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Ein ganz normaler Arbeitstag

Text zum Thema Hoffnung/Hoffnungslosigkeit


von Sin

.
Um sechs Uhr früh
klingelte der Wecker.
Ich stand auf, ging ins Bad,
zog mich an,
machte mir einen Kaffee
und setzte mich an den Küchentisch.

Dann schaltete ich das Radio an.
Aus aktuellem Anlass
brachten sie eine Live-Reportage:

Eine junge Frau hatte ihren PKW
mit Autogas betanken wollen
und dabei den

LPG-Adapter
-Einfüllstutzen


im Schraubgewinde einer Zapfpistole verkeilt.

Bei dem Versuch,
die Gewinde wieder voneinander zu lösen,
hatte sie das Universum
so unglücklich verknotet,
dass ein Riss entstanden war,
der Materie ansaugte
und in großen Mengen entweichen ließ.

Den Experten an der Unglücksstelle
war es trotz des Einsatzes
von schwerem Gerät und Material
nicht gelungen,
den Riss wieder abzudichten.

Nun waren sie ratlos
und sahen hilflos dabei zu,
wie ganze Teile des Planeten
im Sog eines dunklen

Nichts

entschwanden.

Es herrschte Chaos, Panik und Entsetzen.

„Man könnte ja vielleicht mit einem Pflaster oder so?“

Ich hatte genug gehört
und schaltete das Radio aus.

Dann stand ich auf,
nahm noch einen letzten Schluck
aus der Kaffeetasse,
griff mir die Werkzeugkiste
und zog meine Mundwinkel
weit nach unten.

Denn ich wusste:

Es wird wieder mal ein langer Tag!

.

Anmerkung von Sin:

.
© Sin 2020 / 2016 (Neufassung/Wiederveröffentlichung)

  Warrior


 
 

Kommentare zu diesem Text


TrekanBelluvitsh
Kommentar von TrekanBelluvitsh (26.03.2020)
Ich denke, das ist Gott selbst schuld. Er baut was, und ist dann so arrogant, dass er es schon nach einem oberflächlichen Alphatest meint, es sei fertig.

Ich wette, die anderen haben ihn ausgelacht. Tja, Kinder können untereinander so gemein sein...
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Sin meinte dazu am 26.03.2020:
Hallo Trekan, dass Gottes glorreiche Schöpfung so einige Mängel aufzuweisen hat, das hat sich inzwischen wohl überall herumgesprochen. Aber vielleicht ist es ja unsere Aufgabe an dieser Nummer ein bisschen zu drehen, ich meine trotz der eigenen Unzulänglichkeiten. Ich kann mir nicht helfen, aber insgesamt gefällt mir diese durchaus idealistische Denkrichtung, auch wenn sie zugegebenermaßen fast immer eines Besseren belehrt wird. Aber Widersprüche gilt es eben auszuhalten. Hat ja niemand gesagt, dass dieses Leben einfach und gerecht ist. Hab Dank und LG, Sin
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Aha antwortete darauf am 27.03.2020:
Man könnte aber auch ... es anders sehen.

Welcher Gott, der auf sich was hält, würde sich schon gerne nachsagen lassen, er sei kein guter Pädagoge und würde seinen Kindern keine Arbeit übrig lassen?!
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AchterZwerg
Kommentar von AchterZwerg (26.03.2020)
Der liebe Gott und sein desaströser Spielkamerad tragen selber Mitschuld, da hat Trekan ganz Recht.
Aber müssen die deshalb gleich die ganze Werkzeugkiste umschmeißen und auf ihr herumtrampeln?

Trotzdem: Frohes Schaffen, Sin

der8.
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Sin schrieb daraufhin am 26.03.2020:
Du sagst es, Achter! Wie soll ich bei diesem ganzen Tohuwabohu denn jetzt mein Werkzeug finden? Hammer, Schraubenschlüssel und Kneifzange liegen irgendwo in der Welt verstreut und es ist nicht einmal mehr möglich, noch einen Flug ins Ausland zu buchen. Wurde nicht bis vor kurzem noch das Zauberwort von der globalisierten Mobilitätsgesellschaft großkotzig in aller Munde geführt? Tja, so schnell kann es gehen. Also unter diesen Umständen bin selbst ich gezwungen, meine Arbeit vorläufig einzustellen. Bleibt also nichts anderes übrig, als dass sich ein jeder von uns am Unmöglichen versuchen muss. In diesem Sinne sei lieb und optimistisch gegrüßt von Sin.

