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..wo Milch und Honig fließen; Milch vor allem

Bericht zum Thema Reflexion


von eiskimo

Gestern, 11 Uhr 20. Ich brachte meine Glasflaschen und Pappkartons zur Müll-Sammelstelle. Da stand doch dieser Blister unten neben dem Wertstoff-Container. Er war noch unversehrt. Acht Tetrapaks H-Milch, 1,5% Fett, schön transportfähig eingeschweißt, pico-bello wie im Discounter.
Nimm mich mit, sagte mir dieses Paket. Ich stamme von Hochleistungskühen, bin doch mit modernsten Verfahren hergestellt, von High-Tech-Apparaturen haltbar gemacht, über viele Autobahnkilometer durchs Land gefahren worden. Soll ich ungenutzt, noch inhaltlich voll, aber letztlich sinnentleert, hier im Müll landen?
Misstrauisch inspizierte ich das verdächtige Lockangebot. Wo ist der Haken, sinnierte ich. Da schmeißt doch keiner Milch weg im Wert von acht Mal 89 Cent. Milch!  Erster Baustein unseres  Wachstums! Gesundheitsgarant, Symbol für Kraft und Geborgenheit! Was haben Menschen auf diesem Planeten nicht alles tun müssen und  getan, um für ihre Kinder diesen Lebensquell zu ergattern? Milch!
Aha!  Das Verfallsdatum war um sechs Tage überschritten. Hab ich es mir doch gedacht. Das Paket stand da nicht aus Barmherzigkeit.  Da hat der Hamsterkäufer Inventur gemacht. Überfluss-Regulierung sozusagen. Klar: Der wollte  Platz schaffen für frische Ware. Da musste das Alte weg. Schließlich könnten ja wieder harte Zeiten kommen. Und der kluge Bürger hortet für sich nur das Beste.
Schuldbewusst entsorgte ich meine Glas- und Papierabfälle. Wieso, fragte ich mich, kaufe ich immer nur, was ich wirklich unmittelbar brauche?
Und dann nahm ich mir einen Tetra-Pak Milch aus dem Blister. Die kriege ich locker weg im Kaffee oder als Pudding.
Aber bevor ich die Milch in  meiner Tasche verstaute, guckte ich doch lieber noch einmal nach links und rechts. Irgendwie blöd; ich wollte nicht dabei gesehen werden.

Anmerkung von eiskimo:

Der Pudding ist top geworden. Die Milch war auch nicht vergiftet...


 
 

Kommentare zu diesem Text


Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (28.10.2020)
"Gestern, 11 Uhr 20." Achneee, echt jetzt?
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eiskimo meinte dazu am 28.10.2020:
Hast Du nicht die anderen 24 Zeilen dahinter gelesen? Da habe ich noch ein paar peinliche Patzer eingebaut, extra für Formal-Ästheten. Und moralinsauer wird die Milch da auch....
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Dieter_Rotmund antwortete darauf am 29.10.2020:
Nein, habe ich nicht, mir ist schon beim ersten Satz die Lust vergangen !1!!
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Stelzie
Kommentar von Stelzie (28.10.2020)
Da ist ein ganz aktuelles Problem in einem sehr gut geschriebenen Text verpackt. Tetra - Pak mäßig; aber ohne Verfallsdatum

Liebe Grüße
Kerstin
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Graeculus
Kommentar von Graeculus (28.10.2020)
Eine nette, unterhaltsame Geschichte, deren Lektüre mir nicht den Eindruck gibt, meine Lebenszeit verschwendet zu haben.

Bei der Groß- und Kleinschreibung muß man ja heute oft tapfer die Zähne zusammenbeißen. Aber "acht Mal 89 Cent", das geht zu weit.
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eiskimo schrieb daraufhin am 29.10.2020:
Danke. Da ich bei anderen Lesern dieser kleinen, völlig unspektakulären Geschichte offenbar heftige Abwehrreaktionen hervorrufe (Milchunverträglichkeit??), erfreut mich Deine souveräne Rückmeldung besonders!
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eiskimo
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Veröffentlicht am 28.10.2020. Textlänge: 271 Wörter; dieser Text wurde bereits 60 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 09.04.2021.
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