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Großer Gott, wir loben dich

Anekdote zum Thema Dank/(Un-)dankbarkeit


von EkkehartMittelberg

Heute hat Moja ein schönes Erinnerungsbild über eine alte Kaffeemühle eingestellt. Das erinnert mich an meine Urgroßeltern. Meine Urgroßmutter hatte eine Patentschneiderei, mit der sie viel Geld verdiente. Die kleine, energische und strenge Frau war für die damalige Zeit sehr emanzipiert. Das konnte sie sich aufgrund ihres beruflichen Erfolgs leisten.
Ganz anders mein Urgroßvater. Ich habe nie erfahren, ob er einen Beruf hatte. Er soll sich als Rentier bezeichnet haben. Das Geld, das meine Urgroßmutter verdiente, gab er zum Beispiel als Dauerschützenkönig mit vollen Händen aus. Er war immer heiter, zu Späßen aufgelegt und die Güte in Person. Meine Urgroßmutter soll ihn sehr geliebt haben. Er zeigte sich entsprechend dankbar. Jeden Morgen lief er mit der Kaffeemühle durchs Haus, verbreitete ein gutes Aroma und sang voller Inbrunst: „Großer Gott, wir loben dich.“

 
 

Kommentare zu diesem Text


AZU20
Kommentar von AZU20 (08.03.2020)
So sind sie halt- geschlechterspezifisch. LG
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 08.03.2020:
Danke. Armin, ich kenne mich geschlechtsspezifisch nicht so aus, aber ich finde es schön, dass zwei so gegensätzliche Menschen zueinander gefunden haben.
LG
Ekki
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Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (08.03.2020)
Satzzeichen sind in Überschriften/Titeln zwar verpönt, aber nicht verboten. Sollte man sie dennoch benutzen wollen, befreit das nicht von der Regel, dass hinter jedem Komma ein Leerzeichen folgen muss.
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EkkehartMittelberg antwortete darauf am 08.03.2020:
Hallo Dieter, ich bin für jede Korrektur zur Interpunktion und Grammatik dankbar. Aber mal unter uns: Könntest du dir vorstellen, dass ich das mit dem Leerzeichen hinter dem Komma weiß? Ein Hinweis per PN wäre nett gewesen. Aber mach ruhig weiter so. Ich gewinne allmählich von dir das Bild, dass du der Lehrer Hempel von KV bist.

Antwort geändert am 08.03.2020 um 19:22 Uhr


Antwort geändert am 08.03.2020 um 19:24 Uhr
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Aha schrieb daraufhin am 08.03.2020:
Lehrer Lämpel in Max und Moritz von Wilhelm Busch?

Wenn Du den meinst, dann wäre das eine abgespeckte Version von unserem Sonnenschein.
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EkkehartMittelberg äußerte darauf am 08.03.2020:
Merci, Aha, den meinte ich. Dieter wird es egal sein, ob er Hempel oder Lämpel heißt, solange in dem Namen kein Komma fehlt, das er beanstanden könnte.
Kommatöse Grüße
Ekki
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Dieter_Rotmund ergänzte dazu am 09.03.2020:
Ekkehart, ich weiß, daß Du das weißt.
Aber es lesen ja noch andere mit. Deshalb keine PN, deshalb öffentlich. Transparent.
Das ist ein wenig lehrerhaft, ja.
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Graeculus
Kommentar von Graeculus (08.03.2020)
Er hätte auch beten können: "Gott, erhalte mir meine Gesundheit und die Arbeitskraft meiner Frau." Aber das wäre ihm wohl zu zynisch erschienen. Überraschend ist für mich: "Meine Urgroßmutter soll ihn sehr geliebt haben." Es gibt keine allgemeingültige Regel für eine gelingende Ehe. Außer vielleicht die des Augustinus: "Liebe, und dann tu, was du willst."
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 08.03.2020:
Merci, Graeculus, dieser Aphorismus von Augustinus, den ich nicht kannte, passt wie Chi, Chi zu dem Aroma des Kaffees.
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Graeculus meinte dazu am 08.03.2020:
"Dilige, et quod vis fac“ in seiner nicht so bekannten Schrift In epistulam Ioannis ad Parthos
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 08.03.2020:
Ich werde fortan mehr lieben, um …. .
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Jo-W.
Kommentar von Jo-W. (08.03.2020)
eine beeindruckende Verbindung -Gruß Jo
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 08.03.2020:
Grazie, Jo, es ist ja nicht immer so, dass der Herr zusammenfügt, was zueinander passt
LG
Ekki
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TrekanBelluvitsh
Kommentar von TrekanBelluvitsh (08.03.2020)
Es macht also scheinbar doch einen Unterschied, ob jemand das Geld eines andern mit Dankbarkeit ausgibt, oder als Selbstverständlichkeit ansieht.
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 08.03.2020:
Merci, Trekan, wahrscheinlich wird es großzügiger fließen, wenn es gelingt, dem Anderen das Gefühl von Dankbarkeit zu vermitteln.
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LottaManguetti
Kommentar von LottaManguetti (08.03.2020)
Glücklich ist, wer solche Vorfahren hat und sich an diese auch erinnern kann.

