Login für registrierte Nutzer
Benutzer: Passwort:

Noch nicht bei KV registriert?
Jetzt registrieren!
KV ist kostenlos und werbefrei!

Neu bei uns:
flaviodesousa (22.09.), Nathielly (22.09.), Wordsmith (22.09.), Jadefeder (21.09.), Gedankenwelten (17.09.), AutortamerYazar (15.09.), RufusThomas (14.09.), AnnyGrey (11.09.), Quoth (10.09.), AngelWings (01.09.), Mapisa (28.08.), Nimmer (28.08.)...
Übersicht aller neuen Autoren und Leser
Wen suchst Du?

(mindestens drei Buchstaben)

Zur Zeit online:
KeinVerlag.de ist die Heimat von 604 Autoren* und 71 Lesern*. Was es sonst noch an Neuem gibt, steht hier.

(*Im Gegensatz zu allen anderen Literaturforen zählen wir nur die aktiven Mitglieder, da wir uns als Community verstehen und nicht als Archiv toter Texte. Würden wir alle Nutzer zählen, die sich seit Gründung hier angemeldet haben, und nur die abziehen, die sich selbst wieder abgemeldet haben oder rausgeworfen wurden, kämen wir auf 15.047 Mitglieder und 438.687 Texte. Musste auch mal gesagt werden.)

Genre des Tages, 25.09.2020:
Prosagedicht
Ziemlich neu:  fahrplanänderung von Perry (24.09.20)
Recht lang:  The Joy And Pain Of Friendship von Jolie (1338 Worte)
Wenig kommentiert:  In den Fenstern von wa Bash (noch gar keine Kommentare)
Selten gelesen:  SONNENSTUDIO-HOOLIGAN 05.12.91 von Gehirnmaschine (nur 18 Aufrufe)
alle Prosagedichte
Lest doch mal ...einen Zufallstext!
Unser Buchtipp:

Veilchen-Anthologie Band 2
von Delphinpaar
Projekte

keineRezension.de
KV woanders

keinVerlag.de auf Facebook
Eine Meinung: "Ich bin bei keinVerlag.de willkommen, weil man jeden hier freundlich aufnimmt." (sundown)

Zukunftsverloren

Gedicht zum Thema Verlorenheit


von Al-Badri_Sigrun

Spürbar war der Tod,
so fern und doch greifbar.
Blickloses Wispern
durchdrang die Nacht.

Sie kniete nieder,
sang jenen ein Lied.
Ihr Gesang verhallte
im unruhigen Meer.

Als sie sich erhob,
senkte sie ihre Lider
und verließ das Land.





©by Sigrun Al-Badri/ 15.05.2020

 
 

Kommentare zu diesem Text


EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (15.05.2020)
Liebe Sigi,
dein Gedicht überzeugt durch die Prägnanz. Es enthält keine Silbe zu viel.
Liebe Grüße
Ekki
diesen Kommentar melden
Al-Badri_Sigrun meinte dazu am 16.05.2020:
Lieber Ekki,

es war mir wichtig, mit wenigen Worten ein Bild entstehen zu lassen. Dass mir das gelungen ist, freut mich sehr!

Herzlichen Dank für dein Feedback!

Mit lieben Grüßen zum Wochenende
grüßt dich
Sigi
diese Antwort melden
ViktorVanHynthersin
Kommentar von ViktorVanHynthersin (15.05.2020)
Liebe Sigrun,
beim Lesen hatte ich plötzlich den Song "Don't Pay the Ferryman" im Ohr. Warum nur?
Danke für das Gedicht und den Ohrwurm
Herzlichst
Viktor
diesen Kommentar melden
Al-Badri_Sigrun antwortete darauf am 16.05.2020:
Lieber Viktor,

du hast mir mit dem Song von Chris de Burgh, der so wunderbar zu meinem Gedicht passt, ein besonderes Gänsehautfeeling bereitet. Zum einen gehört „Don't Pay The Ferryman“ zu einem meiner Lieblingssongs und zum anderen berührt es mich zutiefst, dass dir bei meinen Text dieser einfiel.

Ich danke dir!

Herzliche Grüße
Sigrun
diese Antwort melden
AvaLiam
Kommentar von AvaLiam (15.05.2020)
Liebe Freundin,

beim ersten Lesen - und ich überscrollte die Titelzeile und somit auch die Zuordnung und das Thema - kam mir die Hoffnung in den Sinn. Beim zweiten Mal war es die Traurigkeit. Beim dritten Mal die Zukunft.
Das 4. und letzte Mal scrollte ich dann nach oben um zu schauen, worum es eigentlich gehen soll.
Als ich dann deinen Titel las, verknüpfte sich mein erster und letzter Gedanke und hinterließ eine schreiende Leere.
Selbst die Traurigkeit war fort.

Leere Augen, die flüstern...
Zuviel gesehen und gehört.
Unbeschreibliches, Unaussprechliches.
So wird man blind und so wird man stumm.

Und ich hoffe - nicht zuletzt durch Gedichte, Lieder und Aufrufe wie deine Worte hier - dass es nie genug davon gibt! Dass die Worte immer mehr werden, prägnanter, lauter, dass sie nerven - ja, auf den Nerv gehen, beißen, sich festbeißen in Moral und Gewissen, sich weitertragen und wenn sie auch nur einen einzigen Menschen erreichen, nur ein einziges Leben verbessern oder gar retten - dann ist nichts verloren.

deine Worte teilende Grüße - Ava
diesen Kommentar melden
Al-Badri_Sigrun schrieb daraufhin am 16.05.2020:
Meine liebe Andrea,

du beschreibst deine Emotionen, die den meinen so sehr gleichen.

