zeit etwas kränklich. Er rauscht. Mal mehr, mal weniger, aber konstant. Das hindert mich am Einschlafen. Ich schlafe sehr gern.
Allerdings schaue ich auch gern Filme. Gute Filme. Aber... eher selten.
Neulich flatterte mit der Werbung auch ein im rotem Farbton gehaltenes Blättchen ins Haus. Darauf waren neben Kaffeeautomaten, Bügeleisen und Waschmaschinen auch Fernseher zu sehen. Junior meinte, es wäre nicht falsch, den Steinzeitfernseher zu entsorgen.
Er erklärte mir die heutige TV- Welt.
Auf jeden Fall, so meinte er, sollte das Gerät mit 4K Pixel und HDR10 ausgestattet sein. Internetfähigkeit versteht sich von selbst. Motionflow XR 800Hz empfiehlt man mir ebenfalls.
In diesem Moment war ich raus! Ich ließ mir noch erklären, dass man damit den Schnee weißer und die Nacht schwärzer sehen kann...
Bei "Netflix" war ich dann wieder mit im Spiel. Ich schaue gerne gute Filme. Aber... eher selten. Das könnte sich ändern. Also das "Selten". Geduldig wurde mir der Unterschied zwischen Netflix, Mediathek und Amazon Prime erklärt.
Zwischenzeitlich überlegte ich, ob ich mit High Heels und meinen zu engen Jeans in eben diesen Markt einkaufen gehen sollte oder einfach als nette, ältere, hilflose Dame... Wem hilft man wohl am ehesten?

Abends, beim Einschlafen vor meinem Steinzeitfernseher, dachte ich an Bonanza und Die Waltons. Daran, wie damals die ganze Familie abends vor dem Fernseher saß.  Als jüngstes von vielen Kindern hatte ich mehrere Privilegien. So durfte ich zum Beispiel auch auf dem Fußboden sitzen. Ganz nah bei den Schwarz- Weiß- Indianern und Cowboys. Meine Eltern mussten mir immer wieder erklären, dass das alles Schauspieler sind und der Mann, der dort am Galgen hängt, in Wirklichkeit noch lebt.  Mitleid hatte ich damals schon. Auch mit Gaunern.

Irgendwann hörte ich jemanden aus der Ferne "Gute Nacht John Boy" sagen...

 
 

Kommentare zu diesem Text


Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (23.02.2020)
Gebetsmühle: Es ist einfach kein guter Stil, einen Text mit "ich" zu beginnen. Ansonsten gerne gelesen.
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eiskimo meinte dazu am 23.02.2020:
Ich am Anfang ist völlig okay.
Ich nehme mir die Freiheit, auch diesen Kommentar mit Ich zu beginnen.
Ich lässt damit vom ersten Wort an klar sein, wer redet. Ich empfinde das als guten Leserservice. Da stilistisch andere zu schulmeistern, gebetsmühlenartig, stößt mir moralinsauer auf.
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Stelzie antwortete darauf am 24.02.2020:
Danke Dieter. Da es sich ja um das Genre "Tagebuch" handelt, finde ich den Anfang in Ordnung. Für etwas anderes müsste ich zu viel Text umbauen, was in meinen Augen nicht nötig ist.
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Dieter_Rotmund schrieb daraufhin am 24.02.2020:
Nun gut, wenn Du einfach nur die gängigen, dutzendfach gelesenen 08/15-Standards für Tagebucheinträge-Anfänge übernehmen willst, dann ist das natürlich okay.
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Stelzie äußerte darauf am 24.02.2020:
Ich merke es mir einfach für die Zukunft. Das ist doch auch okay, oder?
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Dieter_Rotmund ergänzte dazu am 24.02.2020:
Ja, sicher. Möchtest Du mal eine Gastkolumne für uns (Donnerstagsteam) schreiben? Sie darf auch mit "Ich" beginnen ...
Thema ist frei.
Einfach mir als PN zuschicken.
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Ralf_Renkking meinte dazu am 24.02.2020:
Mensch Dieter, vergleich doch mal: "Mein Fernseher ist weder sehr groß noch sehr neu ..." Da klingt obiger Beginn doch wohl um einiges authentischer und interessanter, nicht wahr?
Außerdem schaden Verbesserungsvorschläge einem Kommentar keineswegs, es sei denn, er hat einen schlechten Ruf zu verteidigen.
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Dieter_Rotmund meinte dazu am 24.02.2020:
"Mein Fernseher ist weder sehr groß noch sehr neu ..."

