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Augustinus - ein überzeugter Christ und überzeugender Kirchenlehrer

Essay zum Thema Glaube


von Bluebird


(von Bluebird)
Eine der faszinierendsten Persönlichkeiten des Christentums ist sicherlich Aurelius Augustinus (354 – 430), weil hier persönlicher Glaube und christliche Apologetik in einem guten Verhältnis zueinander standen.
  Über seinen Weg zum christlichen Glauben wissen wir recht genau Bescheid, weil er es in seinen Bekenntnissen ausführlichst geschildert hat. Sein Weg in den Glauben war nicht einfach. Selbst als er ihn schon für wahr hielt, konnte er sich nicht wirklich darauf einlassen. Erst ein Schlüsselerlebnis führte dann zu seiner Bekehrung.
 
Als Bischof von Hippo setzte er sich dann mit Fragen des Glaubens und der rechten Lehre auseinander. Er vertrat beispielsweise eine Prädestinationslehre (Gottes freie Gnadenwahl der Errettung), die ihmaber gleichzeitig auch schwer zusetzte:
„Beim unerbittlichen Zu-Ende-Denken dieses Mysteriums verdüstern sich seine Gedanken zunehmend zu der Vorstellung einer unabwendbaren Verwerfung des größeren Teil der Menschheit und zu einem Gottesbild von erdrückender Qual.“ (Geschichte der Kirchen)
Hier tritt, trotz hoher Sensibilität und scharfem Intellekt, eine Schwäche des Augustinus zutage. Es kann nur so oder so sein, nicht irgendetwas dazwischen.

So verwirft er beispielsweise die Lehre des Pelagius, dass der Mensch etwas zu seinem Heil beitragen könne und sogar müsse, in Bausch und Bogen. Er ging wohl sogar soweit, dessen Ausschluss aus der katholischen Kirche mitzubetreiben.
  Aber damit vergab er auch eine Chance. Denn es gilt zu verstehen, dass Gott zwar in seiner Gnadenwahl frei ist, dass die Bibel aber voller Aufforderungen ist, Ihn zu suchen. „Wen ihr mich ernsthaft sucht, will ich mich von euch finden lassen!“ (Jeremia 29, 13-14)
    Dennoch kann man – aus christlicher Sicht - die Lebensleistung des Augustinus eigentlich nur würdigen. Er war, auch unter Berücksichtigung der Zeitumstände, ein wirklicher Christ und Kirchenlehrer im besten Sinne des Wortes!

Denkimpuls:
Auch große Persönlichkeiten sind nicht frei von Irrtümern!



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Kommentare zu diesem Text


DanceWith1Life
Kommentar von DanceWith1Life (21.07.2020)
Wenn seine Bekenntnisse wie die deinen sind, wissen wir gar nichts.
Finde raus, was ich damit meine, sonst kannst du deine Schreiberei unter politischem Ärgernis einordnen und nicht unter Glaube.
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LotharAtzert meinte dazu am 21.07.2020:
Wenn es einen Kommentar des Monats gäbe - dies wäre er für mich.
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DanceWith1Life antwortete darauf am 21.07.2020:
Von meinem Blickwinkel aus, ist das eine sehr interessante Antwort. Zum einen, da ja der Buddhismus, erlaube mir dieses en Gros, ich habe gehört es gibt viele Unterschiede usw, ebenso mit überlieferten Texten arbeitet und die Erkenntnisse darin sucht.
Zum Anderen sich dann ans Individuum wendet, "schau in dich selbst". Wirkliche Christen würden vielleicht Anworten, auch ich suche im Gebet die "Transzendenz" und das will hier wohl niemand abgesprochen haben. Aber dann schreibe ich anders.
Sonst ist nichts passiert.
Mir fällt gerade eine Spur mehr Höflichkeit gegenüber Lothar auf, dafür entschuldige ich mich bei Birdy. Ich werde in Zukunft mehr darauf achten.

Antwort geändert am 21.07.2020 um 16:12 Uhr
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LotharAtzert schrieb daraufhin am 21.07.2020:
Ja, so ist es in der Tat (- vor allem in den Mahayana-Sutras) Es gibt Texte, die sind absolut wörtlich zu nehmen und es gibt die andern, die das Muster durchbrechen, so daß sich niemals jemand sicher sein kann, ob dies oder das., das ist der Kampf gegen die Geistesträgheit.
Sei nett zum Birdy.
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Bluebird äußerte darauf am 21.07.2020:
Im Ringen um die Wahrheit ist Höflichkeit/Fairness nicht unbedingt eine notwendige Tugend, aber eine, die "Birdies" durchaus zu schätzen wissen
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Graeculus
Kommentar von Graeculus (21.07.2020)
Es freut mich, daß Du Dich für Augustinus interessierst. Wenn Du jetzt noch ein Buch von ihm liest (z.B. "De libero arbitrio"), dann kannst Du Dir ein kompetentes Urteil bilden.
Wikipedia-Wissen reicht dafür nicht.