Empathie für Menschen zu zeigen, die aus purer Verzweiflung ihre Heimat verlassen, Todesgefahren auf sich nehmen, weil sie hoffen und beten, dass ihnen irgendwo geholfen werden möge, ist so unendlich traurig und tragisch, dass jede Hilfe selbstverständlich sein sollte, denn alles, was dagegen unternommen wird ist menschenverachtend … mir fehlen die Worte.

Danke liebe Freundin, für deinen emotionalen Kommentar, der sich mit meinen Gedanken deckt.

Herzlichst
Sigi
diese Antwort melden
franky
Kommentar von franky (15.05.2020)
Liebe Sigrun!

Lass mich mit dir Lieder singen und das Meer beruhigen.
Will mit dir einen Fuß vor den anderen setzen.
Auf vergessenen Hügeln andächtig das Haupt senken,
unter gesenkten Liedern verstummen die dosenden Meere.

War gerne bei dir zu Gast

LG Franky
diesen Kommentar melden
Al-Badri_Sigrun äußerte darauf am 16.05.2020:
Lieber Franky,

gerne singe ich mit dir zusammen Lieder für jene Menschen, die aus ihrer Verzweiflung heraus ihre Heimatländer verlassen, weil Kriege und Hungernöte ihre eigenen Leben und die ihrer Liebsten bedrohen. Sie flüchten übers Meer und hoffen auf Hilfe, doch so viele kommen nie an, denn sie ertrinken auf ihrem Weg.

Danke für deine Besuch!

Liebe Grüße
Sigrun
diese Antwort melden
TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (15.05.2020)
Hallo Sigrun,
so beginnen wohl viele Wanderungen, die bei den Booten enden.
Ein bedrückender Gedanke,
Sollte ich total falsch liegen, wäre mir das sehr recht:
Liebe Grüße
TT)
diesen Kommentar melden
Al-Badri_Sigrun ergänzte dazu am 16.05.2020:
Hallo Tasso,

du liegst richtig und ja, es ist ein bedrückender Gedanke. Manchmal fühle ich Ohnmacht, wenn ich mir Bilder der endlosen Verzweiflung vor Augen führe.

Ich danke dir für deinen Kommentar und grüße dich herzlich
Sigrun
diese Antwort melden
susidie
Kommentar von susidie (15.05.2020)
Sehr bildhaft und ausdrucksstark geschrieben, liebe Sigrun. Die Verlorenheit brennt sich richtig ein, selbst der Gesang verhallt. Man möchte die Arme öffnen und halten, was aufzuhalten ist. Habe ich sehr gerne gelesen. In Gedanken, liebe Grüße, Su
diesen Kommentar melden
Al-Badri_Sigrun meinte dazu am 16.05.2020:
Es war mein Anliegen, die unendliche Verlorenheit aufzuzeigen.

Ich danke dir für deine einfühlsamen Gedanken zu meinem Gedicht, liebe Su!

Herzlichst
Sigrun
diese Antwort melden
AchterZwerg
Kommentar von AchterZwerg (16.05.2020)
Liebe Sigrun,
zwischen 2014 bis heute sind 1900 ertrunkene Flüchtlinge (Mittelmeer) statistisch erfasst. Die Dunkelziffer wird ungleich höher liegen.
Wie viel Verzweiflung und wie viel Todesmut gehören dazu, sich dennoch auf eine solche Reise zu machen ...

Ein überaus trauriges und aufrüttelndes Lied, das auch mich die Lider senken heißt.

Herzliche Grüße
Heidrun
diesen Kommentar melden
Al-Badri_Sigrun meinte dazu am 16.05.2020:
Hallo Achte Zwergin,

hab vielen Dank für deinen Hinweis auf die Statistik, die ich jedoch leider nach oben korrigieren muss. Zwischen 2014 und 2020 starben 20.061 Flüchtlinge im Mittelmeer. Die von dir angegebene Zahl betrifft das Jahr 2019.

Es werden noch sehr viel mehr sein, denn wie viele sind ertrunken, ohne von der Statistik erfasst worden zu sein..., doppelt so viele oder gar noch mehr? Jeder Einzelne ist einer zu viel!

Wer sich auf eine Reise übers Meer begibt, hat wahrscheinlich nur zwei Möglichkeiten zur Wahl: - sterbe ich in meiner Heimat oder versuche ich die Reise übers Meer und habe wenigstens eine kleine Chance zu überleben?

Ich danke dir für deinen einfühlsamen Kommentar!

Liebe Grüße
Sigrun
diese Antwort melden
Pameelen
Kommentar von Pameelen (18.06.2020)
Liebe Sigrun,

ein ganz wichtiger Beitrag!!!

Du hast hier einen sehr guten reduktionistischen Stil in deinem Gedicht entworfen, der ohne viele Adjektive eine Stimmung zu tragen weiß.

Tätigkeitsbedingt kenne ich nicht nur manche, sondern vor allem die ausführliche Ausformung von Bedrohung und Flucht, und immer wieder bekomme ich Gänsehaut und mehr . . . !

Liebe Grüße

Ralf
diesen Kommentar melden
Al-Badri_Sigrun meinte dazu am 19.06.2020:
Lieber Ralf,

dein Lob zeigt mir, dass ich mit dem einen oder anderen, mir sehr wichtigen Text - wie diesem! - Menschen erreichen kann.

Ich habe eben deine Adaption zum arabischen Liebeslied "Nassam alayna el-Hawa – Der Wind kam wie ein Hauch hinab" gelesen und nun habe ich Gänsehaut.

Ich freue mich, dich und deine Texte kennenzulernen.

Liebe Grüße
Sigrun
diese Antwort melden

© 2002-2020 keinVerlag.de   Impressum   Nutzungsbedingungen 
KV ist kein Verlag. Kapiert?
© 2002-2020 keinVerlag.de