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Genre des Tages, 25.09.2021:
Groteske
Närrische, derbkomische, überspannte Erzählung; auch zu ergänzen durch Filmgroteske, Hörspielgroteske pp.
... und was wir daraus machen:

Ziemlich neu:  Sümpfdiktatur oder Ümfdiktatur von LotharAtzert (11.09.21)
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Der König weinteInhaltsverzeichnisAufklärung

Barock

Prolog zum Thema Neuanfang/ -orientierung


von Terminator

War die Renaissance die Wiederkehr der klassischen Antike, so war die Reformation die Wiederkehr der christlichen Spätantike. Kaiser Theodosius besiegte am Frigidus das unchristliche Heidentum, die frigide Zeit Luthers und Calvins besiegte das humanistische Christentum. Die Renaissance-These, in vollem Ernst zu behaupten, der Mensch sei das Maß aller Dinge (nicht nur zum Spiel wie einer der antiken Sophisten), gechallengt durch die Antithese „Alles ist eitel“ ergab die Neuzeit im engeren Sinne: das Barock.

Barock war die Behauptung Giordano Brunos, das Weltall sei unendlich. Barock waren der Hamlet Shakespeares und die Sonette Greifs. Am Barocksten war der Neuanfang der Philosophie durch Descartes. Da schlug die Stunde der Neuzeit und begann das Zeitalter der Neuanfänger: es gab keine Philosophie vor Leibnizens Monadologie, nein, es gab keine wahre Philosophie vor Kants Kritik der reinen Vernunft, nein, alles war nur Vorgeplänkel bis zu Fichtes Wissenschaftslehre! Physik, die kleine Schwester der erhabenen Metaphysik, wurde zur selbstständigen Wissenschaft. Naturforscher entdeckten die Welt neu. Das flachere, extrovertierte Pendant waren die Entdeckungsreisen.

Die klassische Musik schlechthin, das sind Bach, Händel und Vivaldi, und Pachelbel, musse nicht vergesse, Pachelbel. Die der abendländischen Kultur der Neuzeit eigentümliche Kunst ist die Musik. Da ist die Kultur des Atheismus bzw. Humanismus bzw. Szientismus besser als alle anderen. Ihre Musik macht diese Kultur einzigartig. Alles andere beeindruckt viel weniger. Kein Werk Shakespeares „zieht“ so wie Elektra oder Antigone des Sophokles. Die bildende und bildhauende Kunst sind „okay“. 

Der Stachel des „Alles ist eitel“ durchbohrt unentwegt die barocke Selbstgefälligkeit. Savonarola ist im Blut, Calvin in den Nerven. Der Mensch ist sterblich und als Individuum am sterblichsten. Das sensible, todesfürchtige und -besessene, lebens- und erlebnishungrige originelle Ich betritt im neuzeitlichen Barock die Bühne der Weltgeschichte, und weiß es: Die Welt ist eine Bühne.

Der König weinteInhaltsverzeichnisAufklärung
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