Antwort geändert am 26.03.2020 um 16:14 Uhr


Antwort geändert am 26.03.2020 um 16:21 Uhr
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AvaLiam
Kommentar von AvaLiam (26.03.2020)
Es gibt da so ein Buch über Dinge, die einfach verschwinden und irgendwo wieder auftauchen, in einer anderen Welt... Das ist ist gar nicht so primitiv, wie sich die Kurzbeschreibung hier liest.
Da tauchen tausende Socken auf, Kugelschreiber, Knöpfe... Knöpfe sag ich dir - allein mit denen könnte man in der anderen Welt bezahlen, so viele.
Und Menschen - Sin - Menschen, die man schon ewig vermisst hat, liegen sich wieder im Arm.
Seitenweise Wiedersehensfreude. Und ab und an ein groteskes Bild, da in dieser Welt nur existiert, was irgendwer irgendwann irgendwo irgendwie verloren hat.

Und ich bin mir sicher, nicht alles, was HIER fehlt, taucht dort auf, weil es bedingt, dass es vermisst wurde.

Mit dieser Schlussfolgerung kann ich über einen Riss im Universum hinwegsehen und hoffen, dass die verlorene Materie viel fort genommen hat von Dingen, die hier keiner vermissen würde.
Wobei negatives Gedankengut wohl zu den hartnäckigen Beständen zählt, die bombenfest verankert sind.
Von schlechten Charakteren und fehlbesetzten Regierungssitzen mal ganz abgesehen.

Ja, da kommt wohl ein wenig Arbeit auf dich zu...die Welt zu retten.
Ein Pflaster reicht da sicher nicht aus.
Aber mit jedem guten Wort, und jeder guten Zeile, legen wir Balsam auf Wunden.
Das ist ein Anfang,
ein guter.

Also schreib was das Zeug hält und achte auf Tippfehler, vergiss bloß keine Satzzeichen. Sonst müssen die im Paralleluniversum wieder die Buchstabensuppe auslöffeln.

lG - Ava

Kommentar geändert am 26.03.2020 um 08:50 Uhr
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LottaManguetti äußerte darauf am 26.03.2020:
Danke, Ava. Du hast gerade meinen Tag verschönt!

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Graeculus ergänzte dazu am 26.03.2020:
Weißt Du noch, wie das Buch heißt?
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Sin meinte dazu am 26.03.2020:
Ja, Ava, da kann ich Lotta nur zustimmen: den Meinigen hast Du auch verschönt. Toller Komm! Den Buchtitel würde ich übrigens auch gerne noch wissen. Hab herzlichen Dank und LG, Sin
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AvaLiam meinte dazu am 26.03.2020:
Das freut mich Lotta und Sin - dann ist meine gute Tat für heute geschafft.

Der Buchtitel lautet "Vermiss mein nicht" und ist von Cecelia Ahern.

Jetzt erklingt bestimmt so ein Raunen von wegen Kitschroman.

Ne - ich fand den echt ganz gut.
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Al-Badri_Sigrun meinte dazu am 27.03.2020:
Liebe Ava,

ich lupfe meinen Hut vor deinem Kommentar!

Ganz liebe Grüße
Sigrun
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TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (26.03.2020)
Mein lieber Sin,
dein aufrüttelnder Bericht, gibt mit Gelegenheit mich bei all denen zu bedanken, die tagtäglich die Welt retten und ich weiß wovon ich sprech, schließlich hab ich auch so einen in der Familie, der mit der Werkzeugtasche neben dem Bett schlafen geht.
Allein eure stille Bescheidenheit ist beeindruckend. Auch die Diskretion, mit der ihr ans Werk geht, muss erwähnt werden. Kein Wort darüber, weder von dir noch von mir, dass es sich bei der jungen Dame um eine Blondine gehandelt hat!
Also hau rein, die Macht sei mit dir
LG TT
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Sin meinte dazu am 26.03.2020:
Tasso, mein Lieber, Du hast die Stoßrichtung dieses Textes natürlich sofort erkannt. Eben Dank an all diejenigen, die durch ihr Tun jeden Tag unauffällig und bescheiden die Welt aufs Neue retten. Bei der Blondine allerdings irrst Du: Sie war brünett! Tatsächlich konnte ich ihr bei dem LPG-Adapter-Einfüllstutzen hilfreich zur Hand gehen. Und wurde hinterher zum Dank noch zu einem Kaffee eingeladen. Und dann habe ich es mal wieder verpatzt. In all meinen männlichen Hochgefühlen vergaß ich nämlich, sie nach ihrer Telefonnummer zu fragen. Falls sie das hier also liest... Ja, die Macht sei mit uns. Dankschöööön und LG, Sin
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (26.03.2020)
Hallo Sin, es ist gut, dass du die Maßstäbe zurecht rückst, denn was sind die Corona-Schäden im Vergleich zu Teilen des Planeten, die im Sog eines dunklen Nichts entschwinden. Angesichts dessen können wir mit Corona gelassen bleiben.
Entspannende Grüße
Ekki
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Sin meinte dazu am 26.03.2020:
Hallo Ekki, da triffst Du mit deinem Komm einen wunden Punkt in mir. Denn tatsächlich sind meines Erachtens die Maßstäbe gerade eklatant verrückt. Vor allem wie schnell die Grundrechtsbeschränkungen erfolgten gibt mir arg zu denken. Denn es gibt durchaus kompetente und kritische Stimmen, die den Großteil der angeordneten Maßnahmen für unsinnig halten - auch im Hinblick auf die angerichteten wirtschaftlichen Folgeschäden. Ich werde dazu später noch einmal einen Link im internen Teil des Forums posten. Wer da von den Fachleuten auch immer recht haben mag, Gelassenheit ist in jedem Fall das Gebot der Stunde. Dank dir, bleib gesund und liebe Grüße, Sin