Zu der Frage, ob angesichts der Allmacht Gottes ein freier Wille des Menschen überhaupt denkbar ist, trägt das Jeremias-Zitat ebensowenig bei wie Dein Text. Die Argumente des Augustinus tun es schon!
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Bluebird ergänzte dazu am 21.07.2020:
Für viele ist es schwer eine gewisse "Unschärfe" bzw. Ambivalenz auszuhalten ... sie wollen die Sache geklärt wissen und treffen dogmatische Festlegungen, die letztlich nicht wirklich haltbar sind.

Übrigens ist das auch in Punkto menschlicher Willensfreiheit/göttliche Vorherbestimmung so ... beim konsequenten Durchdenken stoßen wir da an die Grenzen unserer menschlichen Logik, wobei doch eigentlich klar sein sollte, dass ein Gott in seinem Handeln sich außerhalb davon bewegen könnte, und somit letztlich unbegreiflich wäre ...

Antwort geändert am 21.07.2020 um 18:52 Uhr
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Graeculus meinte dazu am 21.07.2020:
Wenn Gott sich außerhalb der (oder unserer) Logik bewegt, dann ist alles möglich; er kann dann auch ungerecht, böse, willkürlich nach unseren Maßstäben sein. Ebenso kann er manchmal existieren und manchmal nicht usw. Einer in drei Personen ist er ja schon.
Ich weiß nicht (ich ahne nichtmal), wie man sich so jemandem vertrauend hingeben kann.
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Bluebird meinte dazu am 21.07.2020:
Vertrauen basiert auf dem, was man erkennt. Nicht auf dem , was man nicht erkennt oder weiß. In diesem Sinne ist die Botschaft an den Einzelnen klar und deutlich formuliert:
Über Jesus in eine Gottesbeziehung, Unterstützung und Trost im Diesseits, ewiges Leben im Jenseits

Hinzu kommen klare Bestätigungen und Offenbarungen als vertrauenbildende Maßnahmen
Erwartet wird dafür aber auch, dass man auch dann noch vertraut, wenn und wo man nicht mehr versteht.
Ich muss sagen, dass ich in den letzten 35 Jahren damit sehr gut zurechtgekommen bin .... meine grundsätzliche Entscheidung da nie bereut habe!
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DanceWith1Life meinte dazu am 21.07.2020:
das Problem wird nicht benannt, Vertrauen in unseren Schöpfer ist für niemanden ein Problem, in die verschiedenen Glaubensrichtungen und deren Prediger dasselbe Vertrauen haben, ist ein ganz anderes Thema.
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LotharAtzert meinte dazu am 21.07.2020:
… einer in drei Personen ...
Die drei "Personen" sind drei Dimensionen - oder Wahrheit, Freude, Verwandlung - oder Körper, Rede, Geist - oder das dreifache Daseinsprinzip - aber das will ja ja keiner von euch beiden ein-sehen, also überspringt meine Worte einfach und macht weiter bis zum "jüngsten Tag".
Servus

(Augustinus hat's auch nicht begriffen, so ist das nicht)
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Graeculus meinte dazu am 21.07.2020:
An Bluebird:

Ich glaube, Du machst Dir keine rechte Vorstellung davon, was es bedeutet, daß Gott nicht auf unsere Maßstäbe von Logik und Moral festgelegt ist. Ich schrieb oben: Ab dann ist alles möglich.
Dann gibt es kein Sich-Verlassen mehr auf vertrauensbildende Maßnahmen, Offenbarungen usw.
All das kann ebensogut Lüge oder bloßes Spiel sein. Vielleicht belügt uns Gott (deus malignus), vielleicht treibt er sein Spiel mit uns. Vielleicht hat er einen Heidenspaß daran, wie er Dich hinters Licht führt oder wie wir seit Jahren über ihn diskutieren. Vielleicht ist er auch nur der Beauftragte eines noch höheren Gottes für den Bereich unseres Universums.

