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Genre des Tages, 22.10.2020:
Tragödie
Drama, das aus innerer Notwendigkeit mit dem Untergang des Helden oder einem ungelösten Konflikt endet.
... und was wir daraus machen:

Ziemlich neu:  Entwicklung in einem afrikanischen Dorf von Sätzer (19.10.20)
Recht lang:  Eine Regierung führt ihr Volk ins Verderben von solxxx (1512 Worte)
Wenig kommentiert:  noch ebbes, rein wissensschuftlich von drhumoriscausa (noch gar keine Kommentare)
Selten gelesen:  Gäste aus dem All (5) Die alles entscheidende Maßnahme. von solxxx (nur 8 Aufrufe)
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Mit Maas und Silo in die Außenpolitik - Satire

Satire zum Thema Aufbruch


von pentz

Mit Maas und Silo(Chemie!) in der Außenpolitik!

„Wer ist am Telefon?“
„Michel!“
„Was will er?“
„Sagt: Brückenbauprojekt durch oberfränkisches Naturschutzgebiet (keine Satire!) endlich genehmigt!“
„Wurde auch Zeit. Ist genug Geld geflossen! - Sag ihm, ich gratuliere! Frag ihn, was sein Vater dazu sagt. Der hat in den 90ziger dort ein Naturschutzgebiet deklariert.“
„Was sagt er? Die Ehren bleiben in der Familie! Vater und Sohn ernten die Lorbeeren. Haha, wohl wahr, wohl war. - Sag ihm, ich kann nicht ans Telefon gehen, muß eine Rede für meinen Auslandsbesuch in einem Drittland vorbereiten.“
„Er sagt, er verstehe nicht!"
„Sag ihm nur: Korruption!"
„Korruption!“
Man hört Lachen durch den Telefonhörer dringen.
„Der Schwager: versteht nur Geld - wie seine Schwester, verdammt! – Korruption, was heißt das auf Arabisch?“
„Er sagt: Du brauchst doch bloß Deine letzte Rede im Ausland wiederholen! Wozu die Arbeit?“
„Sag ihn, diesesmal ist es anders. Er soll mich mal – äh – in drei Tagen anrufen! - Mal googeln! Hm. Hier steht Schmiergeld. Identisch mit Korruption. Aus dem Deutschen – Mensch, das weiß ich selbst gut genug, daß dies ein deutsches Wort ist. Aber das dies internationalisiert worden ist wie Blitzkrieg und German Angst und Deutsche Austerisierungspolitik?
Ich muß bei meiner Dienstreise denen die Korruption vorwerfen. Wenn ich das Wort „Schmiergeld“ oder „Schwarzarbeit“ in den Mund nehme, nicken die bloß freundlich und erheitert, weil sie es nur zu gut kennen von ihrem Deutschland-Gastarbeiter-Aufenthalt, hm. – Die anderen Delegierten aus dem Ausland werden dies mit Missbilligung registrieren, fragen, sagen Sie mal Kollege, warum haben die Araber so herzlich gelacht als sie diese Wörter, ähm...“
„Schmiergeld und Schwarzarbeit genannt haben.“

Wie umschifft der Außenminister wohl diese Klippe? Vielmehr, wie hat er diese umschifft? Als er im Libanon diesen Arabern (oder morgen anderswo anderen) die Leviten gelesen hat, von wegen, Geld kriegt ihr von uns ohne Ende, aber bitte, ihr müßt Euch ändern!

Ein ausländischer Kollege tritt auf ihn zu und beglückwünscht ihn mit der üblichen Phrase in so einer Sache: „Gratuliere Ihnen, Herr Kollege. Sie haben klare Worte gefunden.
Des Außenminister Brust weitet sich stolzgeschwellt, als er ausspricht, was er fühlt, empfindet und erhofft hat : „Und erst die Diskussion danach. War die nicht ausgesprochen lebhaft?“
„Absolut. Ja, stimmt. Besonders als der eine Libanese die Frage gestellt hat, woher dieses Gift eigentlich importiert worden ist. - Hören Sie Kollege, stammt das vielleicht aus Europa, aus Deutschland, aus ihrer BASF, ihrer Anilin?“
Räusper, räusper. „Nun, ich weiß nicht, ob man das noch eruieren kann.“
Kollege: „Kann, kann man alles, wenn man will, vor allem industrielle Produkte!“
„Nun, schuld sind doch wohl die Auftraggeber. Und diese waren eindeutig Einheimische. Nun, die wahre Ursache liegt doch wohl in diesem korrupten politischen System hierzulande. Das Mandatsverhältnis der politischen Klasse nach religiöser Zugehörigkeit einzuteilen, ist das Demokratie?“
„Wohl kaum!“
„Ja, übrigens, Wie sieht es mit der Frauenquote in Ihrer Partei aus?“
Ohne Maas und Ziel ist ein bisschen unkonzentriert geworden, die Hitze, die schlechte Luft von diesem Ammoniaknitrat, die heikle Diskussion.
„Sie meinen, meine Frau. Ob die auch jetzt in die Politik kann? Nachdem unsere Kinder aus dem Haus sind, wird es höchste Zeit. Ich bin dabei, ihr ein Pöstchen...“
Er merkt, er ist zu weit gegangen. Aber schnell fängt er sich wieder.
„Wissen Sie, nicht nur die Frauen in die Politik zu bringen, mehr gender-spezifische Proporz-Politik zu betreiben, ist wahre Demokratie! Auch die Jungen müssten frühzeitig ins Parlament einziehen dürfen!“
„Ja, mein Sohn, wenn der sein Studium auf der Eliteuniversität in... der könnte gleich ein Abgeordnetenmandat...“
„Ja, wenn ich an meine Familie denke. Nun, da sind wir uns ja einig im Westen!“
„Vor allem in Europa. Da sprechen wir mit einer Stimme!“
„In der Tat. Wenn Europa Sinn macht, dann zeigt es sich hier! Von Korruption – keine Spur!“

© Werner Pentz

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