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Schlimm!

Groteske zum Thema Sprache/ Sprachen


von LotharAtzert

Anläßlich einer Tätigkeit, die ich jetzt nicht weiter erläutern möchte, annoncierte ich vor fast 40 Jahren in einer Bukarester Wochenzeitung, daß ich einen Mitarbeiter als Ansprechpartner für ganz Rumänien suche, der einigermaßen Deutschkenntnisse mitbringen müsse -  da schrieb mir ein 29 jähriger Mann aus Transilvanien "Ich bin schlimm ..." Nähere Angaben machte er nicht dazu.
Jetzt hat mich Mondscheinsonate mit ihrem Titel wieder daran erinnert und das Amüsement flaut wieder in aller Köstlichkeit neu auf. Ich habe ihm übrigens nicht geantwortet, damals, wegen möglicher krimineller Auslegung des Wortes "schlimm". Durchaus könnte es nämlich ein Angebot im Sinne von "mache gern auch Auftragsmord" gewesen sein, oder was auch immer. Mord ist schlimm! Und Bukarest, so kurz nach Ceaucescu, also heikel. Und ich schwöre bei Bluebirds Gott, es war keinenerlei Suche für kriminelle Dienstleistung im Sinne meiner Offerte. (Ich war jung und brauchte das Geld :-)

Damals dachte ich noch: vielleicht hat er ja auch das falsche Wort aus Unkenntnis geschrieben und der junge Mann hatte eigentlich zuverlässig, loyal, eben was Gutes ausdrücken wollen. Aber schlimm und loyal sind denn doch zu weit auseinander und Transilvanien zu nahe bei Dracula. Oder? - Mir fiel dann siedend-heiß ein, wie ich einmal angry mit sad verwechselte und ... es geht immer noch peinlicher: als ich mal in einer Stehpizzeria für meine damalige Frau und mich 2 Pizza Margherita mit Doppelkäse bestellt hatte und wir am Tisch in philosophischen Disput gerieten, rief der Pizzamann nach einiger Zeit in unsere Richtung "Pizza, prego".
"Ich habe keine Pizza Prego bestellt ..." rief ich etwas unwirsch und spürte fast augenblicklich einen Tritt gegen mein Schienbein. Das war aber nicht der spätere Scheidungsgrund, es war einfach nur peinlich für meine ... also damalige Frau und durch ein anschließendes verschmitztes Grinsen sowieso nicht mehr zu retten, dazu war der Vortrag einfach zu ernst und ich beschloß, in Zukunft immer erst mal ein schweigendes Vorsorgelächeln zu zelebrieren.
Schlimm, was?


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Kommentare zu diesem Text


AchterZwerg
Kommentar von AchterZwerg (11.08.2020)
"Ich bin schlimm" auf eine Bewerbung zu setzen, kann eigentlich nur noch durch: "Ich bin blöd" getoppt werden.
Danach könnte natürlich die Frage: "Ist das schlimm?" folgen, die der zukünftige Arbeitgeber dann mit: "Nein, gar nicht" beantworten würde.
Nicht ohne ein "schweigsames Vorsorgelächeln", wenn schon die mitreisende Tochter inkauf genommen werden muss (siehe Bestseller).

Extrem belesene Grüße
der8.
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LotharAtzert meinte dazu am 12.08.2020:
Wenn man an die Mafia resp. Securitate denkt, ist die Bewerbung nicht so abwegig.
"Hoch gepokert und alles verloren" wäre allerdings für den bescheidenen Job, den ich anbot, übertrieben.

(Übrigens hatte ich mich gerade vertippt und schrieb statt Mafia Maria geschrieben.

Es bedankt sich mit Tränen der Gerührte


Antwort geändert am 12.08.2020 um 09:53 Uhr


Jetzt hab ich es auch noch verschlimmbessert ...

Antwort geändert am 12.08.2020 um 10:04 Uhr
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Mondscheinsonate
Kommentar von Mondscheinsonate (11.08.2020)
Der "Auftragskiller"! Haha, you made my day. Auch deinen Text habe ich gern gelesen.
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LotharAtzert antwortete darauf am 12.08.2020:
Naja, du weißt ja, in welcher schlimmen Welt wir leben.

