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Tragödie
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InhaltsverzeichnisMEHRBETT- ODER EINZELZIMMER?/ Erste Schlafsaalgeschichte aus meinem Buch BETHELJUGEND

Meine Anfänge

Text zum Thema Schreiben


von Thomas-Wiefelhaus

(Eine junge Autorin sagte mir: „Ich kann gut über mein Thema schreiben, aber weiß zuerst nicht, wie ich beginnen soll!)
Ich schreibe gerne Anfänge (...am liebsten spannende!) und Enden! Das Problem (bei längeren Texten) liegt eher in der Mitte, dort, wo beides sich verbinden soll.
(Natürlich ist mir klar, dass der Überschrift-Titel doppeldeutig ist.)

Meine Anfangsbeispiele:
DER ZWEITE ANFANG/ ... aus meinem Buch Betheljugend
Nein! Die Mutter hatte ihm davon nichts gesagt. Sie hatte weder eine Andeutung gemacht, noch eine einzige unbedachte Frage gestellt, da sie wusste, dass ihr Junge nie und nimmer einverstanden gewesen wäre. Für ihn begann an diesem Morgen: ein Tag wie jeder andere.
So stand er auf, wie meistens erst in buchstäblich letzter Minute, zog sich an, stopfte sich rasch etwas Essbares in den Mund und ging zur nahen Hauptschule. Tomas ging schnell, mit überlangen Schritten, für die er in seiner Schule bekannt war. Jetzt war er in der achten Klasse, – dass er ab morgen für mehrere Jahre keine Schule mehr besuchen würde, obwohl er es selber immer gerne wollte, ahnte er noch nicht.
– Ziel: Figur einführen und Spannung erzeugen.
(Dies ist der Anfang zu meinem Buch "Betheljugend“. Das Buch ist in einzelne fortlaufende Kurzgeschichten untergliedert. Gut für mich, weil ich immer wieder neue Anfänge schreiben kann, macht Spaß..)


MEHRBETT- ODER EINZELZIMMER  ... aus meinem Buch Betheljugend
Sie gelangten durch einen schmalen Gang in einen nahezu quadratischen Saal, in dem, dicht nebeneinander, viele Krankenhausbetten standen. Doch immerhin zeigten nicht alle Betten in ein und dieselbe Richtung! – Man stelle sich nur einmal vor: alle Betten in durchgehend geraden Reihen, immer Bett, Nachttisch, Bett, Nachttisch, Bett, Nachttisch, dicht an dicht: Wie sähe DAS wohl aus? – Aber durch jene unterschiedliche Orientierung in diverse Himmelsrichtungen wurde, wie es eine deutsche Beamtenseele vielleicht ausdrücken würde, die Möglichkeit einer gestrengen Anordnung doch einigermaßen abgemildert …
Im Klartext: So wirkte die Aufstellung der Betten weniger langweilig und streng!
„Sie sind hier jetzt in der Nervenklinik Jericho 8, auf der Station U7 und das ist Ihr Bett!“ sagte Paul Milgram und schlug mit seiner fleischigen, kräftigen Hand auf das Ende eines weißbezogenen Bettes mitten im großen Männerschlafsaal.
„Wie viele Betten stehen hier?“ Tomas sah sich um.
– Diesen Anfang halte ich „Spannungstechnisch“ für eher lau. Richtig  spannend wir es erst am Ende der Geschichte.

GEFANGENE GEFÜHLE ... aus meinem Buch Betheljugend
Vier weiße Wände.
Vier schmutzigweiße Wände! Wie sollte er es nur ertragen?
Der Junge stand auf und ging im Kreis. Drei Tage ist er nun hier.
Erst drei Tage! – Ob man sich daran gewöhnen kann?
Er blieb am Fenster stehen. Die unteren Scheiben waren, bis über Kopfhöhe, weiß getüncht. Nur die oberen gestatteten den Blick hinaus, genau auf den Wipfel einer Birke.
Er stellte sich auf Zehenspitzen.
Draußen war Frühling, April; laufend änderte sich das Wetter. Es hatte erst geregnet, dann geschneit, und der nasse Schnee blieb an den Ästen kleben. Nun schien die Sonne wieder, sie glitzerte in den weißen Zweigen. Allmählich schmolz der Schnee und es tropfte von den Ästen.
– Mit Naturbeschreibung Stimmung erzeugen.
– Spannung durch Kontrast-Konflikt zwischen Innen und Draußen.

EIN STÜBCHEN MIT EXTRAS  ... aus meinem Buch Betheljugend
Am Nachmittag hockte Tomas wieder alleine, nur in Gesellschaft eines Pinkeltopfes und einer Matratze, mitten in der Zelle auf dem Fußboden und schaute die nackten Wände an, die immer noch so kahl waren, wie am ersten Tag und ihre eintönige Farbe seit langem nicht verändert hatten.
Es kam plötzlich, ohne Vorwarnung. Sein Kopf begann sich ohne seinen Willen zu bewegen. Einfach so.
Der Kopf, er tat es einfach und zog sich schmerzhaft weit nach hinten in den Nacken. Uns jetzt – genau so plötzlich – stand der Kopf wieder gerade … war der Spuck vorbei.
– Mit dem Bekannten anfangen und dem scheinbar Skurrilen und Unglaublichen weitermachen.

DER ZERBROCHENE KRUG  ... aus meinem Buch Betheljugend
Im großen Schlafsaal der Station U7 ging früh um sechs das Radio laut an. [...]
Tomas erwachte. Über Stunden hatte er wach gelegen. Ein Umstand, den er in seinem jungen Leben, außer bei nächtlichem Gewitterdonnern, bisher nicht kennen lernte.
Leise stöhnend drehte er sich zur anderen Seite. Mit seiner Bettdecke fegte er dabei eine Teekanne vom Nachttisch des Bettnachbarn. […] Er konnte sie nicht aufhalten. Sie zerklirrte auf dem Fußboden.
– Umgebung, Umstände darstellen und möglicher Konflikt

DER PROFESSOR  ... aus meinem Buch Betheljugend
Im Aufenthaltsraum, der an den großen Schlafsaal grenzte, hing eine Schultafel, welche sehr selten benutzt wurde, An ihr stand am einem Nachmittag ein älterer Mann, der lange Formeln an die Tafel schrieb, die für Tomas völlig unverständlich waren. Beim Anschreiben erklärte er laut die Formen mit, wobei sich seine Stimme mitunter regelrecht überschlug.
– Spannung durch eine interessante Person

Anmerkung von Thomas-Wiefelhaus:

Die Liste wird voraussichtlich Schritt für Schritt erweitert.



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