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Wenn Marmor, Stein und Eisen bricht ...

Essay zum Thema Glaube


von Bluebird


(von Bluebird)
Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt. Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt. (Johannes 13,35)

Nachdem Kardinal Humbert am 16.Juli 1054 im Auftrag von Papst Leo IX eine Exkommunikationsbulle für Kerullarios, den Patriarchen von Konstantinopel, auf den Altar der Hagia Sophia niedergelegt hatte, reagierte der postwendend und exkommunizierte den Papst, seines Zeichens Bischof von Rom.
  Damit war der Bruch zwischen der römisch-katholischen und griechisch-orthodoxen Kirche besiegelt. Es war der vorläufige Schlusspunkt eines jahrhundertelangen Ringens um Macht und Deutungshoheit in der Christenheit.

Natürlich könnte man das jetzt als ein klares Indiz dafür nehmen, wie sehr das Liebes- und Einheitsgebot  Jesu missachtet wurde oder  in Vergessenheit geraten war, Machtkämpfe und Rechthaberei die Oberhand gewonnen hatten unter den vorgeblichen Nachfolgern Christi.
    Dennoch wäre ich da mit dem Urteil etwas vorsichtig. Manchmal ist es - bei schier unüberwindlichen Differenzen - vielleicht wirklich besser, erst einmal getrennte Wege zu gehen.

Zwischen katholischer und orthodoxer Kirche dauerte diese Trennung 952 Jahre. Seit 2016 befindet man sich wieder offiziell im Dialog miteinander:  hier
    Ende gut, alles gut? Man wird wohl beobachten müssen, wie dieser Annäherungsprozeß weiter verlaufen wird!

Gedankenimpuls:
Urteile nicht zu vorschnell über Dinge, deren Ende du (noch) nicht kennst. Marmor, Stein und Eisen bricht, aber die Liebe Jesu wohl nicht!


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Kommentare zu diesem Text


Graeculus
Kommentar von Graeculus (31.07.2020)
Wenn du wenigstens den Hauptgrund dieses Schismas erwähnt hättest, dann wäre klar, daß es für einen Wiederzusammenschluß beider Kirchen mindestens eines Wunders bedarf.

Es geht um den Primat des Patriarchen von Rom (--> Papst), dem sich alle anderen Christen, Bischöfe und Patriarchen unterwerfen sollen. Dieser Primatsanspruch ist seit dem Schisma sogar noch kräftig ausgebaut worden - bis hin zum Dogma von der Unfehlbarkeit des Papstes in Glaubens- und Sittenfragen.

Beispielsweise den Patriarchen von Moskau (und seine Kirche) dazu zu bringen, sich diesem Anspruch zu beugen, das dürfte selbst für den wunderfähigsten Gott eine ähnliche Herausforderung sein wie die Heilung von Diabetes Typ I.

Falls ich es recht verstehe, wirst nicht einmal du dich dem unterordnen.
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LotharAtzert meinte dazu am 31.07.2020:
Schade, Graeculus, daß du nicht für die Münchner Rhythmenlehre zugänglich bist. Bluebird ist nämlich ein Paradebeispiel für Pluto (ich kenne sein Horoskop nicht, sehe den entsprechenden Aspekt aber anhand seiner Re-Aktion klar vor mir) Er wird, egal welches Argument du (oder Andersdenkende) ihm lieferst, dieses stetig uminterpretieren, so daß es für ihn passt. Das würde sich selbst unter schlimmster Folter nicht ändern, nicht in diesem Leben. Das ist Kamikaze-Art - Japan ist ein Skorpionland … aber ich werf schon wieder Perlen vor user ...
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Graeculus antwortete darauf am 31.07.2020:
Das wird er sicher so tun (mit oder ohne Pluto) - jedenfalls was die Substanz seines Glaubens angeht; und er hat er ja immer ein salvierendes Sprüchlein parat: Gottes Wege sind krumm & unerforschlich, ein Wunder ist immer möglich usw.

Darüberhinaus sind es aber auch oberflächliche, schlecht recherchierte Texte. Bluebird geht ja z.B. hier in keiner Weise auf die Gründe und Hintergründe des Schismas ein, obgleich gerade sie die Tiefe des Bruchs ausloten.

Dank Google und Wikipedia glaubt inzwischen fast jeder, etwas zu wissen, ohne groß zu forschen und nachzudenken.