Lieben Dank
Gruß L.
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FRP
Kommentar von FRP (11.08.2020)
Schlimm ist auch, dass Du schreibst, Du wärst vor "fast 40 Jahren" (also so um 1982) in Bukarest gewesen; also "so kurz nach Ceaucescu" (das wäre dann so um 1992).
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Mondscheinsonate schrieb daraufhin am 11.08.2020:
Ah ja!😂
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LotharAtzert äußerte darauf am 12.08.2020:
Ach, der Herr Polter mal wieder.
Zu der Zeit arbeitete ich bei der Frankfurter Rundschau. Mittwoch nachts wurde die "Sperrmüll" gedruckt, ein Blatt, das nur aus privaten Annoncen bestand. Es war unter professionellen Händlern, die vor dem Rundschau-Gebäude herumlungerten, gang und gäbe, einen vierstelligen DM-Betrag an die FR-Mitarbeiter zu zahlen, um an die druckfrischen ersten Ausgaben zu kommen. Wurde einer dabei erwischt, hatte das eine fristlose Kündigung zur Folge.
Der Grund ist klar - die Leser beschwerten sich immer häufiger, daß die "Schnäppchen" allesamt gelogen seien. Sie konnten ja nicht wissen, daß die alle von den Händlern aufgekauft waren und teuer weiter verhökert wurden.

Über den "Sperrmüll" wiederum konntest du in jeder Großstadt der Welt annoncieren und das tat ich eben in Bukarest damals. Mit dem Datum hast du völlig recht, was an den Geschehnissen freilich nichts änderte und so denke ich über die Jahreszahlen nicht so sehr nach. Anders ist es beim Horoskop erstellen, wo schon 4 Minuten einiges verändern können, aber das wiederum interessiert dich weniger, schätze ich mal.
Danke für deine schlimme Aufmerksamkeit.

Antwort geändert am 12.08.2020 um 10:08 Uhr
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Teichhüpfer
Kommentar von Teichhüpfer (11.08.2020)
Ich habe mal einen Nicolaus gezogen, zu Weihnachten, und auseinander genommen. Sein Körper war ein Holzpflock, spitz. Vampire werden damit getötet, der Pflock in das Herz gestoßen.
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LotharAtzert ergänzte dazu am 12.08.2020:
Im Haus des Nicolaus wohnte ich 48 Jahre lang.
Der Holzpflock sollte aus Eiche sein, der hält ein paar Jahrhunderte lang, verriet mir Bram Stoker mal in Schäßburg bei einer Flasche Palinka.

Danke
Grüß dich
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Teichhüpfer meinte dazu am 12.08.2020:
Ich habe nach siebenunddreizig Jahren Psychater als Ergebnis stehen, " Ich komme mit den Frauen nicht auf den Punkt."
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AvaLiam
Kommentar von AvaLiam (15.08.2020)
Das erinnert mich ein wenig an T9 auf dem Handy... wer weiß - vielleicht war auch diese Bewerbung mit dem Handy....ach...die Jahreszahl - ok - brechen wir den Gedankengang ab... aber es wäre eine Erklärung gewesen.

Ich habe ein T-Shirt auf dem steht: "ich bin nicht so, wie die anderen. Ich bin viel schlimmer."

Vielleicht gab es das ja damals auch schon und er vermutete dahinter etwas außerordentlich Gutes.

Ja - eine schöne, kleine Anekdote.

Herzliche Grüße - Ava
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LotharAtzert meinte dazu am 15.08.2020:
Da ich kein Handy besitze, ist T9 ein böhmisches Dorf für mich.

Du bist viel schlimmer, das hab ich mir fast gedacht

Ja, das liegt auch alles so weit zurück, aber manchmal kehrt es wieder. Rumänien ist für mich eine bittersüße Erfahrung. Habs mal Stefanie erzählt, bzw. aliceandthebutterfly, aber das hat black dove zum Glück gelöscht.

Herzliche Grüße dir auch und danke
Lothar
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Vier StundenInhaltsverzeichnisDie Kreuzigung des Lotharius
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Dies ist ein Gesang des mehrteiligen Textes Kinder des Meeres.
Veröffentlicht am 11.08.2020, 5 mal überarbeitet (letzte Änderung am 11.08.2020). Textlänge: 309 Wörter; dieser Text wurde bereits 99 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 25.09.2020.
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