Ja, Frankralf, genau richtig erkannt, dass wäre ein um vielfaches besserer Textbeginn gewesen!
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Ralf_Renkking meinte dazu am 24.02.2020:
... und Deine Rhetorikkutsche braucht auch mal wieder einen ordentlichen Schuss Schmieröl.
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eiskimo
Kommentar von eiskimo (23.02.2020)
Sehr schön die veränderte Wahrnehmung unseres liebsten Familienmitglieds eingefangen - es ist bunter und vielfältiger,ja, kaum mehr überschaubar geworden . Aber fasziniert uns auch weniger. Finde ich zumindest, der ähnlich hilflos da steht wie Du angesichts der immer neuen - wie sagt man so schön: features...
flimmernde Grüße
Eiskimo
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Stelzie meinte dazu am 24.02.2020:
Das Problem ist für mich auch: Selbst der teuerste Fernseher kann nichts für den Inhalt, den er senden muss
Ich danke dir für deine Worte und die Empfehlung.

Liebe Grüße
Kerstin
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Sätzer
Kommentar von Sätzer (23.02.2020)
Ich als Ex-Elektroingenieur bin inzwischen auch überfordert mit all diesem Schnickschnack moderner Technik
LG Sä
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Stelzie meinte dazu am 24.02.2020:
Siehste Da kannst du dir meine Hilflosigkeit wenigstens ein kleines bisschen vorstellen.
Ich danke dir auch fürs Empfehlen.

Liebe Grüße
Kerstin
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Moja
Kommentar von Moja (23.02.2020)
Ach ja, und Lassie und Flipper.... , denke ich wehmütig, aber lachen musste ich über den Gedanken der Verkleidung, wenigstens da bleibt einem noch die Wahl.

Erheitert grüßt,
Moja
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Stelzie meinte dazu am 24.02.2020:
Ja, ganz so hilflos sind wir dann doch nicht, liebe Moja

Vielen Dank, auch für deine Empfehlung.
Liebe Grüße
Kerstin
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Graeculus
Kommentar von Graeculus (23.02.2020)
Gut beschrieben, wie einem der technische Fortschritt über den Kopf wächst.
Auch dieses Detail
Meine Eltern mussten mir immer wieder erklären, dass das alles Schauspieler sind und der Mann, der dort am Galgen hängt, in Wirklichkeit noch lebt.

konnte ich gut nachvollziehen, der ich mich als Kind immer gefragt habe, wo die all die Leichen hernehmen, die in den Filmen herumliegen.

Verstehen wir heute mehr, oder hat sich nur unser Unverständnis verlagert?
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Stelzie meinte dazu am 24.02.2020:
Deswegen, lieber Graeculus, bist du Wissenschaftler und ich Krankenschwester geworden Wir sind einfach unserer Bestimmung gefolgt...

Verstehen wir heute mehr? Das glaube ich eher nicht. In manchen Dingen sind wir unendlich dumm. Wir hören nicht mehr auf das, was unser Körper uns sagt, sondern auf die Werbeindustrie. Wir wollen auch unseren Geist nicht mehr schulen, wir googeln.
Ich bewundere Menschen, die irgendwo als Aussteiger leben. Die müssen richtig klug sein! So ganz ohne die Technik der heutigen Zeit zu überleben, erfordert schon einiges an Hirnwindungen.

Danke für deinen zum Nachdenken anregenden Kommentar und die Empfehlung.

Liebe Grüße
Kerstin
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una
Kommentar von una (23.02.2020)
Ich empfehle Dir den Junior beim Kauf einfach mitzunehmen. .
Köstlich erzählte Geschichte liebe Stelzie. ( mein Junior meint auch mein Fernseher wäre aus der Steinzeit obwohl er erst 5 Jahre alt ist und bei Bedarf noch einwandfreie Bilder liefert )

LG una
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Stelzie meinte dazu am 24.02.2020:
Das ist natürlich auch möglich. Ich befürchte nur, wenn er sich dann mit dem Verkäufer unterhält, verstehe ich wieder nix

Danke liebe una, auch für deine Empfehlung.
Liebe Grüße
Kerstin
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AchterZwerg
Kommentar von AchterZwerg (23.02.2020)
Mir taten vor allem die Indianer leid.
Manchmal kam es vor dem Bildschirm zum Eklat - aber auch in Lichtspielhäusern. Nämlich immer dann, wenn ich die tief empfundene Ungerechtigkeit in die Welt geschrien hatte.

Heute tue ich mir öfter selber leid. Neulich erst wieder, als mir Herr Microsoft windows 10 aufzwang ... wenigstens gab es den bildschönen, superschlauen Acer dazu.