Lotta
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 08.03.2020:
Danke, so ist es, Lotta, ich bin jetzt dabei, meine Enkelin auf den Wert solcher Erinnerungen einzustimmen.
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Teichhüpfer
Kommentar von Teichhüpfer (08.03.2020)
Selbstständig ist auch so ein Beruf.
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 08.03.2020:
Merci, Teichhüpfer, ich kann nachvollziehen, dass das jemand anstrebt.
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Teichhüpfer meinte dazu am 09.03.2020:
Rentenversicherung ist etwas ganz anderes als die meisten glauben, subventionierte Versicherungen eben.
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Aha
Kommentar von Aha (08.03.2020)
Und ich dachte, Moja hätte ein Bild von ihrer alten schönen Kaffeemühle eingestellt. Ich hole dann das (in meinem Sinne) nach:

 externer Link

Obwohl, so schön ist die ja wieder auch nicht. Wie wärs mit dieser:

 externer Link

Saludos
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 08.03.2020:
Tandaradei, ist die schön, Aha, Wenn mein Großvater eine so schöne besessen hätte, wäre ihm glatt noch eine Strophe mehr über die Lippen gekommen.
Gracias
Ekki
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Sätzer
Kommentar von Sätzer (08.03.2020)
Es gibt die eigenartigsten Verbindungen, die funktionieren. Hinter einer heilen Fassade kann es allerdings auch düster sein.
LG Sä
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 08.03.2020:
Danke, das stimmt.. Meine Urgroßeltern hatten wohl das Glück, dass auch hinter der Fassade heiteres Licht war.
LG
Ekki
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AchterZwerg
Kommentar von AchterZwerg (09.03.2020)
Dein Großvater hatte ja auch allen Grund zum Lobgesang - obwohl in diesem Fall eine Göttin fast noch passender gewesen wäre.
Seinen Beruf als Rentier scheint er ebenfalls mit Inbrunst ausgeübt zu haben ... insgesamt also ein frommer Charakter.
[Als stete Thomas-Mann-Verehrerin fällt mir dazu sofort der vielsagende Begriff des "Privatiers" ein, der wäre allerdings für einen Schützenkönig zu hochgegriffen.]
Kurzum: Eine liebenswerte Erinnerung, für die du die passenden Worte gefunden hast.

