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Die Wiedererschaffung des Paradieses

Aufruf zum Thema Alleinsein


von ferris

Nach Ernest Bornemann war das Paradies von welchem so viele Religionen berichten niemals ein Ort sondern eine Form des Zusammenlebens. Die Menschen waren empathisch wie die Tiere und eine Unterscheidung von eigenen und fremden Gefühlen gab es nicht, diese Zuordnungen waren noch gar nicht erfunden. Bei den Zigeunern habe ich etwas ähnliches erlebt aber auch unter diesen reinen Menschen gibt es längst nicht mehr den perfekten paradiesischen Zustand denn von außen dringt Kummer und Einschränkung der Freiheit in die Gemeinschaft, ob das Streben nach Reichtum und Erfolg das ich bei manchen beobachtet habe gespielt ist um mir etwas zu zeigen oder ob diese Menschen wirklich schon von unserer kapitalistischen Hölle, von unserem autoritären System infiziert sind kann ich immer noch nicht genau sagen.

Jetzt wo es diese Zuordnungen von eigenen und fremden Gefühlen gibt ist klar dass das neue Paradies sich vom alten unterscheiden wird, die Menschen wieder alles vergessen zu lassen was sie über „Ich“ und „Du“ und „Er“ und „Sie“ und „Es“ gelernt haben ist unrealistisch. Sie können aber vielleicht etwas über das „Wir“ lernen und die falsche Vorstellung vom boshaften und schlechten Menschen aufgeben. Selbst der Satanist glaubt das seine autoritäre Denkweise und sein Drang zur Unterwerfung und zur Kontrolle letztlich dem Planeten Erde etwas gutes bringt.

Aber wie reagiere ich auf unkontrollierte Wut die jemand den ich liebe und dem ich helfen will mir entgegen bringt? Wie reagiere ich wenn eine kleine angebrachte Kritik die dem Wohle aller dient Wut auslöst? Mit Unverständnis kann ich umgehen, entweder versuche ich zu lernen wie ich mich verständlicher ausdrücken kann oder mir fällt direkt eine neue Erklärung ein.

Die ersten Zigeuner die ich kennenlernte hatten als Gemeinschaft eine sehr subtile Art mich zu kritisieren ohne mich direkt kritisch anzusprechen. Hier in meinem Paradies fehlen mir solche Möglichkeiten. Ich wollte damals von diesen Menschen lernen und wurde von der Kritik nicht wütend weil ich lange vorher akzeptiert hatte dass es Menschen gibt die auf irgendwelchen Gebieten mehr können als ich und alles lernen wollte. Bei der Reinigung meiner Seele wurde ich in Ängste versetzt, die Angst meine Freiheit zu verlieren trieb mich mehrfach davon, aber hinter diesen Ängsten steckten immer verdrängte und unnötige Schuld und Schamgefühle wegen denen ein Teil meiner Seele glaubte Bestrafung verdient zu haben und am Ende und am Ende führten mich die Stimmen in meinem Kopf immer dort hin wo sich die Schuld und die Scham auflöste und so kam ich immer zurück und jedes Mal wenn ich zurückkam war es wie immer und ich fühlte mich wie ein Teil der Familie.

Die zweiten Zigeuner die ich kennenlernte kritisierten mich direkt, aber ohne mir dabei das Gefühl zu vermitteln nicht zur Familie zu gehören. Ich stank, meine Wohnung war schmutzig und ich wusste das, ich wusste aber auch dass dies Folgen meiner Einsamkeit sind welche sich erst auflösen werden wenn jemand mit mir den gleichen Weg geht.

Nun bin ich verheiratet und habe meinen eigenen Zigeunerplatz, fast vollständig wie in meiner Vision: Pferde, Hunde, Ziegen die bald Milch geben, eine ganz kleine Kommune und ein Kind, der Rest kommt sicher in absehbarer Zukunft, die Selbstversorgung in Gemeinschaft mit Mensch und Tier ist greifbar nahe. Ich weiß auch wie ich letzendlich meine Metaphysik unters Volk bringen werde: Ich gründe eine Kirche die auf meiner Metaphysik und auf Religionsfreiheit basiert und alle Religionen vereint, eine Kirche in deren Statuten verankert ist dass sich alle gegenseitig helfen und allen im Rahmen der Gesetzte ermöglicht wird frei zu leben, ich mache den Abschluss in Theologie so dass ich auch von den Offiziellen, von denen die meinen es besser zu wissen als ein Zigeunerjesus, akzeptiert oder wenigstens angehört werden muss, die Partei die unsere Lebensweise  zur wählbaren Alternative macht ist auch bis ins letzte durchdacht genau wie der Übergang in eine bessere Gesellschaft detailliert geplant ist.
Aber bevor das alles umgesetzt werden kann muss ich hier eine paradiesische Lebensweise etablieren und das ist mir noch lange nicht gelungen. Es fehlt immer noch am vertrauen darauf dass ich weder Freiheiten einschränken noch egoistische Motive durchsetzten will und wenn ich undurchdachte Handlungen kritisiere weil sie Zerstören könnten was wir aufgebaut haben, was wir zum Leben brauchen oder weil sie zu Leid für Mensch und Tier führen können schlägt mir immer wieder Wut entgegen. Versuche ich der Wut aus dem Weg zu gehen und auf Beruhigung der Lage zu warten werde ich verfolgt und kriege die Wut trotzdem ab. Werfe ich die Wut zusammen mit Argumenten zurück fließen Tränen und der Lerneffekt ist gleich Null. Nehme ich die Wut wortlos hin macht sie mich krank und immer schwächer und bis jetzt habe ich noch von keinem zweiten Zigeunerjesus gehört der weiterführen könnte was ich tue und welcher der Menschheit auch sagen kann was mir Gott zu sagen aufgetragen hat. Ich fühle Verantwortung denn ich habe von Gott empfangen worum ich gebeten habe und versprochen der Menschheit damit etwas gutes zu tun als ich noch ein Kind war und ich will mein Versprechen halten. Um dieses Versprechen halten zu können muss ich mein Paradies erst Mal im kleinen errichten und dabei weiß ich oft nicht weiter und keiner hilft mir.

