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Groteske zum Thema Denken und Fühlen


von RainerMScholz

Am Anfang war es finster und leer.
Unklare sensorische Eindrücke überfluten mein..., überfluten mein..., - es ist dunkel. Und kalt. Ich friere. Meine Haut wirft Wellen. Sagt man das so? Meine Haut ist wie die Haut eines gefrorenen Hähnchens, so lapprig und totgekühlt und irgendwie gefühllos. Ich kann sie zwischen zwei Fingern packen, ziehen und kneifen und ich spüre nichts.
Von der Decke strahlt dämmerhaft aus einer unbekannten Quelle ein diffuses Licht. Da stehen Leute um mein Bett in grünen Kitteln, blauen Masken und reden auf mich ein mit sanften tonlosen Stimmen. Ich verstehe sie nicht. Sie schieben einen Bildschirm an die andere Seite des..., an das andere..., an das Bettende und zeigen mir einen Film.
In diesem Film bin ich zu sehen auf einem Operationstisch und die Leute mit den Kitteln und den Hauben und den Gummihandschuhen sägen meine Schädeldecke ab. Fasziniert schaue ich auf den Schirm. Ich muss lachen, aus Verlegenheit. Die Schädeldecke ploppt auf, wird leicht im Uhrzeigersinn gedreht und abgehoben. Auf dem Schirm sehe ich mich lächeln, etwas debil vielleicht, weil die Augäpfel verdreht sind, aber ich scheine fröhlich zu sein. Dann wird mein Hirn entnommen, irgendjemand lässt es in einen Blecheimer plumpsen und der Rest scheint neu verkabelt zu werden, dass das Blut nicht so spreuzt in meinem neuen Kopf; dann kommt der Deckel wieder darauf und das Licht geht aus.
Die Damen und Herren erklären dies und sie erklären das, Dinge, für die ich keine Worte habe und wahrscheinlich auch nie hatte, aber was spielt das schon für eine Rolle. Das Licht geht wieder aus und ich denke ein wenig nach ohne Hirn.
Im Laufe der Rekonsis-, der Restitu-, der Rekonquista beginne ich allmählich, mich wieder selbständig fortzubewegen, zu essen und zu trinken und ein wenig zu sprechen. Eigentlich geht es ganz gut. Wie ich gelernt habe, denkt jetzt mein Darm für mich, also das Nervensystem meines Darms, das dem meines gewesenen Gehirns ungefähr entspricht. Klappt ganz gut, würde ich sagen. Klappt ganz gut, würde ich sagen. Klappt ganz gut. Kkk. Von Zeit zu Zeit produziere ich kleine braune Wesenheiten, die ein eigenständiges Leben zu führen scheinen, und ich freue mich mit ihnen. Dann spüle ich sie hinunter. Ich gehe meinen gewohnten Tätigkeiten nach. Die Nachbarn grüßen, die Sonne lacht und der Himmel ist so klumpig und so braun. Der Horizont ist viel weiter weg als früher, sofern ich mich erinnere. Und wenn ich träume, denke ich, ich schaue durch ein Rohr. Rrr.


© Rainer M. Scholz


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Kommentare zu diesem Text


Hilde
Kommentar von Hilde (28.12.2020)
Eigentlich wollte ich warten, bis du mich entdeckst, aber wenn du jetzt durch Kadeiloskop träumst könnte das dauern?
Ein irre-guter Text, Rainer, incl. Titel.
Lauter Grüsse! Hilde
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RainerMScholz meinte dazu am 28.12.2020:
Lauter Dank zurück. Ich schaue gleich `mal.
Grüße,
R.

Antwort geändert am 28.12.2020 um 20:41 Uhr
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AchterZwerg
Kommentar von AchterZwerg (28.12.2020)
Da schließe ich mich Frau Hilde an.
---
Das Denken wird sowieso überschätzt. Oder doch nicht. Ncht. N.
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RainerMScholz antwortete darauf am 28.12.2020:
Ich grrrrr,
R.
Und Dank.
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Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (29.12.2020)
Gefällt mir ganz gut, weil nicht ganz so eklig wie sonst von Rainer.
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Ralf_Renkking
Kommentar von Ralf_Renkking (29.12.2020)
Alles gut, die meisten werden eh ohne Hirn geboren. 😂
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RainerMScholz schrieb daraufhin am 31.12.2020:
Häh?
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Ralf_Renkking äußerte darauf am 31.12.2020:
Shit, hab mich wohl geirrt. 😂
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Veröffentlicht am 28.12.2020. Textlänge: 412 Wörter; dieser Text wurde bereits 78 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 27.02.2021.
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