Login für registrierte Nutzer
Benutzer: Passwort:

Noch nicht bei KV registriert?
Jetzt registrieren!
KV ist kostenlos und werbefrei!

Neu bei uns:
Perlateo (23.07.), Létranger (20.07.), Fridolin (15.07.), amphiprion (10.07.), AlterMann (26.06.), Nola (25.06.), Humpenflug (16.06.), Darkboy_Dreams (08.06.), amalfi99 (08.06.), MarcFey (03.06.), ftvjason (31.05.), Tantekaethe (31.05.)...
Übersicht aller neuen Autoren und Leser
Wen suchst Du?

(mindestens drei Buchstaben)

Zur Zeit online:
KeinVerlag.de ist die Heimat von 590 Autoren* und 78 Lesern*. Was es sonst noch an Neuem gibt, steht hier.

(*Im Gegensatz zu allen anderen Literaturforen zählen wir nur die aktiven Mitglieder, da wir uns als Community verstehen und nicht als Archiv toter Texte. Würden wir alle Nutzer zählen, die sich seit Gründung hier angemeldet haben, und nur die abziehen, die sich selbst wieder abgemeldet haben oder rausgeworfen wurden, kämen wir auf 15.207 Mitglieder und 447.846 Texte. Musste auch mal gesagt werden.)

Genre des Tages, 23.07.2021:
Gleichnis
Das Gleichnis ist die Großform des Vergleichs; die poetische Veranschaulichung eines Sachverhalts aus einem anderen... weiterlesen
... und was wir daraus machen:

Ziemlich neu:  Der Januskopp von AchterZwerg (07.07.21)
Recht lang:  Rasiersitz von PeterSorry (3140 Worte)
Wenig kommentiert:  Die Rettung von Terminator (noch gar keine Kommentare)
Selten gelesen:  Sie müssen sich das so vorstellen ... von Teichhüpfer (nur 31 Aufrufe)
alle Gleichnisse
Lest doch mal ...einen Zufallstext!
Unser Buchtipp:

Ewiges im Provisorium: Das Grundgesetz im Lichte des christlichen Glaubens
von JoBo72
Projekte

keineRezension.de
KV woanders

keinVerlag.de auf Facebook
Eine Meinung: "Ich bin bei keinVerlag.de willkommen, weil ...dies eine Gemeinschaft von Gleichgesinnten ist." (inye)

Konforfrei 2

Erzählung zum Thema Erinnerung


von franky

Als die Familie aus dem Parterr mit den zwei Töchtern in eine schönere Wohnung in den nächsten Ort zog, konnten wir auch in die unteren zwei freiwerdenden Räume einziehen. Für unsere Fünfköpfige Familie war nun genug Platz, was uns Kinder besonders zu Gute kam. 
Die drei Fenster in der geräumigen Wohnküche waren mit einem Schmiedeeisernem Gitter, gegen etwaige Einbrecher versehen.
Die Verglasung bestand aus einem dünnen, einfachem Glas, welches nur in einem sehr von der Witterung schon arg zugerichteten Holzrahmen gekittet war. Der Jahr Zehnte alte Fensterkitt bröckelte vor Altersschwäche von Fenster und Rahmen. Zum Leidwesen von Vater machten sich unsere flinken Kinderfinger oft daran zu schaffen. Er sah sich dann gezwungen, das Glas neu einzukitten. Durfte Papa manchmal zusehen, wie er eine kaputte Scheibe durch eine Neue ersetzte. Mit einem Glasschneider wurde auf einem größeren Stück eine Ritze gezogen und dann mit den Händen auseinandergebrochen. Nicht immer folgte die Materie den Naturgesetzen, so dass nur ein Scherbenhäufchen überblieb. Die jeweiligen Fensterflügel waren noch zweimal unterteilt, da wurde bis zum nächsten Versuch ein Ersatz aus Pappe eingefügt.
In Kalten Wintern, wenn die Scheiben dick gefroren waren, mit dem Hauch sich ein Guckloch zu schaffen, machte mir besonders Spaß.     
Inzwischen wurde Mama wieder Schwanger und gebar am 14.04.1940 ein Schwesterlein. Mit Hebamme frau Heil, kam Mama überein, diesmal sollte es eine Hausgeburt werden. Aber wohin mit uns drei kleinen Gschroppn? Mich hatte Mama zu unserer Nachbarin Frau Graßecker gebracht. Dort durfte ich in einem weichen Bett in der kleinen Küche schlafen. Nachts wurde ich von mörderlischen Schreien meiner Mama geweckt. So ein Geburtvorgang ist halt nichts für schwache Kindernerven.
Auch wenn im Winter ein zweites Paar Fensterflügel eingehängt wurde, so konnten sie die
Heftigen Schmerzensschreie nicht dämmen.
In Ermangelung eines Kinderwagens, wurde das winzige Schwesterlein Gertrude in einen kleinen Leiterwagen gebettet und für einen ruhigen, gesunden  Schlaf ins freie platziert.
Von nun an war ich nicht mehr der Kleinste und musste was den sowieso schon schmalen
zärtlichen  Zuwendungen anbelangte, noch weiter zurückstecken.
Vor etwa einem Jahr versuchte man mir einzureden, dass ein Schnuller (Zuzi) für einen so großen Pup wie mir nichts wäre, da sollte ich mich schämen. Mama warf vor meinen ängstlichen Kinderaugen den Schnuller ins lodernde Flammen des Küchenherdes. Ich kann mich noch gut erinnern, wie sich mein Inneres schmerzvoll zusammen zog, bis das Pagelit und Gummi in der Glut des Kochherdes verschwand.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Sätzer (77) (07.10.2020)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
diesen Kommentar melden
EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (07.10.2020)
hallo Franky, die Überschrift "Komfortfrei" passt auch gut zu diesem Text.
LG
Ekki
diesen Kommentar melden
Kommentar von harzgebirgler (07.10.2020)
im gedächtnis wohlverwahrt
wird, was war einst, aufgespart
für bericht in spät'rer zeit
wo's zurückliegt oft schon weit
und so mag auch ich gern lesen
wie es einstmals ist gewesen
atmosphärisch, familiär,
nachvollziehbar durchaus sehr.

