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Der alte Seemann und das Meer

Verserzählung zum Thema Verlorenheit


von Al-Badri_Sigrun

Es herrschte ein reges Treiben
im schmucken Hafen,
Segelschiffe und Fischkutter
lagen hier vor Anker.

Ein sanfter Wind zog von der See landeinwärts.
Ein Künstler saß vor seiner Staffelei
und begann mit Pinselstrichen,
die Szenerie um ihn herum einzufangen.

Fischer priesen ihre Fänge an,
Urlauber promenierten entspannt am Hafen entlang,
Souvenirläden boten Kitsch als Andenken an
und Restaurants und Imbissbuden wechselten sich ab.

Auch der alte Seemann Lars,
der auf der Promenade stand,
hatte seinen Segler
die „Verlorene Liebe“, hier vertäut.

Er blickte mit müden Augen
über das glitzernde Meer,
das sich leicht wellte.
Gedankenverloren zog der Alte an seiner Pfeife.

Sein wettergegerbtes Gesicht
war sonnengebräunt und faltig.
Lars kratzte sich am Bart
und zog seine Mütze tiefer ins Gesicht.

Dann setzte er sich auf einen Hocker,
legte seine Pfeife ab,
nahm sein Akkordeon
und begann zu spielen und zu singen.

Mit rauer und wehmütiger Stimme
sang Lars vom einsamen Seemann,
der wegen seiner verlorenen Liebe
die Meere befuhr.

Sein Lied zog Menschen an,
die sich zu ihm gesellten
und lächelnd lauschten.
Manch einer legte ihm Geld in den Koffer seines Akkordeons.

Zu seinen Füßen auf einer Decke
lag seine Hündin Leyla.
Nah bei ihnen, auf einem Pfosten saß eine Möwe,
es schien, als hörte sie ihm zu.

Am Abend verließ der alte Mann,
gemeinsam mit seiner Hündin,
die inzwischen fast menschenleere  Promenade.
Es war, als stünde die Zeit still.

Die Möwe saß noch immer auf ihrem Platz
und schaute beiden nach.
Ruhe war eingekehrt,
die Luft roch nach Salz und Fisch.

In der kleinen Kajüte der „Verlorenen Liebe“ angekommen,
streichelte Lars seiner Leyla zärtlich übers Fell.
Er teilte mit ihr sein Fischbrot
und trank einen Schnaps.

Müde legte er sich dann in seine Koje,
seine Hündin schlief auf der Holzbank.
Die beiden begaben sich nun auf eine Traumreise
über die Weiten des Meeres.





©by Sigrun Al-Badri/ 02.04.2020

 
 

Kommentare zu diesem Text


ViktorVanHynthersin
Kommentar von ViktorVanHynthersin (03.04.2020)
Liebe Sigrun,
ein stimmungsvolles und wehmütig anklingendes Werk hast Du uns eingestellt. Mögen die beiden von ihrer Traumreise zurückkehren.
Herzlichst
Viktor
diesen Kommentar melden
Al-Badri_Sigrun meinte dazu am 03.04.2020:
Lieber Viktor,

wenn ich die wehmütige Stimmung, die ich beim Schreiben empfunden habe, vermitteln konnte, freut mich das sehr!

Danke und herzliche Grüße
Sigrun
diese Antwort melden
AchterZwerg
Kommentar von AchterZwerg (03.04.2020)
Mir gehts wie Viktor (und vermutlich vielen anderen): Ich denke sofort ans Überleben!
Eine närrische und traurige Zeit.

So lange es aber Menschen gibt, die für etwas brennen und einen treuen Freund, ist das tödliche Virus nur bedingt erfolgreich.

Gern mitgeträumt
Heidrun
diesen Kommentar melden
Fisch antwortete darauf am 03.04.2020:
Sogar das "Überleben" starb ganz kürzlich einfach so.
R.I.P. Rüdiger.
diese Antwort melden
Al-Badri_Sigrun schrieb daraufhin am 03.04.2020:
@AchterZwerg

Danke fürs Mitträumen, liebe Achte!

