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Gerechtfertigt allein durch den Glauben?

Essay zum Thema Glaube


von Bluebird


(von Bluebird)
Am Morgen nahm ich die Bibel und fing an, aufmerksam im neuen Testamente zu lesen. Ich machte mir zur Vorschrift, von jetzt an jeden Abend und Morgen eine Weile darin zu lesen, ohne mich jedoch dabei an eine bestimmte Kapitelzahl zu binden, sondern nur so lange, als meine Gedanken dabei haften würden.
    Nicht lange, nachdem ich diese Tätigkeit begonnen, fühlte ich eine tiefe und aufrichtige Betrübnis über die Verworfenheit meines vergangenen Lebens. Mein Traum wurde wieder in mir lebendig und die Worte: »Alles dieses hat dich nicht zur Buße geführt«, traten mir vor die Seele.
    Ich hatte Gott ernstlich angefleht, daß er mir Reue ins Herz gebe, als ich zufällig an demselben Tag auf die Schriftstelle stieß: »Den hat Gott durch seine rechte Hand erhöhet zu einem Fürsten und Heiland, zu geben Israel Buße und Vergebung der Sünden«. Ich legte das Buch fort, und Herz und Hand in einer Art freudigen Entzückens zum Himmel erhebend, rief ich laut: »Jesus, du Sohn Davids, Jesus, du erhöheter Fürst und Heiland, gib mir ein bußfertiges Herz!«
    Das war das erste Mal im Leben, daß ich mit Wahrheit behaupten konnte, gebetet zu haben. Denn ich hatte aus dem tiefsten Gefühle meiner Lage und in einer Hoffnung zu Gott gerufen, die auf seine Verheißung gegründet war, und von jetzt an faßte ich auch den Glauben, daß Gott mich erhören würde. ....

Viele Monate hindurch war meine Seele schwer bekümmert gewesen, wenn ich über mein früheres böses und verstocktes Leben nachgedacht, wenn ich um mich geblickt und die besondere Fügung betrachtet hatte, die seit meiner Ankunft an diesem Orte über mir waltete, und wenn ich erwog, wie reich mich Gott mit Wohltaten überschüttet hatte. Hatte er mich doch nicht nur gelinder gestraft, als meine Sünden verdienten, sondern auch noch überreichlich für mich gesorgt. Dieser Umstand bestärkte mich auch in der Hoffnung, daß meine Reue angenommen sei, und daß Gott mir Gnade geschenkt habe. (aus „Robinson Crusoe“ )

Allein auf einer Insel hausend, bekehrte sich Robinson also  zu Gott:
"allein durch die Schrift ( sola scriptura), allein durch den Glauben (sola fide) und allein durch die Gnade (sola gratia) - ohne Mitwirkung der Kirche!
Wäre dies wirksam gewesen, wenn Robinson Crusoe auf der Insel gestorben wäre ohne noch jemals wieder die Möglichkeit gehabt zu haben, sich den kirchlichen Segen einzuholen?

Im Sinne der evangelischen Kirchenlehren dürfte das überhaupt kein Problem darstellen. Hier ist solch eine Bekehrung  immer zuerst eine Sache zwischen Mensch und Gott, bedarf es nicht zwingend der Vermittlung der Kirche.
  Bei den Katholischen dagegen sieht das schon ein wenig anders. Da sieht sich die Kirche durchaus als Vermittlerin des Heils: Zwar durch Jesus und die Gnade, aber auch durch die geweihten Priester.
  (Gut, vielleicht hätte man im Falle von Robinson ein Auge zugedrückt, aber eigentlich geht das nicht!)
    Aber was ist nun richtig?