Antwort geändert am 31.07.2020 um 15:14 Uhr
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Graeculus schrieb daraufhin am 31.07.2020:
Beim "Gedankenimpuls" kann man den ersten Satz auch auf den zweiten beziehen.
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Bluebird äußerte darauf am 31.07.2020:
Er wird, egal welches Argument du (oder Andersdenkende) ihm lieferst, dieses stetig uminterpretieren, so daß es für ihn passt. (Zitat Lothar)

Dieses "Kompliment" würde ich gerne uneingeschränkt zurückgeben wollen, diese Erfahrung ist mein täglich Brot

Was die offiziellen Gründe für das Schisma angeht, habe ich bewusst auf konkretere Details verzichtet ... die gegenseitige Exkommunizierung hatte eine längere Vorgeschichte, in der es auch um den den Vorwurf ( seitens der Orthodoxen) von Lehrirrtümern usw. ging....
Man war sich schon lange nicht mehr grün, und irgendwann hat Rom dann Nägel mit Köpfen gemacht. und diese schon recht seltsame Forderung der Anerkennung des Primats aufgestellt ... den Bruch vermutlich provoziert!
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Bluebird ergänzte dazu am 01.08.2020:
Im Übrigen möchte ich hinzufügen, dass ich die Kirchengeschichte schon auch im Lichte des NT betrachte ...
natürlich geht es schon auch um die rechte Lehre und das Abwehren von Irrlehren (Apologetik), aber nicht um den Preis der Aufgabe von Einheit und Brüderlichkeit.
Es sei denn, dass es wirklich um ganz zentrale Punkte ginge. Also beispielsweise die Erlösung diurch Jesus und das damit verbundene Szenario ( Tod - Auferstehung -Himmelfahrt) in Abrede gestellt würde. So etwas wär dann auch nicht mehr erduld- oder verhandelbar.
Aber über viele dogmatische Spezialpunkte könnte man auch einfach hinwegsehen, um die Brüderlichkeit/ Einheit nicht zu gefährden. So wie das im ganz normalen Leben ja auch läuft.

Antwort geändert am 01.08.2020 um 08:27 Uhr
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Graeculus meinte dazu am 01.08.2020:
Natürlich hat jeder Verein das Recht, sich eine Satzung zu geben und in deren Rahmen Mitglieder aufzunehmen oder, bei Verstößen gegen die Satzung, auszuschließen. Aber kein Verein hat das Recht, andere Vereine zu verbieten oder gar deren Mitglieder aus eigener Macht bzw. mit staatlichen Zwangsmitteln zu verfolgen.
Wenn Du diese mysteriöse Himmelfahrt für ein essentielles Faktum hältst, gründe einen entsprechenden Verein oder tritt einem bestehenden bei. Aber niemals darfst Du einem Verein oder einer Privatperson, die sie bestreiten, das Existenzrecht absprechen.
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LotharAtzert meinte dazu am 01.08.2020:
Mit dem Begriff vom "ganz normalen Leben" entlarvst du dich selbst, lieber Bluebird. Das "Normale" gibt es erst seit der industriellen Revolution, da zuvor nichts genormt war und auch kein Anlaß dazu bestand. Ein "ganz normales Leben" ist demnach ein austauschbares, ohne den Funken einer Individualität - was muß da eigentlich noch erlöst werden? - Man trennt die Teile auseinander und das wars.
Das "natürliche" Leben ist jedenfalls ein anderes, das hast du folglich auch nicht gemeint. Wiederholt wies ich dich auf "Erfahrung" hin, die dem Hilfsmittel Glaube überlegen ist, weil sie (von Gefahr kommend) Erfahrung bringt. Was ich "am eigenen Leib" erfahren habe, das kann mir keiner mehr nehmen. Das alles geht dir am berühmtesten aller (inzwischen auch austauschbaren) Körperteile vorbei.
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loslosch
Kommentar von loslosch (31.07.2020)
"Das „Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel“ (volkstümlich „Mariä Himmelfahrt“ genannt) ist nicht nur in der katholischen, sondern auch in der orthodoxen Kirche ein bedeutender Feiertag. Die ostkirchliche Theologie und Tradition spricht jedoch von der „Entschlafung“.