Mit lieben Grüßen
Sigrun

@Fisch

Rüdiger Nehberg war ein Überlebenskünstler. Immerhin hat er ein relativ hohes Alter erreichen können.
R.I.P. Rüdiger
diese Antwort melden
eiskimo
Kommentar von eiskimo (03.04.2020)
Das macht Lust auf Meer! Und man beneidet diesen Lars, weil er einfach bei sich ist.
Man löst sich beim Lesen auch ein wenig aus seinen Fesseln!
Schön!
lG
Eiskimo
diesen Kommentar melden
Al-Badri_Sigrun äußerte darauf am 03.04.2020:
Hallo lieber Eiskimo,

dein Feedback freut mich richtig.

Lust auf Meer - das ist schön!

Liebe Grüße
Sigrun
diese Antwort melden
Stelzie
Kommentar von Stelzie (03.04.2020)
So ein Ausflug ans Meer ist Wellness für die Seele, liebe Sigrun. Dazu noch Menschen, die einfach nur authentisch sind.
Wunderschön...

Danke und liebe Grüße
Kerstin
diesen Kommentar melden
Al-Badri_Sigrun ergänzte dazu am 03.04.2020:
Ach, liebe Kerstin, das empfinde ich genauso wie du.

Danke für deine schönen Gedanken zu meinem Text!

Liebe Grüße
Sigrun
diese Antwort melden
EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (03.04.2020)
Wer hört da nicht gerne zu, Sigi. Die Geschichten vom alten Seemann und dem Meer stillen ein Sehnsucht, die niemals aufhören wird.
Liebe Grüße
Ekki
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Al-Badri_Sigrun meinte dazu am 03.04.2020:
Ja, lieber Ekki, du verstehst meine Intuition für meine Erzählung.

Ich danke dir und grüße dich herzlichst
Sigi
diese Antwort melden
TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (06.04.2020)
Hallo Sigrun,
der alte Seemann hat sich seine Träume bewahrt. So wie wir alle nur fahrendes Volk sind durch das Leben. Er hat viel erlebt, hat viel gesehen, hat einen Seesack voller Erinnerung und eigentlich ist er zu beneiden.
Ihn kann die Zukunft nicht mehr schrecken.
Liebe Grüße
TT
diesen Kommentar melden
Al-Badri_Sigrun meinte dazu am 06.04.2020:
Hallo lieber Tasso,

ich denke auch, dass der alte Seemann auf ein langes, ereignisreiches Leben zurückblicken kann. In seinen Liedern wird er davon singen und sich immer ein Stück Sehnsucht bewahren.

Hab lieben Dank für deine Gedanken zu Lars, den alten Seemann!

Es grüßt dich herzlich
Sigrun
diese Antwort melden
AvaLiam
Kommentar von AvaLiam (09.04.2020)
Ich kenne "Lars" ...liebe Sigi...

Manchmal bin ich ihm begegnet...
und manchmal er mir.

...dann hat er erzählt von seinen jungen Jahren...
von Liebe und Glück...und wie alles zerbrach...
Manches klang fremd für mich...
Vieles war mir vertraut.

Besonders berührend: Leyla...
und die Nähe und Treue zwischen beiden...

Wie groß und tief muss erst seine verlorene Liebe gewesen sein?


Wie gern würd ich noch eine Weile in diesem Bild bleiben... warten und hoffen, dass Lars mich mitnimmt...aufs Meer...in seine Träume...

schön-traurig...

lG - Ava
diesen Kommentar melden
Al-Badri_Sigrun meinte dazu am 09.04.2020:
Liebe Andrea,

ich bin mir sicher, dass Lars dich von Herzen gerne mit zu sich und Leyla auf seinen Segler nehmen würde, um dir aus seinem Leben zu erzählen und um dir und deinen Träumen zu lauschen...

herzlichst
Sigi
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Al-Badri_Sigrun
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Veröffentlicht am 03.04.2020, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 03.04.2020). Textlänge: 275 Wörter; dieser Text wurde bereits 86 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 21.09.2020.
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