lg henning
diesen Kommentar melden
AvaLiam
Kommentar von AvaLiam (08.10.2020)
Ach Franky...

...das erinnert mich wieder an den Spruch:
Die besten Geschichten schreibt das Leben.

Wer nichts erlebt, kann nichts erzählen.
Sicher kann man auf die ein oder andere Erfahrung verzichten.
Doch am Ende machen genau diese Erfahrungen uns zu dem Menschen, der wir sind.
Und ich find dich schon schwer in Ordnung.

Liebe Grüße - Ava
diesen Kommentar melden

franky
Zur Autorenseite
Zum Steckbrief
Zum Aktivitäts-Index
Veröffentlicht am 07.10.2020. Textlänge: 394 Wörter; dieser Text wurde bereits 128 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 15.07.2021.
Was meinst Du?
Diesen Text kommentieren
Schlagworte
Fel Sen Fest
Mehr über franky
Mehr von franky
Mail an franky
Blättern:
voriger Text
nächster Text
zufällig...
Weitere 10 neue Erzählungen von franky:
Zwischen Bühne und Bett. Auftrag an die Liebe. Zwischen Bühne und Bett. Ich wage mich Frisch und frei 3 Frisch und frei. 6 Frisch und frei 4 Frisch und frei. 5 Frisch und frei. 2 Frisch und Frei. Konfortfrei. Papierschnüre.
Mehr zum Thema "Erinnerung" von franky:
So ein Pech! Konfortfrei. Gutes Versteck. Halbwahrheiten. Morgenblatt - Belangloses. Morgenblatt mit Ringelpitz. Der Mann und die Amsel Teil 3 und war wie gelämt. Der Mann und die Amsel zweiter Teil. Der Mann und die Amsel. Und wie ein Schwein. Und inneres Lied. Ottilienblindenheim Neue Sitzordnung. Ottilienblindenheim Trio mit Engelbert und Erich. Straßenfeger.
Was schreiben andere zum Thema "Erinnerung"?
thutmosis tat nicht nur so (harzgebirgler) monströses "fleißiges lieschen" (harzgebirgler) hölderlin schelling und hegel : drei freunde im tübinger stift (harzgebirgler) oldsmobile toronado (harzgebirgler) horror-ballspiel(e) bei den azteken (harzgebirgler) Кузя (Terminator) warum der fette benz vor neid erblasste?... (harzgebirgler) Erinnerung (elvis1951zwo) SCHALJAPIN (harzgebirgler) bunkerland albanien (harzgebirgler) und 1120 weitere Texte.
Dieser Text ist höchstwahrscheinlich urheberrechtlich geschützt. mehr Infos dazu
diesen Text melden
© 2002-2021 keinVerlag.de   Impressum   Nutzungsbedingungen 
KV ist kein Verlag. Kapiert?
© 2002-2021 keinVerlag.de