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Sollen wir was spielen?

Aufruf zum Thema Spiel(e)


von eiskimo

- Na, klar. Können wir. Aber nicht immer dasselbe….
Ich habe viel gespielt in meinem Leben, zum Beispiel früher mit den Geschwistern, während der ewig langen Ferien – wir hatten nicht das Geld zum Verreisen. Oder mit meinen eigenen Kindern während der ewig langen Ferien – wir machten Camping, immer an denselben Orten. Und es regnete.
Oberste Erkenntnis aus meiner Spiele-Praxis: Man darf sich nie sklavisch an die Regeln halten, sondern sollte sich eigene machen…
„Stadt-Land-Fluss“ – um mit diesem Dauerbrenner zu beginnen – schreit förmlich nach einer innovativen  Ausgestaltung. Einfachste Maßnahme:  Es nur auf Deutschland begrenzen (oder auf Bayern, Frankreich,  Europa…) . Spannender noch:  Andere zusätzliche Suchbereiche verabreden. Also nicht nur Stadt, Land, Fluss… und die üblichen Überschriften wie „Tier, Berühmtheit, Automarke…“, sondern auch Eigenes. Zum Beispiel „Waschmittel“, „Körperteil“, „obszönes Wort“  Ich höre es förmlich noch, was da an hitzigen Wortwechseln über die Echtheit so mancher trickreichen Kreation aufkam, aber auch das  viele schallende Gelächter.
„Mensch ärgere dich nicht“ mutierte bei uns zur Sportstunde, denn für jedes „Rausgeworfen-Werden“  verordnete ich zehn Liegestützen (oder Kniebeugen, Sit-Ups)… und zwar dem, der unbedingt ´rauswerfen wollte. Da war plötzlich ein ganz anderer Spielwitz gefragt. Jedenfalls waren meine Kinder fit.
Unser Highlight war „Monopoly“.  Das funktionierten wir total um. Ich erinnere mich an die Gutmensch-Version, wo nicht die Raffgier das Prinzip war, sondern das soziale Engagement. Wir klebten auf die Felder der vier Bahnhöfe Logos für  Dritte-Welt-Läden  und  Kleiderkammern; das Gefängnis mutierte zu einem Nachbarschafts-Treff, in dem man „nur zu Besuch“ sein konnte oder mehrere Runden „Sozialdienst“ abzuleisten hatte. Und bei seinen Straßen investierte man auch nicht in Häuser bzw.  Hotels, sondern in Solar-Paneele, Treppenlifte für Senioren  oder Grünanlagen. Allein  das Neuformulieren der Karten-Texte für das  Gemeinschaftsfeld (und das dekorative Schreiben), das beschäftigte die künstlerisch anspruchsvolle Familie über Stunden.
Als die Kinder zu Kommunion- und Firmunterricht  gingen, entwarfen wir ein Monopoly für Fromme. Die Spielfiguren waren ausgesuchte Apostel, die im Heiligen Land unterwegs waren – auch das habe ich in durchaus abwechslungsreicher Erinnerung.
Monopoly in der Welt des Sportes (des Fußballs) käme mir jetzt in den Sinn. Monopoly einmal als große Kreuzfahrt quer über alle Ozeane – da hätte man fantastische Einkaufs- und Besuchsoptionen. Aber ich will nicht zu viele Vorgaben machen. Der Reiz für alle, die jetzt den Tisch in der Küche frei räumen oder eine Spiel-Ecke im Wohnzimmer – das ist ja gerade das Kreativ-Werden und die eigene Suche.
Also, ran an die Würfel! Faites vos jeux, wie der Franzose sagt.

Anmerkung von eiskimo:

Spielen ist nicht nur das Gegenteil von Arbeit, es ist ein wunderbarer Freiraum, sich und andere zu entdecken


 
 

Kommentare zu diesem Text


AvaLiam
Kommentar von AvaLiam (26.03.2020)
Lieber eiskimo,

solang du nicht mit deinem Leben spielst...


Aus pädagogischer Sicht muss ich hier zu deiner Anmerkung anmerken, dass Spielen tatsächlich nicht das Gegenteil von Arbeit ist,

sondern Spielen ist Arbeit.

Spielen ist Taktik, Überlegen, Verarbeiten von Niederlage, entwickeln von Teamwork und unterschiedlichen, parallelen Lösungsstrategien, spielen ist Kommunikation, Einlassen auf verschiedene Charaktere, Aushalten von Ungeduld, Ungerechtigkeit und eigenem Versagen.

Natürlich ist das nicht das erste Ziel vom Spielen. Aber nicht umsonst gibt man Dingen, die zu lernen sind, spielerische Impulse.

Und Spielen verbindet, lenkt ab und nimmt der Schwere der Welt ihr Gewicht, gibt uns Flügel, durch Raum und Zeit zu fliegen und Formeln, physikalische und mathematische Gesetze zu brechen. Spielen macht uns mächtig und überlegen.

Lass uns spielen bevor die Würfel fallen.
LG - Ava
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eiskimo meinte dazu am 26.03.2020:
Liebe Ava!
.... Spielen verbindet, lenkt ab und nimmt der Schwere der Welt ihr Gewicht, gibt uns Flügel, durch Raum und Zeit zu fliegen und Formeln, physikalische und mathematische Gesetze zu brechen. Spielen macht uns mächtig und überlegen.

Dieser Schluss-Absatz bei Dir, den sollten wir in Stein meißeln. Er hebt den Anfang Deines Kommentars aber in weiten Teilen auf, finde ich. denn da wird Spielen missbraucht, um nicht zu sagen pervertiert.

Lass uns also spielen, aber im Sinne der Schluss-Passage!
spielfreudige Grüße
Eiskimo
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AvaLiam antwortete darauf am 26.03.2020:
Die pädagogische Bedeutung von Spielen war mir wichtig anzuführen, da ich so oft höre: genug gespielt - jetzt wird gearbeitet... oder: du kannst morgen weiterspielen - jetzt wird gelernt...

Sicher muss man das immer im Detail betrachten - grundsätzlich sind diese Erziehungssätze einfach falsch.

Spielen hat eine große und wichtige Bedeutung in der Entwicklung, vor allem von Persönlichkeit, und unterstützt uns beim Lernen und Aneignen neuer Fähig-und Fertigkeiten. Insofern war es mir ein Bedürfnis, das anzuführen. Wir spielen ja nicht, um das daraus Resultierende zu erreichen - wir erreichen die Ergebnisse, weil wir spielen. So ist es auch keine missbräuchliche Verwendung - nur ein genutztes Mittel und meiner Meinung nach völlig legitim. Spaß macht es ja trotzdem und genauer betrachtet, um so mehr - Spaß und Erfolg gleichzeitig vermittelt einfach ein wahnsinnig geiles Gefühl.

Schön, dass meine Schlusspassage den Kommentar gerettet und ich nicht bei dir verspielt habe.

verspielte Grüße - Ava
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AZU20
Kommentar von AZU20 (27.03.2020)
Für mich war Spielen immer auch Arbeit. Das Gewinenmüssen war so schwer. LG
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eiskimo schrieb daraufhin am 27.03.2020:
Es gibt Spiele, da wird kein Sieger/Verlierer ermittelt. Kinder spielen Zirkus oder bauen eine Höhle....
Aber auch zu wetteifern, das steckt natürlich in den Kids drin
vG
Eiskimo
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