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Endgültig tot - keine Nahtoderfahrung in Jemen

Bild zum Thema Ignoranz


von Aha

Sie war sehr jung. Man verehrte sie wegen ihrer geschmeidigen Bewegungen, ihren schönen leuchtendbraunen Augen und ihrem auffallend geschwungenen schönen Mund. Sie war jedem gegenüber sehr freundlich, gleichzeitig auch etwas zurückhaltend; ja, manchmal wirkte sie zwischendurch fast ein wenig zu schüchtern. Doch die Grazie ihrer Bewegungen, ihr strahlendes Lächeln oder manchmal sinnlicher Blick, wenn sie etwas ernst war, löste jeden Anflug des Gedankens eines Makels an ihr wieder auf. Die Zartheit ihres schlanken Körpers war so filigran, daß man Angst hatte, sie könnte durch einen starken Wind zerbrechen.

Das Geschoss, das mitten in ihrer Wirbelsäule explodierte, war ein Meisterwerk deutscher Waffentechnologie, auf welche nicht wenige Politiker, Industrielle, sowie auch Wähler, welche die Partei gewählt hatten, die den Rüstungsexport in Krisenländer befürworten, aus irgendeinem Grund sehr stolz sind.

 
 

Kommentare zu diesem Text


DanceWith1Life
Kommentar von DanceWith1Life (28.06.2020)
Kein Kommentar, oder besser ohne Worte oder beides, vielleicht versteht ja jemand, was ich sagen will.

Sehr geehrte Kommentatoren,
in Anbetracht des nun folgenden Aufstandes in einer kleinen Leserschaft, irgendwo im hintersten Winkel der Online-Community sehe ich mich gezwungen, diesen Kommentar doch in Worte zu fassen, auch wenn es mir schwer fällt.
Ich habe über den Krieg im Jemen nur gehört, mit der Zusatzbemerkung einer humanitären Katastrophe, nicht in der selben Ausführlichkeit der Berichterstattung, wie der des Irakkrieges, oder dem sogenannten "Krieg gegen den Terror", aber man hat zumindest davon gehört.
Ich muss hinzufügen, ich habe schon die Bilder aus Vietnam, nicht wirklich verstanden.
Soll heißen, ich habe keine Schublade dafür gefunden, ich ließ sie offen in mir rumliegen, ganz einfach, weil ich gar nicht anders konnte.
Seitdem habe ich im halbjährlichen Abstand neue Kriegsbilder serviert bekommen, alle gut aufbereitet und wohldosiert,
mehr als 50 Jahre lang.
Die liegen alle offen rum.
Keine Reaktion.

Kommentar geändert am 28.06.2020 um 17:14 Uhr
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (28.06.2020)
Es nimmt dem Text nicht die Brisanz, dass das überall passieren kann.
LG
Ekki
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franky
Kommentar von franky (28.06.2020)
Guten Morgen Aha

Traurige Wahrheit aber ist: Wäre es nicht ein Deutsches Geschoss gewesen, dann wäre es ein Russisches, oder Amerikanisches gewesen, geschossen würde auf jeden Fall. Der Tod des schönen Mädchens wäre nicht zu verhindern gewesen.

Nachdenkliche Grüße
Von
Franky
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Jo-W.
Kommentar von Jo-W. (28.06.2020)
die Wirklichkeit ist manchmal sehr brutal-einen Gruß-Jo
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Konkret
Kommentar von Konkret (28.06.2020)
Jeder der Waffen oder Rüstungsteile herstellt, oder an der Herstellung von solchen Teilen beteiligt ist, oder durch seine Arbeit eine solche Herstellung ermöglicht, trägt im Inneren eine tiefe Schuld.
Der Satz:"Wenn ich es nicht mache, dann macht es ein anderer."
Ist einfach nur dumm und eklatant realitätsverdrängend.
Wenn ich der alten Dame die Handtasche nicht klaue, dann macht es ein anderer, oder wenn ich den Typen nicht kille, dann...

Die letzten beiden Sätze von Dir zeigen sehr schön, mit welch
naiver Ignoranz große Teile unserer christlichen Gemerinschaft
sich an den Abendbrottisch zu setzen vermögen.
Sollte immer wieder auf's Tapet.

winkma

Kommentar geändert am 28.06.2020 um 09:42 Uhr
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loslosch
Kommentar von loslosch (28.06.2020)
am reißbrett entworfen. würde ein reporter hautnah erlebtes berichten mit details aus dem leben des opfers, wäre der text vermittelbar.
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AZU20
Kommentar von AZU20 (28.06.2020)
Das trifft den Leser ins Herz. LG
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Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (28.06.2020)
Sehr moralinsauer.
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Fisch meinte dazu am 28.06.2020:
Dieter, bist Du mal als Bub in ein Topf mit Bots gefallen?
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DanceWith1Life antwortete darauf am 28.06.2020:
Das kann ja eigentlich nur an der dargestellten Szene liegen, die Beschreibung als solche ist weder pathetisch noch übertrieben. Einem Journalisten muss man sowas eigentlich nicht näher erläutern.
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Terminator
Kommentar von Terminator (01.07.2020)
Der erste Absatz beschreibt, was es nicht gibt, der zweite die pure Realität. Der Text hat auf Naive gewirkt, doch bewirkt bei Nachdenklichen einige Reperkussionen: muss ein Mensch erst so unrealistisch schön und liebenswert beschrieben werden, damit uns sein Tod berührt? Was ist mit echten Menschen im Jemen, die nicht zart und filigran und sinnlich und freundlich sind, passt auf die die deutsche Waffentechnologie wie die Faust aufs Auge?
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Aha
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Veröffentlicht am 28.06.2020, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 28.06.2020). Textlänge: 126 Wörter; dieser Text wurde bereits 87 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 01.07.2020.
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