Login für registrierte Nutzer
Benutzer: Passwort:

Noch nicht bei KV registriert?
Jetzt registrieren!
KV ist kostenlos und werbefrei!

Neu bei uns:
blackdove (25.07.), Mercia (18.07.), Misanthrop (16.07.), Thomas-Wiefelhaus (12.07.), FliegendeWorte (04.07.), Buchstabensalat (04.07.), Lir (04.07.), Mondscheinsonate (02.07.), hanswerner (30.06.), Gehirnmaschine (29.06.), Jedermann (29.06.), Entscheidungsrausch (26.06.)...
Übersicht aller neuen Autoren und Leser
Wen suchst Du?

(mindestens drei Buchstaben)

Zur Zeit online:
KeinVerlag.de ist die Heimat von 607 Autoren* und 68 Lesern*. Was es sonst noch an Neuem gibt, steht hier.

(*Im Gegensatz zu allen anderen Literaturforen zählen wir nur die aktiven Mitglieder, da wir uns als Community verstehen und nicht als Archiv toter Texte. Würden wir alle Nutzer zählen, die sich seit Gründung hier angemeldet haben, und nur die abziehen, die sich selbst wieder abgemeldet haben oder rausgeworfen wurden, kämen wir auf 15.013 Mitglieder und 437.301 Texte. Musste auch mal gesagt werden.)

Genre des Tages, 03.08.2020:
Ghasal
Das Ghasel ist eine romantische Liedform, die im 8. Jh. zwischen Indien, Persien und Afghanistan entstanden ist und seit dem... weiterlesen
... und was wir daraus machen:

Ziemlich neu:  Meine Braut von Didi.Costaire (23.10.19)
Recht lang:  Auf die Gefahr hin, dass ich bloß krakeele (Ghasele) von Didi.Costaire (138 Worte)
Wenig kommentiert:  Der Vergangnen von Hecatus (noch gar keine Kommentare)
Selten gelesen:  WENN ICH AN DEINE WAHNSINNSSCHENKEL DENKE - geghaselte lust von harzgebirgler (nur 340 Aufrufe)
alle Ghasale
Lest doch mal ...einen Zufallstext!
Unser Buchtipp:

lee rschlag
von styraxx
Projekte

keineRezension.de
KV woanders

keinVerlag.de auf Facebook
Eine Meinung: "Ich bin bei keinVerlag.de willkommen, weil wegen der willkommenskultur" (eigensinn)

105

Kurzgeschichte zum Thema Begegnung


von hanswerner

105

Das Haus mit der Nummer 105 an der ehemaligen Hauptstraße der Stadt, war ein großes Haus mit fünf Stockwerken. Im Erdgeschoss befand sich ein Haushaltsartikelladen.
Über der Tür des Geschäftes hing ein Holzschild auf dem in alter Schrift KOLONIALWAREN - SCHMITZ zu lesen stand.
Der Laden hatte statt Schaufenster, große Wohnungsfenster im Erdgeschoss, hinter denen einige Artikel aus dem Haushaltssortiment ausgestellt waren.
Über dem Geschäft lagen die Wohnungen. Drei in jeder Etage. Eine Wohnung nach vorne zur Straße und zwei zum Hinterhof.
Früher, so konnte ich mich erinnern, stand im Hinterhof ein Haus, welches eben so groß war wie das Haus zur Straßenseite, doch wurde es im letzten Krieg von mehreren Bomben getroffen und total zerstört. Ähnlich erging es den Häusern in der unmittelbaren Nachbarschaft zum Haus 105, so dass dieses wie eine einsame Insel im Asphaltmeer stand.
Richtete man den Blick nach oben, über den dritten Stock hinaus, konnte man sehen, dass der vierte und fünfte Stock ausgebrannt waren und man feststellen musste, dass das Haus unbewohnt war. Die Fenster waren zersplittert und dahinter hingen zerrissene und vergilbte Gardinen. Bewegungen waren in den Stockwerken keine zu erkennen.
Der Laden im Erdgeschoss schien geschlossen zu sein.
Kaum ein Mensch verirrte sich in diese, einst so belebte Gegend.
Von Verwandten wurde erzählt, dass es sich bei den zerstörten oberen zwei Etagen des Hauses, in der früher unsere Wohnung lag, um Brandstiftung handelte.
Ich beschloss, das Haus von der Innenhofseite zu fotografieren. Es sollten Erinnerungsfotos an mein Geburtshaus werden.
Da auf der Straße seit Jahren kein Auto mehr fuhr, konnte ich nach Herzenslust aus allen Perspektiven knipsen.
Der Anblick meiner Geburtsstätte war sonderbar. Der untere Teil des Hauses, der rötlich schimmernde Klinker und dann die nach oben hin immer dunkler werdender Fassade, bis sie in den oberen Stockwerken nur noch schwarz und wie ein ausgefranster Schornstein aussah.
Das Haus zu betreten fehlte mir der Mut. Ich hatte Angst, dass das Gebäude über mir zusammenbrechen könnte.
Als ich Tage später die entwickelten Bilder in Händen hielt und eines nach dem anderen betrachtete, entdeckte ich auf einem der Fotos hinter einem Fenster im zweiten Stock das blasse Gesicht eines Mannes. Er schien mich direkt anzustarren und hatte seinen Mund zu einem Schrei geöffnet. Im Hintergrund war ein heller Schein zu sehen. Ein stummer Schrei der Furcht auf einer Fotografie. Mich fröstelte, als ich meinte, den alten Erbek zu erkennen, der mir als Kind, als ich noch in diesem Hause wohnte, allein durch seine Anwesenheit, Angst einjagte. Er war es auch, der von den anderen Bewohnern für den Brand in den oberen Stockwerken verantwortlich gemacht wurde. Doch, so wurde ebenfalls erzählt, soll er bei dem Brand uns Leben gekommen sein. Er war das einzige Opfer.
Mein Geburtshaus wurde einige Wochen nach meiner Besichtigung abgerissen. Von einem letzten Bewohner im Haus mit der Nummer 105 wurde nichts erzählt.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (02.07.2020)
Kommageddon!

