Login für registrierte Nutzer
Benutzer: Passwort:

Noch nicht bei KV registriert?
Jetzt registrieren!
KV ist kostenlos und werbefrei!

Neu bei uns:
flaviodesousa (22.09.), Nathielly (22.09.), Wordsmith (22.09.), Jadefeder (21.09.), Gedankenwelten (17.09.), AutortamerYazar (15.09.), RufusThomas (14.09.), AnnyGrey (11.09.), Quoth (10.09.), AngelWings (01.09.), Mapisa (28.08.), Nimmer (28.08.)...
Übersicht aller neuen Autoren und Leser
Wen suchst Du?

(mindestens drei Buchstaben)

Zur Zeit online:
KeinVerlag.de ist die Heimat von 604 Autoren* und 71 Lesern*. Was es sonst noch an Neuem gibt, steht hier.

(*Im Gegensatz zu allen anderen Literaturforen zählen wir nur die aktiven Mitglieder, da wir uns als Community verstehen und nicht als Archiv toter Texte. Würden wir alle Nutzer zählen, die sich seit Gründung hier angemeldet haben, und nur die abziehen, die sich selbst wieder abgemeldet haben oder rausgeworfen wurden, kämen wir auf 15.047 Mitglieder und 438.687 Texte. Musste auch mal gesagt werden.)

Genre des Tages, 25.09.2020:
Prosagedicht
Ziemlich neu:  fahrplanänderung von Perry (24.09.20)
Recht lang:  The Joy And Pain Of Friendship von Jolie (1338 Worte)
Wenig kommentiert:  wintersaat von Perry (noch gar keine Kommentare)
Selten gelesen:  SONNENSTUDIO-HOOLIGAN 05.12.91 von Gehirnmaschine (nur 18 Aufrufe)
alle Prosagedichte
Lest doch mal ...einen Zufallstext!
Unser Buchtipp:

Kaleidoskop
von Traumreisende
Projekte

keineRezension.de
KV woanders

keinVerlag.de auf Facebook
Eine Meinung: "Ich bin bei keinVerlag.de willkommen, weil weil ich offen bin" (Hannah)

Heute gelesen: Schreiben nach Gehör - Statement eines Kaffeesachsen

Ansprache zum Thema Sprache/ Sprachen


von AvaLiam


Wenn Du angemeldet wärst, könntest Du Dir diesen Text jetzt auch anhören...


Alls Ärschtes mussschmisch endtschuldschn bei alln Liebhaboan doar doidschn Schbroachöä.
Es lieschdmr eischndlisch unn ouch gönnoaröll würglüsch am Härzn, diss doidsche Wurrt zu schäddsn unn seinäh Aossoagöä wehdoar zu forrunglümpfn, nouch inns Läschoarlüsche zuziehn oudoar sugoar zu endwährdn.
Ümm Zouche eijnes Beidraogs höide fiehle isch müsch oabour uffgeruhfn, middoar beijschbiehlhafdn Brässens meinoar Muddoarschbroachöä uffmärgsoahm zumachn unnzu abbälliern, Mundaord niehmoals zum Doachesschoangröä zu wähln.

S’issja ouch nüschnour de Aousschbrouchöä.
Alleejne de Ummgoangsschbroachöä isschunn ä Ding füssüsch.
Umm noar gourds zweej Beijschbiehle anzuführn:
"Berühren" wöürde zu "Anndaddschn"
"Sieh her" wöürde " zu "Guggemao"
Ä Aoudou würrt zum Möbbl.
Isch huffä, ihr gönndmr nouch fuldschn.

Jädse gönnde moa ja eejn Gummbrummiss schliehßn unn souchn:  Daonn schbrüsch douch einfaoch föürmlüsch unn lassä denn Gwaddsch naus.
Miehr fälld doa dlei gans schbundahn ä fiehlfach forwendätr Sadds funn doar Bulledigg eijn:
"Sähr geährde Doam unn Härrn. Middiehsn Wurddn fouschbräsche isch Iehnen, Groafd meijnes Oamdäs, für diss Wouhl doar Allgöämeijnheijd houchunnheijlisch..."

Nu, ihrseejdschunn: Unndlaubwürdüsch. Geejd goarni! 
Doar Saggsä isswieoriss. Mannschma stuuhr wiejn Uggse unn ouch bissl sähr direggt.  Oaboar äehrlüsch issoar.
Inwiehweijd diss nu uff Gaofaou nöidisch unn ouch ärwünnschd is, weejsschjani.

Wass oabour de reijne Schbrouchöä bdrifftd, sou sinnwoar uns douch eijnisch unnßüschoar - oudoar?
Wass für eejn Fuorgeijn ann doar doidschn Schbroachöä. Wass für eejn Foarroad andoar Liddoarraddur!
Da gibds ouch goarnüschdde zu beschöinign oudoar zu foaschweijschn. Würglüsch goarnüschtt!
Diss doarf eijnfach ni bassiern.

