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To Donald with love from Trekan tooInhaltsverzeichnisHenry Franklin MacDillmore 3

Henry Franklin MacDillmore 2

Dokumentarstück zum Thema Philosophie


von TrekanBelluvitsh

Henry Franklin MacDillmore; (1822 - 1911); Schottischer Philosoph (wahrscheinlich).


HF MacDillmore ist ein vergessener Philosoph. Das liegt daran, dass Unbekannte seine gesamten Werke aufgekauften und verschwinden ließen. In der modernen Internetzeit verhindern Ufologen, Hacker des russischen Geheimdienstes FSB, Impfgegner, vegane Terroristen, Motorradrocker etc. im Zusammenspiel, dass er bekannt wird. Doch mir ist es gelungen, noch mehr von dem, was er sagte, zu retten. Also:



Henry Franklin MacDillmore spricht:



1.) Die Philosophie ist der Versuch, das Denken dem Jetzt anzupassen. Das Denken der Zukunft anzupassen ist Wahrsagerei.

2.) Ich hoffe, ich sterbe an einem Wochenende. Am Wochenende sind mir die Menschen am meisten zuwider.

3.) Ich habe niemals gesagt, dass die Menschen mir zuwider sind. Ich bin nur, wenn ich sie an ihren Möglichkeiten messe, fürchterlich enttäuscht von ihnen.

4.) Ich bin an ihrer Meinung nicht interessiert. Jeder hat eine Meinung. Wenn ich genügend Kohlsuppe gegessen habe, hat sogar mein Hintern eine Meinung.

5.) Es gibt Wahrheit. Wäre dem nicht so, wäre jede Aussage wahr. Selbst mit wenigem Wissen über die Funktion der Natur wird einem darum schnell klar, dass nicht alles stimmen kann. Denn sonst würde diese Welt nicht funktionieren, ja, noch nicht einmal existieren. Oder: Wenn es Tag ist, ist es nicht Nacht.

Doch nur weil es eine die Wahrheit gibt, bedeutet das nicht, dass wir Menschen sie erkennen können. Die Suche nach der Wahrheit ähnelt einem Wanderer, der immer wieder von London nach Glasgow laufen will und des Englischen nicht mächtig ist. Also kann er niemanden nach dem Weg fragen. Er hat zwar eine Karte, doch die endet kurz hinter Sheffield bei Rotherham. So beschränkt wird er, nach einiger Suche, zuweilen Glasgow erreichen. Zuweilen wird er es verpassen, weit daneben oder nur knapp. Und dennoch hat er keine andere Wahl, wenn er von Herzen daran interessiert ist, von London nach Glasgow zu gelangen. Leider genügt es zu vielen Zeitgenossen, in London zu verbleiben.

6.) Ich habe Deutschland besucht. Die Menschen dort sind fleißig, strebsam und hören auf das, was andere ihnen sagen. In Manchester, Liverpool und Glasgow würden sich die Fabrikbesitzer die Finger nach den Deutschen lecken.

7.) Womöglich sind Frauen dümmer als Männer, so wie viele Zeitgenossen meinen. Jedoch können wir das gar nicht beurteilen, solange wir Frauen den Zugang zu höherer Bildung vorenthalten, ihnen nicht die Möglichkeit einräumen, zu scheitern. Im Augenblick verhalten wir uns wie ein Mann, der zu seinem Sohn sagt: "Junge, du kommst mir erst auf ein Pferd, wenn du reiten gelernt hast" - was seinerseits ein eindeutiges Zeichen von fahrlässiger und fundamentaler Dummheit ist.

8.) Unsere Kindheit endet fast immer in einer Tragödie. Gestern hatten wir noch einen Platz, wo wir hingehören, ein Zuhause, und heute sagen uns unserer Eltern, dass es das eben nicht ist, wir dort nichts mehr hingehören würden und uns was Neues suchen müssen. Die Folgen dieser Tragödie nimmt kaum jemand ernst, weil sie so viele betreffen. Dabei weist gerade diese Häufung darauf hin, dass sie nicht unbeobachtet bleiben darf.

