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Wollen-können-leben

Lyrischer Prosatext zum Thema Alles und Nichts...


von Agnete

Wollen, können, leben

Anna schaut in den düsteren Morgen. In einen der unzähligen düsteren Tage dieses Winters, der keinen Schnee bringt, nicht mal eine weiße, kalte Sonne.
„Wollen, können, leben - dazwischen spielt sich unser Dasein ab.“ denkt sie.
„Im Moment lernen wir durch die Coronabeschränkungen, dass wir nicht können, wie wir wollen. Schon lange ist unser Leben beschnitten, unser Wollen einem höheren Ziel untergeordnet. Harte Maßnahmen, die keine Garantie versprechen. Niemals im Leben gibt es für irgendetwas eine Garantie!“
Anna berührt das Balkongeländer. Es ist kalt. Eiskalt, bedeckt mit Tropfen der Nacht. Sie spinnt den Gedankenfaden weiter: „ Umso wichtiger ist es doch, wenn keine Notlage uns einschränkt, das zu tun, was man will. Was aber will man? Die meisten wollen vornehmlich anerkannt werden, Status erlangen, vielleicht sogar Macht.“
Anna erinnert sich: „Das fing schon in der Schule an. Alle trugen Wrangler Jeans, die genau dort kniffen, wo Frauen es am wenigsten gerne haben. Starr wie ein Brett waren die Dinger und man kam fast nur im Liegen hinein.“  Anna hatte sich damals dagegen entschieden. Wollte nicht. Sie trug weitere No-name-Jeans und genoss ihre beiden Frühstücksbrötchen  vollen Zügen. Nein, sie sah es einfach nicht ein! Warum sollte sie sich kasteien, nur damit ein pickeliger, dürrbeiniger Halbwüchsiger sie ins Kino einlud? Nein! Manchmal trug sie gar eine Cordhose. Eine grüne! Die spöttischen Blicke ignorierte sie, denn die Wintermonate waren lausig kalt. Nicht so wie diese!
Wollen, können, leben!
So hatte sie es immer gehalten. War ihren eigenen Weg gegangen und hatte sich doch alle Träume erfüllt. Einen nach dem anderen. Pragmatisch, selbstständig und losgelöst vom gerade gängigen Gesellschaftskodex.
Heute ist Anna dreiundsechzig und schaut in den düsteren Morgen. Regentropfen baumeln an den nackten Zweigen. Ob sie fallen werden oder nicht, das ist nicht deren eigene Entscheidung. Nebel wabern am Boden, steigen auf, ziehen sich zusammen. Wie aus dem Nichts leuchtet ein Fahrtschild auf: 2o5 Mathildenmhof. Nebelgespenster halten den Bus in ihren Fängen, er war vorher nicht zu sehen. „Wenn die Umstände so sind, dass man könnte, dann können wir vielleicht nicht mehr,“ denkt Anna. Und sie  lächelt. Zufrieden schlüpft sie in ihre braune Cordhose und ruft den Hund zum Spaziergang.

 
 

Kommentare zu diesem Text


EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (10.01.2021)
Hallo Agnete, Das "wollen können leben" schlicht und einfach am Beispiel des Umgangs mit Jeans zu belegen, finde ich sehr originell.
LG
Ekki
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Agnete meinte dazu am 10.01.2021:
ja, Ekki-lach. irgendwo muss man anfangen. Danke und lG von Agnete
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Sätzer antwortete darauf am 10.01.2021:
Ende der 50-er-Jahre ging es bei uns Jungen um die überall hautenge Leiba versus Lee mit großem Schlag. Das war eine Grundsatzfrage der Anerkennung durch die jeweiligen Klassenkameraden.
LG Sä
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Agnete schrieb daraufhin am 11.01.2021:
ja, den Jungen ging es auch nicht viel besser, lieber SÄ- genau so ist das, eine Grundsatzfrage Danke dir und lG von Agnete

Antwort geändert am 11.01.2021 um 12:49 Uhr
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Moja
Kommentar von Moja (10.01.2021)
Der Überraschungseffekt ist gelungen, wie pragmatisch Anna ihr Leben meistert! -auf das Mögliche besinnen, das gefällt mir!

Zufrieden lächelnd grüßt,
Moja
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Agnete äußerte darauf am 11.01.2021:
jeder hat halt seinen lLebensentwurf, liebe Moja und das ist auch gut so. danke dir und lG von Agnete
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Kommentar von niemand (10.01.2021)
Was mir besonders gefällt an der Anna, liebe Monika, ist dass sie
sich nicht um jeden Preis anpassen möchte. Besonders nicht bezüglich der vielen Äußerlichkeiten. Ich traue ihr zu, dass sie sich anpasst, aber nur, wenn es ihr vernünftig erscheint. Und dass sie ihr Leben meistert auf ihre Weise, ohne jemandem zu schaden.
Das imponiert mir, das lese ich auch aus Deinem Text heraus.
Mit lieben Grüßen, Irene
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Agnete ergänzte dazu am 11.01.2021:
danke, liebe Irene, dass du die Anna so positiv einschätzt. ich denke, du liegst richtig. Zwinkern von Monika
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Veröffentlicht am 10.01.2021, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 10.01.2021). Textlänge: 359 Wörter; dieser Text wurde bereits 121 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 07.03.2021.
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