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Warten

Kurzprosa


von BeBa

Man hatte mir eine Vorladung geschickt. Auf dem Weg durch die Gänge hin zum Büro Nr. 10 die Blicke: Wieder einer von denen, die es nicht besser wissen.
Ich klopfte an. Nichts. Klopfte erneut. Schaute mich um. Nr. 10 stand auf dem Schild. Keine Stühle: Hier wartete man nicht lange.
Ich klopfte ein drittes Mal.
„Herein!“
Ich betrat einen leeren Raum, vier mal vier Meter. An der Wand gegenüber ein ausgeschalteter Monitor.
„Sie wünschen?“, fragte von irgendwo eine Stimme.
„Ich bin vorgeladen.“
„Lauter!“
Ich wiederholte mein Anliegen.
„In welcher Angelegenheit?“
„Das weiß ich nicht.“
Stille. Leerer Raum, toter Monitor. Ich stand da. Wartete.
„Und?“, wollte ich wissen.
„Warten Sie!“ Ich wartete, schaute von Ecke zu Ecke, und immer wieder auf den Monitor. Zeit verging.
„Hallo?“, fragte ich in den Raum. Nichts.
Endlich ging ich zur Tür.
„Wohin?“
Ich schaute zurück und sah mich selbst auf dem Monitor. Wie in einem Spiegel. Hob die Hand, hier und da. Streckte die Zunge raus, hier und da.
„Lassen Sie das!“
Ich ließ es. Und wartete.
„Sind Sie das?“ Ich nickte.
„Ob Sie das sind?“
„Ja!“, antwortete ich laut und deutlich.
„Nehmen Sie draußen Platz!“
Ich verließ den Raum, fand draußen keinen Platz und ging heim.

Von der Sache habe ich nie wieder gehört.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Ralf_Renkking (28.03.2020)
Dann warte mal ab.

Ciao, Frank
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BeBa meinte dazu am 28.03.2020:
Boah, du kannst einen aber aufbauen ...

Danke dir.
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Kommentar von Sin (55) (28.03.2020)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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BeBa antwortete darauf am 28.03.2020:
Danke dir, Sin!

Ja, ungewisse Zeiten trifft es.

LG
BeBa
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Kommentar von Regina (28.03.2020)
Digitalisierung pur. LG Gina
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BeBa schrieb daraufhin am 28.03.2020:


Danke dir, Gina.

LG
BeBa
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AchterZwerg
Kommentar von AchterZwerg (28.03.2020)
In einem vortrefflichen Sinn kafkaesk.
Und abwartend-unaufdringlich.

Von der Sache möchte ich gern mehr hören.
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BeBa äußerte darauf am 28.03.2020:
Danke, lieber 8er.

Freut mich doch, deinen Geschmack wieder mal getroffen zu haben.

LG
BeBa
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TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (28.03.2020)
War doch klar.
Etwas nicht besser wissen, erfüllt keinen Strafbestand.
Nicht einmal wenn es vorsätzlich ist
LG TT
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BeBa ergänzte dazu am 28.03.2020:
Lieber TT,

auch dir mein Dank. Völlig reichtig, deine Behauptungen.

LG
Cellist
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Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (28.03.2020)
Ehernwerter Versuch, kafkaesk zu schreiben. Du bist auf einem guten Weg, dauert aber noch. Ein weiterer Schritt wäre, die Erzählperspektive zu ändern.
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BeBa meinte dazu am 28.03.2020:
Danke dir, Dieter.

In der Tat wäre das Wechseln der ERzählperspektive mal interssant. Guter Hinweis.

LG
BeBa
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TrekanBelluvitsh
Kommentar von TrekanBelluvitsh (28.03.2020)
Früher konnte man sich vor der Unkenntnis seiner selbst wenigstens auf der (Erwerbe-)Arbeit verstecken. Aber das haben sie uns in der Krise auch genommen. Diese be* Politiker! Mussten sie uns daran erinnern, dass wir gar keine Persönlichkeit haben, sondern nur ein Girokonto?
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BeBa meinte dazu am 28.03.2020:


Noch haben wir es ...

Danke und LG
BeBa
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (28.03.2020)
Hallo Beba,
man sollte den Mut haben, absurde Vorladungen zu beenden.
Wie dieser Text beweist, lässt sich auch in der Ich-Perspektive kafkaesk schreiben.
Liebe Grüße
Ekki
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BeBa meinte dazu am 28.03.2020:
Danke dir, lieber Ekki.

Dein Lob freut mich immer ganz besonders.

LG
BeBa
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Aha
Kommentar von Aha (28.03.2020)
Gab es nicht schon mal einen Text von Dir, der mich an Barry Bermanges 'Die Kränkung' (ähnlich kafkaesk) erinnert? Hier der  Link zum Hörbuch mit Sample.

Saludos

Aha
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BeBa meinte dazu am 28.03.2020:
Hi Aha,

ja, den Text gab es. Und ich habe mir das Hörspiel bei Audible auch geholt. War ein klasse Tipp von dir, ich habe es mir schon mehrfach angehört. Ist ganz mein Ding. Danke noch einmal dafür.

LG
BeBa
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Aha meinte dazu am 29.03.2020:
Phu, das ist aber ein schönes Kompliment - Danke. Gleich mehrmals?! Ja, es hat was sehr kafkaeskes. Die Stimmen der Sprecher gefallen mir auch sehr. Fleischmann schon am Anfang, und natürlich besonders Wolfgang Büttner, da sind soviele Facetten und Tiefe drin, vielleicht vergleichbar mit dem windgegärbten Gesicht eines alten Bergbauern. In diesen Stimmen liegen wohl auch die schmerzvollen Erfahrungen aus dem zweiten Weltkrieg und der Nachkriegszeit. Hast Du schon mal Hörbücher von Thomas Bernhard, wie Alte Meister oder Holzfällen von Thomas Holtzmann sprechen gehört? (kann man auf Audible auch Probehören) Ist natürlich auch Geschmacksache.

Saludos

Aha
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BeBa meinte dazu am 29.03.2020:
Kompliment? Nö, ist absolut berechtigt. Das war wirklich ein toller Tipp. Dieses Hörspiel hat mich ehrlich total fasziniert. Eine tolle Atmosphäre, super Spannung. Ganz ehrlich und wie schon gesagt: Hörspiele sind eine tolle Erfindung und dieses ist in meinen Augen grandios. In Audible unter "ferner liefen", aber das ist eh klar. Wer kennt es schon?

Nö, für solche Tipps bin ich mehr als dankbar! Und deinen weiteren Tipps werde ich auch weiter folgen, da kannst du sicher sein.

Danke nochmals!!!!

Und übrigens, ich vergaß: deine Anmerkungen zu den Sprechenr und dem Drumherum beweist schon eine gewisse Liebe zum Genre Hörspiel! Finde ich toll!

Antwort geändert am 29.03.2020 um 00:53 Uhr
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Al-Badri_Sigrun
Kommentar von Al-Badri_Sigrun (29.03.2020)
Hallo BeBa,

du hast eine Szenerie mit Spannung und bedrohlicher Atmosphäre geschaffen. Toll!

Liebe Grüße
Sigrun
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BeBa meinte dazu am 29.03.2020:
Danke dir, Sigrun.

LG
BeBa
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BeBa
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Veröffentlicht am 28.03.2020, 3 mal überarbeitet (letzte Änderung am 28.03.2020). Textlänge: 211 Wörter; dieser Text wurde bereits 74 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 17.04.2020.
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