Vom praktischen Standpunkt her finde ich den katholischen Ansatz gar nicht so falsch. Die Anwesenheit und Hilfe eines Geistlichen kann bei einer Bekehrung durchaus hilfreich sein. Fast würde ich das sogar empfehlen!
    Aber daraus abzuleiten, dass die Kirche die Macht hätte, das göttliche Heil zu gewähren und es ohne sie nicht erlangbar wäre, halte ich für grundlegend falsch. Da läge das Heil ja in Menschen- und nicht in Gotteshand.
Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich ... Christus Jesus, der sich selbst gegeben hat für alle zur Erlösung, (1. Timotheus 2)

Anmerkung: Dann sind jetzt meine Gedanken zu diesem Thema, die Gedanken eines Christen. Selbstredend kann ein Nicht- oder Andersgläubiger das ganz anders sehen, alles für einen Schmarrn halten.


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Kommentare zu diesem Text


Aha
Kommentar von Aha (29.08.2020)
Allein auf einer Insel hausend, bekehrte sich Robinson also zu Gott.

Crusoe ist aber eine Romanfigur.

Seine Geschichte könnte auf das Leben des Abenteurers Alexander Selkirk zurückgeführt werden. Nach seiner Rückkehr nach England zeichnete Richard Steele Selkirks Geschichte auf und veröffentlichte sie 1713 in seiner Zeitschrift „The Englishman“. Vermutlich ließ sich Daniel Defoe durch diesen Text zu seinem Roman Robinson Crusoe anregen. Angeblich soll Defoe Selkirk auch in dem noch heute existierenden Pub (Llandoger Trow) in Bristol getroffen haben. Steeles Bericht über Selkirks Abenteuer und Defoes Fantasie vereinten sich zu dem Werk.

Quelle: Wiki
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Graeculus meinte dazu am 29.08.2020:
Ein Roman, gewiß - nicht mehr.
Aber man kann darüber nachdenken.

Das Wappen der Päpste sind die beiden gekreuzten Schlüssel, wodurch ausgedrückt werden soll, daß die Kirche und ihr Oberhaupt den Zugang zum Himmel kontrollieren.
Warum sollte ein Gott so etwas tun? Jedenfalls ist es vorteilhaft für den Lizenznehmer, während ein Gott wissen sollte, welche Folgen sowas hat. Die unverfälschte Reinheit des Verkaufsproduktes sichert es gewiß nicht, sofern nicht der Lizenzgeber ein waches Auge auf den Verkauf hat. Daß er es hat, versichert wiederum nur der Lizenznehmer.
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Graeculus antwortete darauf am 29.08.2020:
Wie erklärt Bluebird denn die einschlägigen NT-Stellen, auf welche die Päpste sich berufen?
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Aha schrieb daraufhin am 29.08.2020:
Ich las von Nahtoderfahrenen, die nach ihrem Erlebnis aus der Kirche ausgetreten sind.

Bei ihrer Nahtoderfahrung glaubten sie Jesus erkannt zu haben, sprachen über die übewältigende Liebe, Barmherzigkeit und Zuneigung die sie bei dem empfanden, den sie als Jesus wahrzunehmen glaubten.

In der Kirche fühlten sie das nicht mehr, dafür aber viel mehr in der Gegenwart von Menschen, die freundlich zu ihnen sind.

Vielleicht ist die Kirche Gottes eine lebendige, eine, bei der sich freundliche Menschen treffen, die einander zugeneigt sind und nicht ständig darüber wetteifern, wer das bessere Argument oder Weltbild hat.

Das Himmelreich ist mitten unter uns.