Fertsch!



Anmerkung von AvaLiam:

Eine kleine, fixe Spielerei für zwischendurch.
Eiskimo ist schuld :D

Es gibt natürlich auch im Sächsischen zahlreiche Dialektunterschiede. Ich leide unter dem Einfluss des Dresdner Dialektes und dem Erzgebirgischen. ( Äehrzgäbüürge :D )
Generell wird im sächsischen Schriftbild auf genau soviel Sprachunterstützung verzichtet, wie im Gesprochenen. Ich habe das der "Einfachheit" halber ergänzt, um die Laute einfacher nachformen lassen zu können.
Grundsätzlich werden alle Laute, die sich zwischen einem A und O bewegen - wie z.B. bei "oder" - zu sächsisch "odr" ohne zusätzliche Vokale und Umlaute geschrieben, da "wir" ja "Bescheid" wissen. (Wie im Arabischen - die schreiben ab der 6. Klasse auch kein A, U, I als Kurzvokal mehr mit, wie auch in fast allen Büchern, Zeitschriften und im Schriftverkehr darauf verzichtet wird, mit Ausnahme von Kinderbüchern, Lyrik, Wörterbüchern und des Korans. Als Langvokal oder nicht eindeutiger Kurzvokal werden sie jedoch in unterschiedlichen Formen/Zeichen mitgeschrieben.)
Und weil wir grad bei Arabisch waren - auch ist es entscheidend, welche Worte/welches Geschlecht vor/nach manchen Wörtern kommen. So wird "wir" auch als "wiehr" ausgesprochen, wenn es z.B. am Satzanfang steht.
Im Text habe ich dann "oudoar" verwendet. Das "ou" wird laaaangezogen - "oar" wird verwendet, wie der Ausruf "O", nur kürzer und als Mittelding zwischen A und O, beispielweise wie bei "Ocker" das "O".
Auch "wir" wird einfach zu "wr" - ja, der Sachse ist sparsam - und aus dem "i" wird auch ein kurzes "O" wie das "o" bei "tollen".
Das "öä" wird fast so wie das "ö" in öfter/öffentlich gesprochen, allerdings mit der Tendenz zu "ä". Man lege sich gedanklich die Worte "Möhre" und "Mähre" übereinander und versuche, sie gleichzeitig auszusprechen. Dann müsste es etwa passen. :P
Das sind nur Beispiele.
Für weitere Nach- und Rückfragen stehe ich Ihnen unter Pn oder der anschließenden Kommentarmöglichkeit gerne zur Verfügung.

Fertsch!



Möchtest Du einen Kommentar abgeben?
Diesen Text kommentieren

 
 

Kommentare zu diesem Text


Aha
Kommentar von Aha (03.08.2020)
Köstlich. Ja mei mir in Bayern, hom a a Sproch. Wir sprecha wirs uns Mai gwachsn is und meng des gschwoine ned so bsonders. D'Preissn versteng ma ned so bsonders, d'Wiena scho bessa. Des is a Kreiz mit der Sprecherei. A jeder red anders daher. Selbst in Bayern versteht der Oberbayer den Niederbayer ned.

Servus

Ahala hodrio
diesen Kommentar melden
AvaLiam meinte dazu am 03.08.2020:
Ja, Recht haste"

Aber solang ein "Oachkatzlschwoaf" ein Eichhörnchenschwanz bleibt, ist ja alles gut.

Jo mei, a bisserl bairisch kann i awa aa.
Erinnerungen an Österreich / Bayern.

Interessant finde ich - jedenfalls geht es mir so - dass es Menschen gibt, die sich Dialekte sehr schnell annehmen, wenn sie sich im Anderswo wohl und gut aufgehoben fühlen, ein Heimatgefühl entwickeln - quasi.

Grundsätzlich sind wir also für (fast) jede Sprache offen.


Dschüssie und a Guadnacht
Ava
diese Antwort melden
AchterZwerg
Kommentar von AchterZwerg (04.08.2020)


Heißt ein Auto wirklich "Möbbl" bei euch?
Nee, das ist wirklich zu schön! Wie überhaupt die komplette Einführung ins Ausländische.

Entzückte Grüße von einem Gaofaou-Winzling.
(Wie heißt überhaupt 8. Zwerg auf Sächsisch?)
diesen Kommentar melden
AvaLiam antwortete darauf am 04.08.2020:
Guddn Mourschn, mei gliehbdoar achchdoar Zwärsch.