Die zweiten Zigeuner haben versprochen mich zu besuchen und auf meinen Platz zu kommen. Vielleicht ist das die einzige Möglichkeit. Ich kann nur warten und bis dahin tun was mir möglich ist. Mein Platz steht allen Zigeunern offen. Kommt und helft mir. Bitte!

Anmerkung von ferris:

Na ja, vielleicht schaffe ich es auch doch selbst und bekomme einfach nur irgendwann Besuch von anderen Zigeunern die sich hier wohlfühlen und sich die Vorteile meiner geplanten Projekt zur Errichtung des Paradieses auf Erden anhören.

Als ich diesen Text geschrieben habe hatte ich gerade einen kräfteraubenden Streit hinter mir. Im Moment sieht es so aus als sei doch etwas von meinen Argumenten angekommen.


 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Regina (21.06.2020)
Solch paradiesisches Zusammenleben ist nie von sehr langer Dauer gewesen, es wurde von außen zerstört oder von innen verschlampert. Aber bleibe guten Mutes, die Zeit ist neu. LG Gina
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ferris meinte dazu am 21.06.2020:
Danke Tatsächlich geht es hier immer voran und mittlerweile sieht es so aus als hätten wir es wirklich geschafft zusammenzuwachsen und den selben Weg zu gehen, zum Wohle unseres Kindes (auch wenn ich nur Stiefvater bin). Das ist der Vorteil wenn es nicht nur um einen selben geht, da kann man ganz anders argumentieren.

Die Einschreibung in evangelische Theologie ist im vollen Gange und meine Kirche wird keine Kirche im bekannten Sinne. Sie bietet nur den rechtlichen Rahmen so zu leben wie ich es bei den verschiedenen Zigeunern erlebt habe. Das ganze Funktioniert am Anfang auf Basis eines gaz normalen eingetragenen Vereins, so wie es für Projekt Zigeunerjesus geplant war. diese Kirche kann wie alle Kirchen auch Arbeitgeber sein und somit alle die gutes tun zu anerkannten Mitglieder der Gesellschaft machen, ich habe keinen einzigen schlechten, faulen oder bösen Zigeuner getroffen, alle sind so wie die Christen behaupten zu sein und helfen jedem der Hilfe will und ohne Vorurteile kommt. Keiner ist faul, alle arbeiten jeden Tag, nur nicht in einem monotonen Sklavenleben. Ich wurde durch Zigeuner von meiner Sucht und meinen Depressionen geheilt und meine traumatisierte Persönlichkeit wurde repariert so dass ich nun meine eigene Familie mit Haus, Hof, Kind und Tieren gefunden habe und ein lebenswertes Leben führe. Meine Kirche wird keine autoritären Strukturen aufweisen und keinem Vorschreiben was er zu glauben hat und mit jeder etablierten Religion außer dem Satanismus zusammen funktionieren. Ich will nur weitergeben was ich von den Zigeunern und der Wissenschaft über den Umgang mit den eigenen Gefühlen gelernt habe und ich kann jedem der es Verstehen will erklären warum Gott existiert und unter welchen Umständen Gott unsere Gebete erhört. Niemand wird mich als Jesus Christus anerkennen müssen, aber jeder muss akzeptieren und tolerieren können dass ich glaube das zu sein was mit der Wiederkunft Jesu Christi gemeint war und wer das akzeptieren und tolerieren kann, der kann auch jeden anderen Glauben und jede andere Meinung akzeptieren und tolerieren, genauso werde ich auch jeden anderen akzeptieren und tolerieren der das gleiche erlebt hatoder von sich glaubt so lange dahinter keine satanistischen/egoistischen Motive stecken die anderen Menschen schaden können. Jedem der mit seinem glauben anderen Schaden will kann ich in Grund und Boden diskutieren so dass Gott ihn durch sein verdrängtes Gewissen bestrafen wird indem Gott ihn verlässt.

Wir schaffen hier eine Gemeinschaft wie bei den Zigeunern und erhalten unser Paradies und ich werde mein Leben lang tun was ich kann um dieses Paradies auf der ganzen Welt zu errichten.
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ferris
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Veröffentlicht am 20.06.2020, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 20.06.2020). Textlänge: 894 Wörter; dieser Text wurde bereits 42 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 25.07.2020.
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