Antwort geändert am 26.03.2020 um 17:36 Uhr
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wa Bash
Kommentar von wa Bash (26.03.2020)
normalerweise ist ein Pflaster in jedem Überlebenskoffer ein echt hilfreiches Utensil, sowie ein kleines Taschenmesser, ein Bindfaden und ein Streichholz, du siehst: auch ich habe McGywer gesehen oder wie hieß der Typ...
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Sin meinte dazu am 26.03.2020:
Keine Ahnung wie der hieß, wa Bash. Hab mir allerdings so einen Katastrophennotfallbevorratungsfilm angesehen. Dabei fiel mir auf, dass ich wegen der Durchsagen noch kein Kurbelradio habe, falls der Strom mal ausfallen sollte. Außerdem dachte ich immer mit meinem Reservewassersprudler für mindestens 60 Liter Mineralwasser abgesichert zu sein. Irrtum, denn falls der Strom ausfallen sollte, gehen die Pumpen im Wasserwerk auch nicht mehr, so dass aus dem Hahn kein Wasser mehr fließt. Ein Kumpel von mir hat sich deshalb extra einen Wohnzimmertisch gebaut. Der steht nun auf zig Packs Mineralwasser. Dürften so um die 100 Liter sein und die Teile müssen nicht extra gelagert werden. Ist schon ein schlauer Fuchs, mein Kumpel. Ja, jetzt wo Du es sagst: Der heißt sogar McGywer! Dank und LG, Sin

Antwort geändert am 26.03.2020 um 23:54 Uhr
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Aha
Kommentar von Aha (27.03.2020)
Ja, Du meine Güte, da hast Du aber ein besonders schönes Megaschmankerl hingelegt.

Saludos
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Sin meinte dazu am 27.03.2020:
Hey hey, danke schön! Es sind immer Begegnungen mit anderen, aus denen so etwas entspringt. Ich selbst bin oft nur eine Art Chronist. LG Sin
diese Antwort melden
Ralf_Renkking meinte dazu am 27.03.2020:
Die Esoteriker nennen es Medium.

Ciao, Frank

P.S.: Toller Text, vergleichbar mit Günter Eichs "Kleine Reparatur".
diese Antwort melden
Sätzer
Kommentar von Sätzer (27.03.2020)
Ah, du bist Klempner mit Worten und auch der Rohrzange. Kein Wunder, dass du so kreative Schreibideen hast. Dann mal ran an die Arbeit
LG Sä

Kommentar geändert am 27.03.2020 um 16:48 Uhr
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Sin meinte dazu am 27.03.2020:
Na ja, Sätzer, die Rohrzange ist eher so ein unausgelebter Teil von mir. Was ich schon für Ärger mit Klempnern hatte. Wenn ich nur an die letzte Papierverstopfung in meinem Klo denke... Einen Schwimmbagger vom MaschineryPark wollte er kommen lassen! Dank dir, Sätzer. LG Sin
diese Antwort melden
Sätzer meinte dazu am 27.03.2020:
Da war ich dann wohl besser dran. Hatte ein altes Reihenhaus aus den 30-er-Jahren gekauft und fast alles selber umgebaut, ausgenommen die Klempnerarbeiten, obwohl ich mit der Rohrzange umgehen konnte. Na ja nun die Wortklempnerei, die nicht allen gefällt. Das erfordert dann wohl eine Vielzahl von Adaptern in der Birne
LG Sä

Antwort geändert am 27.03.2020 um 21:19 Uhr
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Sin meinte dazu am 27.03.2020:
Zeig mir einen Wortklempner, der auf uneingeschränkte Zustimmung trifft. Und wenn, dann sollte er keinesfalls gelesen werden. Meine Meinung.
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Al-Badri_Sigrun
Kommentar von Al-Badri_Sigrun (27.03.2020)
Ach Sin, ich ahnte es schon immer: Du bist Supermann!

Schwer beeindruckt und seufzend
grüßt dich
Sigrun
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Sin meinte dazu am 27.03.2020:
Ja, Sigrun. In meiner Vorstellung habe ich die Welt bestimmt schon tausendmal gerettet. In Wirklichkeit versuche ich mich mal wieder selbst zu retten. Vor dieser Welt! Hab lieben Dank und viele Grüße, Sin
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