Das Haus mit der Nummer 105 an der ehemaligen Hauptstraße der Stadt, war ein großes Haus mit fünf Stockwerken.
->
Das Haus mit der Nummer 105 an der ehemaligen Hauptstraße der Stadt war ein großes Haus mit fünf Stockwerken.

Der Laden hatte statt Schaufenster, große Wohnungsfenster im Erdgeschoss, hinter denen einige Artikel aus dem Haushaltssortiment ausgestellt waren.
->
Der Laden hatte statt Schaufenster große Wohnungsfenster im Erdgeschoss, hinter denen einige Artikel aus dem Haushaltssortiment ausgestellt waren.


Kaum ein Mensch verirrte sich in diese, einst so belebte Gegend.
->
Kaum ein Mensch verirrte sich in diese einst so belebte Gegend.
diesen Kommentar melden
hanswerner meinte dazu am 06.07.2020:
Hallo Dieter,
vielen Dank für deine Kritik und deine Korrektur.
LG hanswerner
diese Antwort melden

hanswerner
Zur Autorenseite
Zum Steckbrief
Zum Aktivitäts-Index
Veröffentlicht am 01.07.2020. Textlänge: 472 Wörter; dieser Text wurde bereits 30 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 01.08.2020.
Was meinst Du?
Diesen Text kommentieren
Schlagworte
Straße Feuer Brand
Mehr über hanswerner
Mehr von hanswerner
Mail an hanswerner
Blättern:
voriger Text
nächster Text
zufällig...
Weitere 8 neue Kurzgeschichten von hanswerner:
Zwei Kännchen Tee Der Leuchtturm Das Zimmer Der Himmel so Pink Lulli Atme ... Der Schläfer und der Wecker B.G. ist gestorben
Mehr zum Thema "Begegnung" von hanswerner:
Zwei Kännchen Tee
Was schreiben andere zum Thema "Begegnung"?
Am selben Fluss (DeenahBlue) 22.11.1963 Das Attentat (Hartmut) 2018 Liebe und Ebeil (Hartmut) Am Fluss (DeenahBlue) Es war endgültig aus (Borek) Annikaeske Atempausen (Matthias_B) berührt (Jo-W.) 1998 Die Frau am Ende der Straße (Hartmut) Meine Kaffemaschine (Teichhüpfer) 5 – Kontakt (ZAlfred) und 525 weitere Texte.
Dieser Text ist höchstwahrscheinlich urheberrechtlich geschützt. mehr Infos dazu
diesen Text melden
© 2002-2020 keinVerlag.de   Impressum   Nutzungsbedingungen 
KV ist kein Verlag. Kapiert?
© 2002-2020 keinVerlag.de