Herzlichst
der8. (noch im Hier, doch selten im Jetzt)
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Stelzie meinte dazu am 24.02.2020:
Selbst in Schwarz-Weiß und ohne hochauflösendes Irgendwas konnten wir mitfiebern vor der Flimmerkiste. Empathiefähiger macht HDR10 auf keinen Fall...

Danke dir, auch für deine Empfehlung.
Liebe Grüße
Kerstin
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TrekanBelluvitsh
Kommentar von TrekanBelluvitsh (23.02.2020)
Auf der einen Seite verstehe ich das. Auf der anderen Seite: Nur weil es Schriftliches von Barbara Cartland gibt, habe ich noch niemanden zu einer grundsätzlichen Kritik gegen Bücher anheben hören.
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AchterZwerg meinte dazu am 24.02.2020:

Da hast du auch wieder Recht, Trekanchen!
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Stelzie meinte dazu am 24.02.2020:
Der Inhalt oder auch "Gehalt" der Sendungen wird auch durch den teuersten Fernseher nicht besser. Deshalb war ich auch immer noch mit meinem "Alten" recht zufrieden...

Dankeschön, auch fürs Empfehlen.
Liebe Grüße
Kerstin
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (23.02.2020)
hallo Kerstin, heute kann das Fernsehen mit hunderten von Programmen dazu beitragen, die Geschmäcker zu differenzieren. Früher einte es die Nation. Wenn zum Beispiel von Durbridge "Das Halstuch" gebracht wurde, waren die Straßen wie leer gefegt. Das hatte den Vorteil, dass man in Gesellschaft schnell ein gemeinsames Thema fand. Dennoch ist mir die heutige Programmvielfalt lieber.
Liebe Grüße
Ekki
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Stelzie meinte dazu am 24.02.2020:
Danke lieber Ekki, ich gebe dir soweit recht. Manchmal frage ich mich allerdings, warum bei den vielen Prorammen nur selten eine Sendung dabei ist, die mich wirklich interessiert. Vielleicht ist die Vielfalt trotz vieler Programme, geringer als man annimmt?

Liebe und grübelnde Grüße
Kerstin
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princess
Kommentar von princess (23.02.2020)
Ein halbes Leben lang hat so eine gute alte Röhre mich begleitet. Ich erinnere mich noch an die Zeit, als es plötzlich ein zweites (!) deutsches Fernsehen gab. Es ging einfach nicht in meinen kindlichen Kopf, wie man "zwei Fernsehen" auf einem Gerät empfangen konnte. Als einen der größten Skandale meiner Jugend empfand ich, dass die Sportschau und die Hitparade zeitgleich auf verschiedenen Programmen liefen. Und Papa sich immer durchsetzte.

Heute habe ich keinen Fernseher mehr. Und vermisse ihn kein bisschen.

Dein Text? Einfach schön zu lesen, so zwischen Nostalgie und heute.

Liebe Grüße
Ira

Kommentar geändert am 23.02.2020 um 19:44 Uhr
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Stelzie meinte dazu am 24.02.2020:
Danke liebe Ira. Ich bewundere Menschen, die ohne Fernseher existieren können. Aber je mehr ich drüber nachdenke: Vielleicht würde mir ja auch nichts fehlen... Tatsächlich käme es wohl auf einen Versuch an.

Vielen Dank und einen lieben Gruß
Kerstin
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Ralf_Renkking meinte dazu am 24.02.2020:
Obwohl ich dem Fernsehprogramm abgeschworen habe, könnte ich mir meine Wohnung ohne TV kaum noch vorstellen, irgendwie wirkte sie trist und leer, außerdem ab und an eine Blue-Ray über Großbild in 3D anzuschauen hat schon was, finde ich.

Ciao, Frank
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Al-Badri_Sigrun
Kommentar von Al-Badri_Sigrun (23.02.2020)
Liebe Kerstin,

ja, unsere Kinder - bei mir sind es bereits die Enkelkinder - wissen so viel über die digitale Welt, sind World-Best-Berater. Was braucht man da noch den Fachverkäufer?

Lächelnde Grüße
Sigrun
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Stelzie meinte dazu am 24.02.2020:
Das ist wohl wahr, liebe Sigrun. Aus diesem und aus so vielen anderen Gründen ist es so wertvoll, mit jungen Menschen zu kommunizieren.

Danke dir, auch fürs Empfehlen
Liebe Grüße
Kerstin
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Stelzie
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Veröffentlicht am 23.02.2020, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 24.02.2020). Textlänge: 334 Wörter; dieser Text wurde bereits 120 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 24.05.2020.
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