9.) In Frankreich gibt es viele Franzosen.

10.) Bildung kann die Idiotie an sich nicht verhindern. Allerdings liefert sie viele gute Argumente gegen diese.

11.) Ich würde die Führung von Nationen am liebsten Hunden überlassen. Denn diese braven Tiere kann man mit guten Futter und ein regelmäßigen Streicheleinheiten sehr schnell davon überzeugen, dass es sich am besten lebt, wenn jede Seite das gibt, was sie hat. Und dafür erwarten kann, was sie braucht. So lebt es sich am besten. Für alle.

12.) Ich hatte früher vergleichbare Ansichten wie sie, mein Herr. Dann ist in meinem Leben allerdings etwas Entscheidendes passiert: mein sechster Geburtstag.

 
 

Kommentare zu diesem Text


loslosch
Kommentar von loslosch (01.06.2020)
nr. 9 reicht an lübkes erkenntnis nicht heran: "jeder mensch hat eine mutter". obwohl, leihmütter gibts doch auch.
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TrekanBelluvitsh meinte dazu am 01.06.2020:
1.) Die katholische Kirche würden dir widersprechen. Siehe: Adam und Eva.

2.) Ja, ich habe auch sehr lange gebraucht um herauszufinden, was er damit meint.
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TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (01.06.2020)
Da war der Schotte aber gar nicht geizig mit zündendem Gedankensprengstoff!
Gut, dass es den Dillmore gab, sonst müsste er erfunden werden
TT
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TrekanBelluvitsh antwortete darauf am 01.06.2020:
Ja, ich bin sehr froh, dass ich ihn gefunden habe. Selbst denken ist eine feine Sache, aber sind wir mal ehrlich: Das haben andere vor uns teilweise sehr viel besser gemacht als man selbst. Und warum sollte man nicht auf die hören? So etwas ist immer ein guter Anlass zum weiter denken.
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (01.06.2020)
hallo Trekan, fast jeder dieser Sprüche fordert zum Widerspruch heraus. Darin liegt ihre Qualität. Nehmen wir als Beispiel den ersten Spruch: Die Philosophie gibt es nicht. Es gibt unterschiedliche Philosophen, die unterschiedlich denken. Es gibt Philosophen, die ihr Denken dem Jetzt anpassen wollen. Andere wollen ihm um jeden Preis widersprechen. Es gibt solidere Aussagen über die Zukunft als über die Gegenwart, weil man in der Gegenwart stärker befangen ist.
Das Wesen der Philosophie ist freilich zum Nachdenken anzuregen und in diesem Sinne sind die Aussagen von MacDillmore gute Philosohie.
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TrekanBelluvitsh schrieb daraufhin am 01.06.2020:
Die provokante Formulierung ist ja ein wiederkehrendes Stilmittel bei HF MacDillmore. Ob das allein Stilmittel ist, oder mit dem zusammenhängt, was er z.B. in 2.) und 3.) sagt, habe ich bisher noch nicht so recht herausfinden können. Misanthrop oder Provokateur? Oder beides? Wer kann das schon wissen...

Antwort geändert am 01.06.2020 um 13:04 Uhr
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Judas
Kommentar von Judas (01.06.2020)
9.) In Frankreich gibt es viele Franzosen.

Ein Philosoph nach meinem Geschmack.
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TrekanBelluvitsh äußerte darauf am 01.06.2020:
Für jeden was dabei. So oder so.
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LottaManguetti
Kommentar von LottaManguetti (01.06.2020)
Zwei Sterne bewahren mich hoffentlich davor, auch noch etwas dazu schreiben zu müssen?



Lotta
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TrekanBelluvitsh ergänzte dazu am 01.06.2020:
...HF MacDillmore will return...
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Veröffentlicht am 01.06.2020, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 03.06.2020). Textlänge: 581 Wörter; dieser Text wurde bereits 74 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 04.07.2020.
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