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09 - Der WegInhaltsverzeichnis11 - Graf

10 - Schleswigsche Monatsschrift vom Mai 1752 (Auszug)

Erzählung zum Thema Dunkelheit


von TrekanBelluvitsh

Was bisher geschah:
Seit 1766 geht in der Grafschaft Werrentheim eine Bestie um. 1768 will der König etwas dagegen unternehmen. Er beauftragt Erik von Berensiel, die Bestie zur Strecke zu bringen.




(Aus dem Nachlass von Doktor Friedrich Himmel)

So ist ein großes Unglück zu berichten, denn in der Nacht des 13. des letzten Monates, welcher der April anno 1752 gewesen ist, brannte der Sitz derer von Berensiel nieder und es blieb nichts übrig. Das Gesinde vermochte sich zu retten und tat, nach vielerlei Berichten, was es nur konnte, um der Flammen Herr zu werden. Auch Freunde und Nachbarn eilten herbei. Alle nahmen große Mühen auf sich. Indes war ihrem ehrenwerten Werk kein Glück beschieden. Zuletzt mussten die braven Helfer gar selbst um ihr Leben fürchten und wandten sich zur Flucht. Niemand wollte ihnen das verdenken.

Erst am Morgen des 14. wurde man gewahr, dass die Frau Hildegard von Berensiel und ihr ältester Sohn Sindolf nicht unter den Lebenden schienen. Man suchte an allen Orten, fragte überall nach ihnen und schickte Reiter aus. Der Sohn eines Schusters mit seinem kleinen Bruder fand schließlich die verbrannten Überreste von zwei Menschen in der niedergebrannten Ruine.

Welch großes Unglück ist da über die Familie von Berensiel hereingebrochen, kam doch schon im letzten Jahr der Junker Elmar von Berensiel im Heiligen Land ums Leben, als er in den Straßen von Jerusalem, der heiligen Stadt unseres Herrn, von einem herabfallenden Dachziegel erschlagen wurde. Er war mit seinem jüngsten Sohn Erik auf Reisen, um als demütiger Pilger die Stätten des Wirken des Heilandes zu schauen.

Nun scheint die ganze Familie nicht mehr zu sein, denn was aus dem Knaben Erik wurde, weiß niemand zu berichten. Auf jeden Fall kehrte er nach dem Tod des Vaters nicht zurück und auch jetzt nicht, um sein Erbe anzutreten. Dies ist die Tragödie derer von Berensiel und jeder aufrechte Mann muss es beklagen.

Itzo scheint die Nacht vom 13. auf den 14. April auch ansonsten eine von großem Unglück gewesen zu sein, denn wie man jetzt weiß, verschwand da auch der Kaufmann Constans Heubaum und ward nie mehr wiedergesehen. Und obwohl sein Reittier, ein braver Rappe, gar zugerichtet am Wegesrand nicht weit vom Sitz derer von Berensiel gefunden wurde, hofft seine Familie und alle die ihn kennen, noch auf ein Lebenszeichen von Constans Heubaum und leben in der Hoffnung, dass er zu ihnen zurückkehren möge. So wollen wir dazu aufrufen, dass alle, die ihn gesehen oder von ihm gehört haben, bei der Suche behilflich sind.

Nicht genug mit all dem Unglück, gibt es von jener Nacht auch noch von Untaten zu berichten. In einem Wildpark des Königs wurde ohne Genehmigung Wild geschossen. Sieben Stück der schönsten Tiere waren für die kgl. Wildhüter nicht mehr auffindbar.

Flussfischern wurden die Boote gestohlen oder zerschlagen, so dass man glauben mochte, die Vandalen sein nach Rom zurückgekehrt.

So war der 13./14. April anno 1752 wahrlich für viele ein Grund zu großer Klage.




- Fortsetzung folgt -

Anmerkung von TrekanBelluvitsh:

05 - Schleswigsche Monatsschrift vom Mai 1752 (Auszug)


 
 

Kommentare zu diesem Text


EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (30.06.2020)
Dass der Besitz derer von Berensiel niederbrannte, lässt den Schluss zu, dass die Verfolgung der Bestie durch Erik von Berensiel eine Haupt- und Staatsaktion ist, die noch für viele Überraschungen gut sein wird, Der Chronist dieses Romans erzählt leicht elegisch, ohne Sensationshascherei, sodass der Leser des Schauerromans betroffen ist.
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TrekanBelluvitsh meinte dazu am 30.06.2020:
Der Leser sollte halt einiges wissen, um die Geschichte zu verstehen. Und natürlich würde ich auch den Leser niemals auf eine falsche Fährte locken.
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LottaManguetti
Kommentar von LottaManguetti (30.06.2020)
Itzo ...
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TrekanBelluvitsh antwortete darauf am 30.06.2020:
Oh, es ist mir gelungen, dich zu überraschen? Donnerlüttchen!
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AchterZwerg
Kommentar von AchterZwerg (30.06.2020)
Familie Berensiel scheint die "goldene Serie" zu haben: Erst unbedankter Weise nach Jerusalem gepilgert, dann tot und den armen kleinen Erik zum Waisenkind gemacht!
Noch unheilvoller mutet natürlich (!) die Wilderei in den Gärten des Königs an. Selbst bei größtem Hunger sollte das Volk lieber sein Maul halten als es unangemessen aufzureißen,

findet
der königstreue8
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TrekanBelluvitsh schrieb daraufhin am 30.06.2020:
Ich bitte dich: Wie verkommen muss die Moral sein, wenn man sich am Wild des Königs vergreift. Dem Wild des Königs!


Ja, der Herrgott hat eine komische Art jenen zu danken, die ihm nahe sein wollen...
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TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (30.06.2020)
Also, kurz reingedacht in die Chronologie.
Erik ist also doch aufgetaucht. Vielleicht erfährt der geneigte Leser noch Genaueres.
TT
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TrekanBelluvitsh äußerte darauf am 30.06.2020:
So ganz verschwunden ist Erik nicht, wie wahr.
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09 - Der WegInhaltsverzeichnis11 - Graf
TrekanBelluvitsh
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Dies ist ein Kapitel des mehrteiligen Textes Die Bestie.
Veröffentlicht am 30.06.2020. Textlänge: 490 Wörter; dieser Text wurde bereits 53 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 04.08.2020.
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EkkehartMittelberg, franky.
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