Auto hat unterschiedliche Verwendungen in der Umgangssprache - wie im Grunde überall und wie viele Dinge haben.
In Sachsen werden diese unterschiedlichen Bezeichnung meiner Meinung nach aber vielmehr verwendet, als anderswo.
Zum Auto: Wenn wir einen großen Benz sehen, Audi, BMW oder Vergleichbares, dann heißt es dann eher "Guddschä" (Kutsche)
Alte und/oder ungepflegte/defekte Autos heißen zumeist "Goarre" (Karre) und kleine Autos, wie z.B: Twingo, Panda, Corsa, Fiesta nennt man "Möbbl" (ich nehme an, eine Verunglimpfung von Automobil).
So finden sich viele Bezeichnung - unabhängig ihres "dreckigen" Charakters, als direkte nähere Erklärung zum "Ding/Etwas".
Vom Prinzip her wie im Chinesischen Zahlwörter z.B. direkt angeben, ob das, was du zählst, groß oder klein, dick oder dünn, männlich oder weiblich, alt oder neu ist.
Wie gesagt - das gibt es auf die gesamte deutsche (Umgangs)Sprache verteilt - wird aber eher sparsam verwendet.
"Seht euch mal den Lulatsch an." ist deutschlandweit verbreitet. Damit weiß jeder sofort: Es geht um einen hochaufgeschossenen, schlacksigen, auf-den-Beinen-unsicher-wirkenden (und oft auch etwas trotteligen) Mann.
Sachsen haben eine sehr direkte Sprache und "faggln ni langä", hauen´s raus, was sie denken.
"Dubissdoch ni gans reejnä" (Du bist doch nicht ganz sauber)
"Beij diehr bliddsds wouhl?" (Bei dir blitzt es wohl? Du spinnst doch?) ...sind typische und alltägliche Formulierungen.

Das mal noch so nebenbei.
Schön, dass es "ä bissl Schbous gmacht hoad".

Ischwünnschdoar noachn guddn Toach - dä Aowao
diese Antwort melden
Dieter Wal schrieb daraufhin am 06.08.2020:
" Wenn wir einen großen Benz sehen, Audi, BMW oder Vergleichbares, dann heißt es dann eher "Guddschä" (Kutsche)
Alte und/oder ungepflegte/defekte Autos heißen zumeist "Goarre" (Karre) und kleine Autos, wie z.B: Twingo, Panda, Corsa, Fiesta nennt man "Möbbl" (ich nehme an, eine Verunglimpfung von Automobil)."

Die dadurch näher bezeichnete besondere Wertschätzung speziell für A u t o s in Sachsen ist eine eigene Untersuchung wert. Das Vietnamesische kennt verschiedene Anredeformen für Menschen je nach Verwandschaftsverhältnis und sozialem Status. Dadurch wird eine besonders komplexe Sozialstruktur unter Vietnamesen erkennbar. Das gilt offensichtlich auch für Sachsen, wenn sie sich gerade über Autos verständigen. ;)

Ich danke Dir für diese humorvollen informativen Beiträge!

Antwort geändert am 06.08.2020 um 18:11 Uhr
diese Antwort melden
AvaLiam äußerte darauf am 06.08.2020:
Und auch hier noch einmal ein herzliches Hallo.

Auch in anderen Sprachen gibt es das statushabhängige Grußwort.
Nun ja - ich hab eine Goarre. 15 und überarbeitungswürdig.

Ich danke dir fürs Lesen und Hören.
Bis bald - Andrea
diese Antwort melden
Kommentar von Artname (06.08.2020)
Gloar willsch ooch noch was dazu saachn: Nuuu! Gudd gedichded und orglärt, meene gleene. Nu freilisch
diesen Kommentar melden
AvaLiam ergänzte dazu am 06.08.2020:
wuundoarschöin

Liebe Grüße - Ava
diese Antwort melden
Al-Badri_Sigrun
Kommentar von Al-Badri_Sigrun (06.08.2020)
Oh, liebe Andrea,

das ist ja köstlich. Noch nie zuvor habe ich Sächsisch so gerne gehört.

Danke für diesen Lacher!

Herzlichst
Sigi
diesen Kommentar melden
AvaLiam meinte dazu am 07.08.2020:
Es war mir eine "ausgesprochene" Freude ( haha ).

Schön, dass ich dich zum Lachen bringen konnte. Dann ist ja meine Mission fürs Wochenende erledigt.

In diesem Sinne: lass den Sommer in dein Herz und hab ein schönes Wochenende.

Herzliche Grüße - Andrea
diese Antwort melden
eiskimo
Kommentar von eiskimo (07.08.2020)
Da hab ich ja was angerichtet - Notzucht mit der schönen deutschen Sprache... !
Aber dass wir in diesem Land so ausdrucksstark sind, ist eine wundervolle Erkenntnis. Ich habe gestaunt und mich gefreut!
LG
Eiskimo
diesen Kommentar melden
AvaLiam meinte dazu am 08.08.2020:
Guten Morgen, Eiskomo.