Ich, weiß kommt Dir alles phantastisch vor. Aber das meine ich mit: es ist alles möglich.
Vertrauen auf Gott ist der Sprung ins völlig Ungewisse. Da hilft Dir keine Offenbarung, wenn Du Offenbarung nicht ganz normal nach unserer Logik verstehst.

Oft stelle ich fest, daß Gläubige zwar sagen, Gott stehe über unserer Logik, dann anschließend aber mit ganz normaler Logik über ihn denken bzw. sprechen. So kommt mir das auch bei Dir vor. Dann ist Offenbarung auf einmal wieder = Offenbarung und nichts anderes (log. Axiom der Identität).
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DanceWith1Life meinte dazu am 21.07.2020:
@Ätzertius

sorry, so viel Zeit hab ich nicht, und was ich bzw nicht sehe, zum Glück weiß ich es nicht, ich glaube nämlich, ich würde gar nichts mehr sagen, also erst mal, das passiert mir alle paar Jahre und es sieht so aus, als wärs bald wieder so weit.
Mir macht das keinen Unterschied, aber meine Mitmenschen reagieren etwas irritiert, wenn ich sie dann nach all den Diskusionen plötzlich einfach reden lasse.

Antwort geändert am 21.07.2020 um 23:22 Uhr
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LotharAtzert meinte dazu am 21.07.2020:
@Veitstänzerus

jetzt weiß ich auch mal nicht, was du damit sagen willst.
Versuchs mal einem Kind zu erklären, sagen wir, einem ellfjährigen.
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DanceWith1Life meinte dazu am 22.07.2020:
also dass ich gar nichts mehr sagen würde, wenn ich wüßte was ich alles nicht sehe.
sagt dir aber schon noch was.
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Bluebird meinte dazu am 22.07.2020:
Wenn ich sage, dass Gott außerhalb unserer Logik steht, so bezieht sich das - erst einmal - auf die Dinge, die biblisch über Ihn behauptet werden und die wir mit menschlicher Logik nicht auf die Reihe bekommen.

Was du, Graeculus, meinst ist, dass die biblische Beschreibung Gottes völlig falsch , beispielsweise eine bewusste Irreführung eines schalkhaft bösen Gottes, sein könnte ... ja klar, dieses Option besteht ... mein Lieblingsargument gegenüber allzu "wissende" Christen

Und es ist richtig: Ich v e r t r a ue darauf, dass die Offenbarungen und Bestätigungen ehrlicher Natur sind!

Antwort geändert am 22.07.2020 um 08:20 Uhr
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Bluebird meinte dazu am 22.07.2020:
Lothar, deine Götter und Lehrer bzw. Einsichten seien dir unbenommen, aber ich verweigere ihre küngsche Umarmung!

Und Lebenstänzers dämmernde Einsicht, dass Schweigen angesichts des unvorstellbaren Nichtwissen eine Option sein könnte, sollte mit dem sokratischen Vorbild abgeglichen werden ... der hat bekanntlicherweise (fast) nichts gewusst und laufend Fragen gestellt!

Antwort geändert am 22.07.2020 um 08:32 Uhr
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LotharAtzert meinte dazu am 22.07.2020:
@ Tanzwolf

sag das doch gleich.

@ Bluebird

Im Buddhismus spielt der Götterkult nun wirklich eine untergeordnete Rolle, zumal der Götterbereich als nicht wünschenswert für einen nach Befreiung vom Daseinskreis Strebenden betrachtet wird. Du brauchst das also nicht immer wieder zu betonen.
Anders ist es mit der Verweigerungshaltung, was wir hintergründig auch Abneigung nennen. Anhaftung (Gier) und Abneigung (Haß) sind die Grundübel des unerleuchteten Daseins (Samsara), welches sich solange weiterdreht, wie die Grundübel fortdauern.
Anhaftung, so die befreiende Lehre, ist in Mitgefühl und Abneigung in Weisheit zu wandeln, unabhängig vom jeweiligen Glaube an Personalität.
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DanceWith1Life meinte dazu am 22.07.2020:
Wohl, wohl, also Sokrates, die befreiende Lehre, Unterstützung und Trost, Hierseits und Jenseits, alles fragen, aber den "einzig wahren Glauben" anerkennen, Leute, ist euch eigentlich klar was wir hier machen?
Meine erste Frage, dann gleich mal.
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Veröffentlicht am 21.07.2020, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 21.07.2020). Textlänge: 288 Wörter; dieser Text wurde bereits 119 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 19.09.2020.
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