Zwar geht es im Grunde um die gleiche Sache, die östliche und die westliche Kirchentradition setzen aber unterschiedliche Akzente: Die ostkirchliche Theologie und Tradition spricht von der „Entschlafung“ (dormitio) Mariens, die westkirchliche von der „Aufnahme in den Himmel“ (assumptio)." (religion@orf.at)

ließe sich unter theologen glätten, wenn nicht papst pius XII 1950 die "leibliche Aufnahme Mariens" in den himmel als dogma verkündet hätte. (ich halte übrigens dieses dogma für eine beleidigung denkender menschen.)
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Bluebird meinte dazu am 01.08.2020:
Wenn über dogmatischen Differenzen die brüderliche Eintracht vergessen wird, läuft grundsätzlich etwas schief ... hat man nicht wirklich verstanden, worum es eigentlich geht!
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AchterZwerg
Kommentar von AchterZwerg (31.07.2020)
Den Papst zu exkummunizieren, dünkt mich ähnlich "sinnvoll" wie Jan vom Forum auszuschließen ...

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loslosch meinte dazu am 31.07.2020:
wie komme ich jetzt bloß auf ExCum-geschäfte?
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Dieter Wal
Kommentar von Dieter Wal (01.08.2020)
"Natürlich könnte man das jetzt als ein klares Indiz dafür nehmen, wie sehr das Liebes- und Einheitsgebot Jesu missachtet wurde oder in Vergessenheit geraten war, Machtkämpfe und Rechthaberei die Oberhand gewonnen hatten unter den vorgeblichen Nachfolgern Christi."

Das ist die Lesart eines Glückskeksessers. Er liest den Slogan und überlegt, was er ihm gerade sagt. Die Herkunft, Bedeutung, der Textzusammenhang, die Zeit und besonderen Umstände der Textentstehung interessieren ihn 0%. Solcher naiver Wahnsinn ist die Froschperspektive eines Feld-, Wald- und Wiesen-Pseudochristen, dessen Dämonenglaube, Hang zu hinreißend mies geschriebenen Wunder- und Schauer-Geschichten nur noch übertroffen wird, von Gott unterstellten Absurditäten und eigenen Idiotien wie zum Beispiel der Trump-würdigen These, der Teufel hätte den Islam erfunden, um dem Sieg des Christentums einen Dämpfer zu verpassen, da ihm komplett eine Wahrnehmung dafür fehlt, was sein geposteter Blödsinn bewirkt. Als Alice im Wunderland, die sich nur mit sich und ihrem Spezialinteresse beschäftigt, ihrem Wunderland, seit sie dem Weißen Kaninchen mit rosa Augen und der Taschen-Uhr folgte, das sagte: "Ich komme zu spät!"

Der Evangelist hingegen baute kunstvolle Abschiedsreden des dort ganz eigenen "Jesus". Er ist in vielen Dingen dem der übrigen Evangelien weit entfernt. Ebenso weit entfernte Pseudochristen berufen sich gern auf diesen Johannes-Evangelien-Literatur-Jesus. Auch Gemeingefährliche wie Horst Mahler.

Kommentar geändert am 01.08.2020 um 16:04 Uhr
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Dieter Wal
Kommentar von Dieter Wal (01.08.2020)
"Wenn Marmor, Stein und Eisen bricht ..."

Marmor, Stein und Eisen bricht

---

"Marmor, Stein und Eisen bricht, aber die Liebe Jesu wohl nicht!"


Drafi Deutscher / Christian Bruhn / Rudolf Guenter Loose:

"Marmor, Stein und Eisen bricht, aber unsre Liebe nicht"

Dazu (nicht nur metrisch) entspricht:

"Marmor, Stein und Eisen bricht, aber Jesu Liebe nicht!"


---

Setzte es deutlicher für Dich. Soll ich Fettsatz hinzufügen?

Kommentar geändert am 01.08.2020 um 21:30 Uhr
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Kommentar von Regina (01.08.2020)
Lieber Blühboy,
mal einen gut recherchierten und gründlich durchdachten Text produzieren wäre besser als diese Halbheiten von Gegnern korrigieren zu lassen, die das Gequatshe eh nicht oder nicht so anzunehmen bereit sind. Gruß Gina
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Dies ist ein Absatz des mehrteiligen Textes Die Geschichte des Christentums.
Veröffentlicht am 31.07.2020, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 31.07.2020). Textlänge: 228 Wörter; dieser Text wurde bereits 84 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 22.09.2020.
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