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Hamburg Teil 1

Erzählung zum Thema Erfahrung


von Borek

H A M B U R G-----Teil 1

" Denk ich an Hamburg in der Nacht, so bin ich um den Schlaf gebracht."  (  frei nach Heinrich Heine )
Borek war und ist dieser Stadt verfallen. Die distanzierte Eleganz der Hanseaten, verbunden mit einer Weltoffenheit, die sich über Generationen aus dem Kaufmannstum entwickelt hat, begeisterte ihn nach wie vor. Der Hafen, die großen Schiffe, die einen Hauch von Ferne und Größe mitten in das Herz dieser Stadt hinein tragen; die Rufe der Händler auf dem  Fischmarkt vermischt mit dem Tuten der Schlepper und dem sanften Plätschern der Elbe. Die Reeperbahn mit ihren Schönen, die im Rotlicht der Nacht noch schöner werden, männliche Wünsche weit gereister Seefahrer wecken und nicht nur dieser.
Große Kunst, kleine Kunst all dies formiert sich zu der Möglichkeit, eine eigene Lebenskunst in Hamburg zu erleben und zu verwirklichen.
Das wundervolle, gewaltig wirkende Rathaus mit seinem in den Himmel strebenden Turm.
Ehrwürdiges Sandsteingemäuer, das viele Generationen kommen und gehen gesehen hatte.
Borek hatte jetzt jeden Tag diesen Ausblick auf dieses wunderschöne architektonische Gebilde von einem seiner vier Geschäfte aus, in die er als Teilhaber eingestiegen war.

"Bist du verrückt?", hatten Boreks  früheren Kollegen gesagt, als sie erfuhren, dass er nach Hamburg gehen würde. "Weißt du, welchen Spitznamen dein neuer Partner in Hamburg hat?
Prüger, der Betrüger!"
Dies war der erste Schock, den Borek verdauen musste, aber die Behauptung stimmte nicht.
Prüger war zwar ein streitbarer älterer Herr, der dreißig Prozesse geführt und gewonnen hatte. Er war ein hanseatisches Schlitzohr, aber ein korrekter Kaufmann. Ein Betrüger war er nicht.

Der zweite Schock war überraschender, und daran hatte Borek überhaupt nicht gedacht.
Er fiel in Hamburg aus der Machtposition einer industriellen Führungskraft in die Belanglosigkeit eines
Kleinhändlers. Für ihn war Macht nie ein Mittel seines Egos zur Selbstbefriedigung gewesen. Es gab jeweils eine Aufgabe, die zu erfüllen war, und daraus ergab sich die Selbstverständlichkeit, diese Macht der Position einzusetzen.
Jetzt stand er da, wartete an der Tür des Geschäftes wie ein Hotelpförtner. „Gnädige Frau, ich danke für Ihren Besuch, ich hoffe Sie waren sehr zufrieden und besuchen uns bald wieder.“
Ja, es war eine der elegantesten Geschäftslagen, die Alsterarkaden in Hamburg, und  entsprechend elitär war die Kundschaft. In dem anderen Geschäft in Altona war eine ganz andere Situation, wie auch im Hauptbahnhof, wo das Geschäft  um 6 Uhr öffnete und um 24 Uhr schloss.
Bastian hatte eine möblierte Einzimmerwohnung  im 21.Stock eines Hochhauses gefunden.
Ein berauschender Blick auf Hamburg aus dieser Höhe. Bei starkem Wind spürte man das leichte Schwanken des Wohnturmes, und vor allem verfing sich der Wind in den vier Fahrstuhlschächten und sang sein Lied vom Tod wie in dem Westernfilm. Es war nervenaufreib

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