Die Eloquenz der Augenbrauen

Gedicht zum Thema Absurdes

von  plotzn

Die Lockerheit von Stahlbeton
wird angeregt durch Explosion,
durch Beben oder Kriegsbestand –
ansonsten bleibt er steif-verspannt.

Dem Zartgefühl der Kettensäge
steht meistens irgendwas im Wege,
zur vollen Blüte kommt es nur
beim Fräsen einer Eisfigur.

Die Poesie der Kläranlage
entzieht sich jeder Gegenfrage,
so bleibt auch weiterhin der Wert
der Lyrik völlig ungeklärt.

Versagensangst der Pädagogik
besiegt man nicht mit reiner Logik,
vielmehr mit Können und Niveau.
Warum? Das ist halt einfach so!

Die Eloquenz der Augenbrauen,
um noch den Titel einzubauen,
hat spätestens ihr Coming-Out,
sobald sich was zusammenbraut.

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Kommentare zu diesem Text


 niemand (18.12.20)
Sehr gut mit den Tasten geklappert lieber Stefan.
Mit liebem Gruß, Irene

 plotzn meinte dazu am 19.12.20:
Dank Dir, Irene!

Klappern gehört zum Handwerk...

Liebe Grüße,
Stefan

 TassoTuwas (18.12.20)
Hallo Stefan,
besonders mit der Kläranlage, da hatte ich bisher keinen Durchblick, aber jetzt ist mir einiges klar geworden!
Du bist ein Topperklärer
Herzliche Grüße
TT

 plotzn antwortete darauf am 19.12.20:
Für Dich immer besonders gerne, Tasso!

Man muss nur Klärtext sprechen...

Liebe Grüße,
Stefan

 AchterZwerg (19.12.20)
Vielen Dank für dieses pädagogisch-wertvolle Gedicht.

Als Achter kann ich die linke Augenbraue separat bewegen und gelte deshalb sicherlich als besonders eloquent. Oda nich?

Poetisch erweiterte Grüße
DerObige

 plotzn schrieb daraufhin am 19.12.20:
Servus Achter,

ich würde sagen, die separate Beweglichkeit der linken Augenbraue spricht für einseitige Kommunikation

Meine Frau kann übrigens auch nur eine Augenbraue heben - wir nennen das den "Jack-Nickolson-Blick", bei dem man höllisch auf der Hut sein muss...

Liebe Grüße,
Stefan

 Didi.Costaire (19.12.20)
Das klingt alles verdammt fundiert, lieber Stefan!

Es bleibt wohl, weil es ständig gärt,
der Sinn der Lyrik ungeklärt.
Der eine kann bloß blöde schauen,
der andre mit den Augen brauen.

Beste Grüße,
Dirk

Kommentar geändert am 19.12.2020 um 17:02 Uhr

 plotzn äußerte darauf am 19.12.20:
So ist es, Dirk. Es ist nicht alles Wut, was gärt.

Die Pubertät von Karfiol
verhält sich wie bei Rosenkohl,
der nach verstrichner Anstandsfrist
schon wieder grundlos stinkig ist.

Liebe Grüße,
Stefan

 GastIltis (19.12.20)
Hallo Stefan,
die Narretei des Hofpoeten
bleibt ewig. Ginge sie einst flöten,
dann wäre die Unendlichkeit
nur noch ein Spielball unsrer Zeit.
Viele Grüße vom anderen Stern sendet dir Gil.

 plotzn ergänzte dazu am 19.12.20:
Servus Gil,

Dein Kommentar klingt wie von einem anderen Stern

Die Konsequenz der Ewigkeit
lässt sich gewöhnlich etwas Zeit,
selbst wenn man richtig lange pennt,
da ist sie wirklich konsequent.

Dank Dir und liebe Grüße,
Stefan
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