Ja, da hast du etwas auf den Plan gerufen.
Das Schlimme daran ist/war, dass ich 2 ganze Tage kein Deutsch mehr sprechen konnte, da ich einfach zu viel "sächsisch" gedacht habe. Schlimm!
Freunde gingen mir aus dem Weg. Nachbarn schauten mich ungläubig an.
Meine Katze suchte das Weite in unserer Wohnung.
Nur meine weit entfernte Familie wollte mit mir telefonieren.

Schön, dass dir die Spielerei gefallen hat.

Verschwitzte Grüße - Ava
diese Antwort melden
eiskimo meinte dazu am 08.08.2020:
Hat sie!
Baldige Abkühlung wünscht uns
Eiskimo
diese Antwort melden
EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (07.08.2020)
Leev Ava, isch han bisher emme jeglöv, dat d'r Kölsche Dialekt d'r schönste vun allen sei. Ävver bes dahin hatt isch noch net der sächsische Sproch us deinem Munde gehoot. Se klingk esu treu un witzig zugleich. Isch ben konfirmiert un d'r schönste Kölsche Schwan muß däm prächtigen Rad d'r sächsichen Pfauin wiche.
Herzliche Grüße
Ekki
diesen Kommentar melden
AvaLiam meinte dazu am 08.08.2020:
Geschätzter Ekki,

welch eine, mich herzlich freuende Ehre an diesen, offiziell zum "schlimmsten" gewählten Dialekt.

der schönste Dialekt - so hab ich oft gelesen und gehört - ist der bayrische...preußische...nordische...schwäbische..."kölsche" oder auch der sächsische.
Sicher gibt es dazwischen und drumherum auch noch ganz viele andere.

Ich kann es gar nicht wirklich ausmachen, welcher mir am besten gefällt oder welchen ich als schlimm empfinde.

Sauerland, Ruhrgebiet, Lausitz, Pfalz...

Und noch soooo viele Orte, an denen ich war, die mich, wie eine zweite Heimat, aufgenommen haben, voller Geborgenheit und Wohlgefühl.

Meine Muttersprache wird immer "Sächsisch" bleiben.
Doch lausche ich auch gern den vielen anderen Sprachen und Dialekten um mich herum. Jede hat ihr eigene Persönlichkeit.
So wie die Landschaft und die Menschen selbst.

Es ist so schön, durch den Klang der Aussprache an einen Ort erinnert zu werden, an dem man schöne Stunden verbracht hat oder an einen nahen Menschen.
Ein Gespräch gar entführt einen beinahe zurück und Erinnerungen werden lebendig.

Wir sprechen uns.

versprochen - Ava
diese Antwort melden
EkkehartMittelberg meinte dazu am 08.08.2020:
Liebe Freundin,
ich bin ganz deiner Meinung. Der schönste Dialekt ist der, den man gerade hört und spricht. Eines haben sie alle gemeinsam: Sie entriegeln verschlossene Herzen.
diese Antwort melden

Möchtest Du einen Kommentar abgeben?
Diesen Text kommentieren

AvaLiam
Zur Autorenseite
Zum Steckbrief
Veröffentlicht am 03.08.2020, 4 mal überarbeitet (letzte Änderung am 03.08.2020). Textlänge: 219 Wörter; dieser Text wurde bereits 128 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 22.09.2020.
Lieblingstext von:
EkkehartMittelberg, Al-Badri_Sigrun, AchterZwerg.
Was meinst Du?
Diesen Text kommentieren
Mehr über AvaLiam
Mehr von AvaLiam
Mail an AvaLiam
Blättern:
voriger Text
nächster Text
zufällig...
Was schreiben andere zum Thema "Sprache/ Sprachen"?
spuren (harzgebirgler) nur eine "note" (harzgebirgler) potatschkerl (harzgebirgler) 'sex grat meer sinnt häute fiel' (harzgebirgler) lüstern (harzgebirgler) vergessener satz (buchtstabenphysik) herzlos & kopflos kaum (harzgebirgler) Richtigstellung 32 - Der Ursprung des Jodelns (tueichler) Schulsport (Ralf_Renkking) Urban Birding (tueichler) und 759 weitere Texte.
Dieser Text ist höchstwahrscheinlich urheberrechtlich geschützt. mehr Infos dazu
diesen Text melden
© 2002-2020 keinVerlag.de   Impressum   Nutzungsbedingungen 
KV ist kein Verlag. Kapiert?
© 2002-2020 keinVerlag.de