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John Wyclif - ein englischer "Ketzer" und Bibelübersetzer

Essay zum Thema Glaube


von Bluebird


(von Bluebird)
Wäre ich in der Lage nach meinem Willen zu reisen, so würde ich voller Freude den römischen Pontifex besuchen. Aber Gott hat mir das Gegenteil auferlegt, und er hat mich gelehrt, Gott mehr zu gehorchen als den Menschen
Dieser Satz stammt vorgeblich  aus einem Antwortschreiben von John Wyclif an Papst Urban VI., der ihn 1382 nach Rom vorgeladen hatte. Ob ihn ein 1381 erlittener Schlaganfall tatsächlich an der Reise hinderte oder dies ihm lediglich als ein plausibler Vorwand diente, sei dahingestellt.
    Aber schon die Unterstellung, dass Gottes und des Papst Wille nicht unbedingt identisch seien und dass er das  zu beurteilen wagte, war an sich schon ein Affront. Und eine Vorladung des Papstes als Einladung zu einem Besuch umzudeuten, entbehrt nicht einer ironisch-provokanten Note..
    Besonders vor dem Hintergrund, dass er schon 1376 von Papst Gregor XI.- in einer  Bulle an englische Bischöfe -  der Ketzerei und Verbreitung von Irrlehren verdächtigt wurde: 
Von vielen vertrauenswürdigen Personen mussten wir erfahren, dass John Wyclif nachgesagt wird, … dass er sich nicht scheut im ganzen Königreich von England dogmatisch und öffentlich Lehrsätze und Folgerungen zu verbreiten, die irrig und falsch sind.
Für den Fall, dass dies sich nach Studium seiner Schriften als zutreffend erweisen würde:
... ihr ihn einsperrt und ein Schuldgeständnis aus ihm herauspresst, ohne das jemand etwas davon erfährt ... haltet den besagten John in Ketten, bis ihr von Uns weitere Anweisungen seinetwegen erhaltet.

Nun, die Gerüchte, die bis Rom vorgedrungen waren, entbehrten nicht eines wahren Kerns. Wyclif prangerte nicht nur den Reichtum der Kirche, das politische Machtstreben und den unheiligen Lebenswandel der Päpste und römische Kurie an, er wagte auch noch  ihre Autorität in Frage zu stellen:
„Holy Scripture is the preeminent authority for every Christian, and the rule of faith and of all human perfection.”
„Die Bibel ist die herausragende Autorität für jeden Christen, die Richtschnur für den Glauben und für die Vollendung eines jeden Menschen.“

Apropos Bibel. Der Nachwelt ist Wyclif hauptsächlich als derjenige bekannt, der die Bibel (aus dem Lateinischen) in die englische Sprache übersetzt hat, obwohl dies wohl nicht so ganz stimmt:
Diese Bibelübersetzung ist nicht die erste Übersetzung ins Englische, sondern stellt eine Zusammenstellung und Überarbeitung früherer Übersetzungen dar. (Wikipedia)

Das John Wyclif nicht auf dem Scheiterhaufen landete, hatte er wohl u. a. mächtigen Freunden zu verdanken wie beispielsweise John von Gaunt, dem mächtigen Grafen von Lancanster.
  So ereilte ihn erst nach seinem Tod der lange Arm Roms:
Im Jahr 1412,  wurden 267 Sentenzen von Wyclif in London als häretisch verurteilt. Drei Jahre später bestimmte das Konzil von Konstanz, alle Schriften Wyclifs zu verbrennen, und erklärte ihn 30 Jahre nach seinem Tod am 4. Mai 1415 zum Ketzer, verdammte weitere 45 Sentenzen von ihm und befahl, seine Gebeine auszugraben und zu verbrennen, was dreizehn Jahre später, 1428, durch Bischof Richard Fleming von Lincoln tatsächlich geschah. (Wikipedia)


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Dies ist ein Absatz des mehrteiligen Textes Die Geschichte des Christentums.
Veröffentlicht am 24.08.2020, 19 mal überarbeitet (letzte Änderung am 24.08.2020). Textlänge: 467 Wörter; dieser Text wurde bereits 43 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 19.10.2020.
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