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Unterm Johannisbrotbaum

Gedicht zum Thema Lebensbetrachtung


von Nighthawk

Ich denke gerade an die lyrischen Lieder des Psarandonis auf Kreta.
Meine Frau und ich saßen unter einem Johannisbrotbaum,
tranken roten Karavitakis, lauschten dem klagenden Klang
der Lyra, die den Sonnenuntergang zu beweinen schien.
Am Tag hatten wir das Grabmal von Kazantzakis besucht.
Dessen Grabinschrift ging mir nicht aus dem Kopf:

Ich erhoffe nichts. Ich fürchte nichts. Ich bin frei.

So einfach. So unfassbar einfach.
Aber doch so weit jenseits meines Lebens wie der unerreichbare Horizont.
Es war das erste Mal, aus diesem Grund komme ich darauf,
dass mich die Zikaden mit ihrem endlosen Gesang nicht nervten.
Der Wein, die Lyra, Psarandonis Gesang, dieses Wissen,
dass, wäre ich hier geboren, es hätte so sein können,
und es für einen kurzen Augenblick hier und jetzt auch so war,
machten mich still.

Für einen Moment erhoffte ich nichts. Ich fürchtete nichts.

Ich war frei.

Hier unterm Johannisbrotbaum.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Graeculus
Kommentar von Graeculus (09.03.2020)
Ich erhoffe nichts. Ich fürchte nichts. Ich bin frei.

So einfach. So unfassbar einfach.

Ja. Dahin muß man allerdings erstmal kommen. Ich meine: nicht nur für einen Moment. Das erscheint mir nicht einfach.

Kommentar geändert am 09.03.2020 um 00:05 Uhr
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Nighthawk meinte dazu am 09.03.2020:
Nein, gewiss nicht einfach. Aber vielleicht genügt es schon, auf dem Weg dahin zu sein.

LG
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juttavon
Kommentar von juttavon (09.03.2020)
Sehr schön!

Psarandonis Musik ist auch etwas Besonderes (es gibt gute Aufnahmen auf youtube) - und dann noch Kreta... - da wundert mich nichts mehr

HG Jutta
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Nighthawk antwortete darauf am 09.03.2020:
So uns der Virus keinen Strich durch die Rechnung macht, werden wir Mitte April unsere Trauminsel wieder besuchen. Es wird Zeit...wir sind reif für die Insel.

LG Nighthawkk
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tueichler
Kommentar von tueichler (10.03.2020)
Unfassbar einfach, der Gedanke und doch unfassbar kompliziert. Kann man lange drüber grübeln. Schöner Text!

😎
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Nighthawk schrieb daraufhin am 10.03.2020:
Danke!
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Kommentar von Ralf_Renkking (10.03.2020)
Nun, hoffentlich klappt das mit Eurem nächsten Urlaub, außerdem gilt der Johannisbrotbaum wegen der vielen Kerne seiner Früchte ja auch als Fruchtbarkeitssymbol.

Ciao, Frank
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Nighthawk äußerte darauf am 10.03.2020:
Was die Frunchtbarkeit betrifft: Gott oder wer auch immer bewahre.
Was den Urlaub betrifft: Ich denke die Chancen stehen momentan 50/50. Lassen wir uns überraschen, was die nächste Woche bringt. Danach müssen wir uns entscheiden...die Restzahlung steht an.

Gruß vom Hawk
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Veröffentlicht am 08.03.2020. Textlänge: 145 Wörter; dieser Text wurde bereits 85 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 19.09.2020.
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