Die spanischen Anarchisten haben es erlebt.
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LotharAtzert äußerte darauf am 29.08.2020:
" ...über die übewältigende Liebe, Barmherzigkeit und Zuneigung die sie bei dem empfanden, den sie als Jesus wahrzunehmen glaubten. "

- "Nahtoderlebnis" ist ein Begriff des Establishments. Ich habe diese Erfahrung mit LSD gemacht, und statt mit Jesus war es Buddha.
Und jetzt?
(Ihr alle hängt zu sehr an Personalitäten und Begriffen. Das verhindert überwältigende Liebe, Barmherzigkeit und Zuneigung ganz arg)
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Aha ergänzte dazu am 29.08.2020:
Nein, Lothar, das Gegenteil ist der Fall. Das Establishment fürchtet sogar die Verbreitung dieser Erfahrungen, denn ihre Zukunft kommt dabei nicht gut weg.
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Bluebird meinte dazu am 29.08.2020:
Wie erklärt Bluebird denn die einschlägigen NT-Stellen, auf welche die Päpste sich berufen? (Zitat)
Selig bist du, Simon, Jonas Sohn; denn Fleisch und Blut haben dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel. 18 Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen. 19 Ich will dir die Schlüssel des Himmelreichs geben: Was du auf Erden binden wirst, soll auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, soll auch im Himmel gelöst sein. (Matthäus 16)

Dies ist eine Zusage an Petrus ... dass die römisch-katholische Kirche nun der Ansicht ist, dass sich dieses Wort auf alle Päpste sukzessiv übertragen hätte, ist eine Deutung/Auslegung, die ich nicht teile.

Und selbst wenn es so wäre, hieße dass doch keineswegs, dass Petrus oder irgendein Papst zu bestimmen hätte, wer in den Himmel kommt und wer nicht ... das ist doch auch wieder nur eine willkürliche Auslegung ... nirgeendwo steht geschrieben: "Wer an mich glaubt und den Aposteln gehorcht, erhält das ewige Leben!"

Nein, das alles entspricht nicht der Grundgesinnung des NT, wobei ich aber die Kirche und Gemeinden ( und deren hauptamtlichen Dienern ) grundsätzlich etwas sagen möchte .. Sie können und sollen segensreiche Diener und Gehilfen des Glaubens sein ...
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Bluebird meinte dazu am 29.08.2020:
Habe mich im letzten Satz etwas verschrieben, bleibt jetzt aber so stehen, weil er auch so Sinn macht ...urspünglich wollte ich sagen: "Wobei ich aber nicht grundsätzlich etwas gegen Kirche und Gemeinde sagen möchte .."

Antwort geändert am 29.08.2020 um 14:44 Uhr
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LotharAtzert meinte dazu am 29.08.2020:
Ok, dann war das das falsche Wort. Ich meinte ein anderes, es ist jedenfalls "Mode" geworden, über "Nahtoderfahrungen" zu verfügen. Fast schon ein Partyknüller: "Sie lagen doch auch im Koma Und, habens auch den Jesus gesehen?"
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Dieter Wal meinte dazu am 30.08.2020:
Die ursprüngliche Antwort wurde am 30.08.2020 um 18:46 Uhr wieder zurückgezogen.
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loslosch
Kommentar von loslosch (29.08.2020)
"Dann sind jetzt meine Gedanken zu diesem Thema, die Gedanken eines Christen."

ja wo sind sie?
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DanceWith1Life
Kommentar von DanceWith1Life (29.08.2020)
Sollte das in der Anmerkung nicht "Andersgläubiger" heissen. Da wir ja alle irgendwas glauben und so verdammt wenig wirklich wissen.
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Bluebird meinte dazu am 29.08.2020:
ja. kann ich noch hinzufügen
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DanceWith1Life meinte dazu am 30.08.2020:
Wieso hinzufügen, was ist ein "Nichtgläubiger" in einer Welt, in der jeder an irgendetwas glaubt?
Das wäre dann ja jemand, der in diesem Fall alles richtig macht, und nichts mehr glaubt und Du erwähnst so jemanden, Respekt.

Antwort geändert am 30.08.2020 um 15:04 Uhr
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Dies ist ein Artikel des mehrteiligen Textes Ein Plädoyer für den christlichen Glauben.
Veröffentlicht am 29.08.2020, 8 mal überarbeitet (letzte Änderung am 29.08.2020). Textlänge: 591 Wörter; dieser Text wurde bereits 84 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 18.10.2020.
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