Picola
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 09.03.2020:
Merci, Picola, ich vermute, dass mein gebildeter Urgroßvater den Begriff des Privatiers kannte. Wahrscheinlich wählte er - da folge ich dir- den Begriff des Rentiers, um es sich mit seinen Schützenbrüdern nicht zu verderben.
Ekki
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TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (09.03.2020)
Hallo Ekki,
dein Großvater hatte gut Singen. Viel hast du wohl nicht von ihm geerbt, ich vermute, du warst nie Schützenkönig
Deiner Großmutter hast du ein schönes Denkmal gesetzt. Passt, hatten wir doch grade den "Tag der Frauen"!
Herzliche Grüße
TT
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 09.03.2020:
Merci, mein Freund, da hast du Recht. Ich war nie Schützenkönig. Aber die gute Ehe meiner Urgroßeltern war mir immer ein Vorbild.
Herzliche Grüße
Ekki
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Kommentar von niemand (09.03.2020)
Anhand Deiner Anekdote sieht man mal wieder, auf welcher Grundlage eine sorglose Heiterkeit basiert. Man muss nur einen Dummen finden, der einem einen den Lebensunterhalt finanziert und schon kann man fröhlich singen. Graeculus hat
eine passende Bemerkung getan, die ich auch im Hinterkopf hatte:
Gott erhalte mir die Arbeitskraft meiner Ehefrau. Dafür will ich Dich ewig loben Zur damaligen Zeit war es aber ziemlich ungewöhnlich, denn da war wohl eher der arbeitsame Gatte, der
für eine Sorglosigkeit seiner Ehehälfte zuständig war.
Interessant solches zu lesen, lieber Ekki, weil ungewöhnlich.
Mit lieben Grüßen, Irene
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 09.03.2020:
Hallo Irene, du siehst ganz richtig, dass das Unzeitgemäße die Würze meiner kleinen Anekdote ist. Wenn ich älter gewesen wäre, hätte ich mich unter die Schützenbrüder meines Großvaters gemischt, um herauszufinden, ob sie sich insgeheim über ihn lustig machten, was ich vermute. Sollte das zutreffen, hatte er einen starken Charakter, um lächelnd über dem Spott zu stehen. Grazie und liebe Grüße
Ekki
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Kommentar von Cora (29) (09.03.2020)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 09.03.2020:
Danke, Cora, nach den Erzählungen meiner Großeltern waren sie wohl ein glückliches Paar, das klug genug war, nicht in Frage zu stellen, was es miteinander verband.
Ich denke, dass deine Anmerkung über den Spott von KV-Schreibern gegenüber religiösen Autoren humorvoll necken soll.
Ich bin ja auch nicht immer frei davon. Aber jetzt ganz ehrlich: Ich schätze Menschen, die für ihren Glauben einstehen und wenn sie Provokationen humorvoll kontern, umso mehr.
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Moja
Kommentar von Moja (09.03.2020)
Lieber Ekki, na, das ist ja eine Überraschung!

In Deinen wenigen Sätzen ist so viel gute Stimmung drin, ich hätte gern noch weitergelesen von Deinen Urgroßeltern.

Meine Kaffeemühle gehörte einst meiner Urgroßmutter. Wenn ich mit der alten Mühle Kaffee mahle, werde ich auch immer fröhlich.

Schmunzelnde Grüße -
es geht doch nichts über einen aromatischen Kaffee!

Moja
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 09.03.2020:
Merci, Moja, eine Kaffeemühle als Symbol für Fröhlichkeit. Man kann sich da gut vorstellen, die Vorfreude auf das köstliche Aroma des Kaffees und die kreisende Armbewegung, verbunden mit dem Einherschreiten in der Wohnung, die zu einem heiteren Gesang animieren.
Fröhliche Grüße
Ekki
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Al-Badri_Sigrun
Kommentar von Al-Badri_Sigrun (23.03.2020)
Hallo Ekki,

ich denke, dein Urgroßvater hatte enormes Glück, eine so fleißige und großherzige Frau an seiner Seite gehabt zu haben.

Eine schöne Anekdote!

Liebe Grüße
Sigi
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 23.03.2020:
Vielen Dank, Sigi, wahrscheinlich hat meine Urgroßmutter es als besonderes Glück empfunden, dass sein sonniges Gemüt immer nur auf sie gerichtet war.
Liebe Grüße
Ekki
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