Login für registrierte Nutzer
Benutzer: Passwort:

Noch nicht bei KV registriert?
Jetzt registrieren!
KV ist kostenlos und werbefrei!

Neu bei uns:
Koreapeitsche (25.10.), Verlo (20.10.), corso (20.10.), Jasper111827 (19.10.), ochsenbacke (18.10.), ManouEla (16.10.), zahn (14.10.), Navarone (07.10.), EngelArcade (04.10.), Maddrax (21.09.), Tula (11.09.), HerzDenker (05.09.)...
Übersicht aller neuen Autoren und Leser
Wen suchst Du?

(mindestens drei Buchstaben)

Zur Zeit online:
KeinVerlag.de ist die Heimat von 595 Autoren* und 89 Lesern*. Was es sonst noch an Neuem gibt, steht hier.

(*Im Gegensatz zu allen anderen Literaturforen zählen wir nur die aktiven Mitglieder, da wir uns als Community verstehen und nicht als Archiv toter Texte. Würden wir alle Nutzer zählen, die sich seit Gründung hier angemeldet haben, und nur die abziehen, die sich selbst wieder abgemeldet haben oder rausgeworfen wurden, kämen wir auf 15.246 Mitglieder und 450.384 Texte. Musste auch mal gesagt werden.)

Genre des Tages, 25.10.2021:
Schwank
Der Schwank ist eine volksnahe Erzählung, in der sich zwei Personen über zum Teil triviale, oft lustige Dinge... weiterlesen
... und was wir daraus machen:

Ziemlich neu:  dreifaltigkeit von nadir (12.09.21)
Recht lang:  Das güldene Herz von Paul207 (4522 Worte)
Wenig kommentiert:  Spruch von Ralf_Renkking (noch gar keine Kommentare)
Selten gelesen:  Fragment einer Skulptur von mannemvorne (nur 84 Aufrufe)
alle Schwänke
Lest doch mal ...einen Zufallstext!
Unser Buchtipp:

Sonnenstufen
von lilly-rose
Projekte

keineRezension.de
KV woanders

keinVerlag.de auf Facebook

Kann man jemanden DAS übel nehmen?

Innerer Monolog zum Thema Alleinsein


von Mondscheinsonate

Er hat ein anderes Schönheitsideal, ihm gefallen Stupsnäschen, dicke rosa Backen, ein breiter Mund und kaum vorhandene Augen, drei Haare, nur Muskeln, ein wenig Neanderthaler, aber kann man Geschmack übel nehmen? Die Frage ist, warum er trotzdem nicht aufhört, mich anzusehen, denn ich sehe überhaupt nicht so aus, das darf und muss ich behaupten.
Einmal sagte er: "Du bist so schön!" Einmal und genauso sagte er: "Ich liebe dich!" Auch nur einmal. Danach wurden die Grausamkeiten noch grausamer, weil er es nicht erträgt, jemanden zu lieben und schon gar nicht eine Frau, die keine Drogen nimmt und vorwärts geht, er möchte nur Rückwärtsgeher um sich haben, er erträgt das Wort "Zukunft" nicht.  Ich möchte das nicht, ich möchte stets gehen, immer weitergehen, nicht stehenbleiben. Mittlerweile habe ich Distanz gewonnen, zu den grausamen Dingen in meinem Leben, auch zu denen, die er mir permanent antat, ich wurde beschimpft, erniedrigt, permanent angelogen, nicht nur von ihm, auch in der Kindheit, ich mag das nicht mehr in meinem Leben haben, diese permanenten Fragen, ob etwas wahr oder falsch ist, also privat nicht, beruflich wird das hoffentlich mein Job, aber ich habe den Behüteten einen Vorteil gegenüber, ich habe schon alles gehört. Mich erschüttert "die Unterwelt" nicht mehr, meine Mutter hatte den tiefsten Abschaum beim Tisch sitzen.
Über Geschmack läßt sich nicht streiten, sagte schon Kant und den verehre ich sehr, der holt mich immer wieder runter, wenn meine Gedanken zu sehr ins Absurde gleiten, ich beginne dann wieder zu ordnen.
Er, vielleicht auch Kant, hat mich verändert, komplett, das Herzige glitt ab, eine Frau kam zum Vorschein, die nicht mehr auf Zuckersüßes hineinfällt. Ich sage, was ich denke, nicht mehr, was ich fühle, ich möchte nicht mehr verletzt werden, wehre jeglichen Komplimente ab, höre nur noch zu, wenn man meinen Geist anspricht, nicht mehr, wenn man nur mit meinem Gesicht redet.
So bin ich kaum noch ein Geschmack für irgendjemanden, denn Frauen, die mit dem Gehirn und nicht mit dem Herzen denken, sind nicht en vougue, schon gar nicht in meinem Alter. Die Gleichaltrigen wollen 20 Jährige. Mein Papa findet es scheußlich, dass ich Jura studiere, er sagt, so finde ich keinen Mann mehr. Auch das Studium hat mich verändert, ich beginne eine andere Sprache zu sprechen, muss mich immer dem Gegenüber anpassen, habe bald keine Lust mehr darauf, ich merke es immer mehr. Das ist schlecht, gerade Jura hat eine seltsame Sprache, die Ausdrücke wollen von den anderen nicht gekonnt werden.
Nun, Geschmäcker sind verschieden, ich muss mich auch erst an mein neues Ich gewöhnen, das ist befremdlich, ich achte auf jedes Wort, das jemand spricht, besonders ob ein "und" oder ein "oder" gesagt wird. Ich analysiere und zerlege Sätze in Sekundenschnelle, vor Gericht muss auch schnell eine neue Argumentationslinie her, wenn jemand plötzlich seine Aussage ändert. Schnelles Denken, schnelles Reden, Analyse dazwischen. Ich bin kaum noch ein Geschmack und ich war auch nie einer, für ihn nicht.

Mondscheinsonate
Zur Autorenseite
Zum Aktivitäts-Index
Veröffentlicht am 13.08.2020, 8 mal überarbeitet (letzte Änderung am 14.08.2020). Textlänge: 486 Wörter; dieser Text wurde bereits 123 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 16.10.2021.
Lieblingstext von:
franky.
Was meinst Du?
Diesen Text kommentieren
Mehr über Mondscheinsonate
Mehr von Mondscheinsonate
Mail an Mondscheinsonate
Blättern:
voriger Text
nächster Text
zufällig...
Weitere 10 neue Innere Monologe von Mondscheinsonate:
Flucht Sex nach der neuen Rechtschreibreform Gedanken Beinahe 365 Lucy Asphalt Allerlei Frühling Plan Papa ist wach
Mehr zum Thema "Alleinsein" von Mondscheinsonate:
Guglhupf Wasserschaden
Was schreiben andere zum Thema "Alleinsein"?
Ey Macker (Xenia) Skizzen zu einem deutschen Taliban (toltec-head) Sie sind immer unterwegs (GastIltis) Samkeiten (Terminator) Föten (RainerMScholz) Müdsam (Lluviagata) Das Pendel (Lluviagata) Almosen (LotharAtzert) Die Geburtstagsnacht (Terminator) Erster Flirttrick nach der Pandemie (Omnahmashivaya) und 314 weitere Texte.
Dieser Text ist höchstwahrscheinlich urheberrechtlich geschützt. mehr Infos dazu
diesen Text melden
© 2002-2021 keinVerlag.de   Impressum   Nutzungsbedingungen 
KV ist kein Verlag. Kapiert?
© 2002-2021 keinVerlag.de