Login für registrierte Nutzer
Benutzer: Passwort:

Noch nicht bei KV registriert?
Jetzt registrieren!
KV ist kostenlos und werbefrei!

Neu bei uns:
FensterblickFreiberg (18.01.), hadrianus (16.01.), JewhenBruslynowsky (14.01.), DavidW (14.01.), Oxs (14.01.), HerrBertie (09.01.), unicum (07.01.), Nepos (07.01.), lukasdichtet (04.01.), ggnighthawk (01.01.), Lucane (28.12.), Eskrimador (27.12.)...
Übersicht aller neuen Autoren und Leser
Wen suchst Du?

(mindestens drei Buchstaben)

Zur Zeit online:
KeinVerlag.de ist die Heimat von 587 Autoren* und 73 Lesern*. Was es sonst noch an Neuem gibt, steht hier.

(*Im Gegensatz zu allen anderen Literaturforen zählen wir nur die aktiven Mitglieder, da wir uns als Community verstehen und nicht als Archiv toter Texte. Würden wir alle Nutzer zählen, die sich seit Gründung hier angemeldet haben, und nur die abziehen, die sich selbst wieder abgemeldet haben oder rausgeworfen wurden, kämen wir auf 15.115 Mitglieder und 442.431 Texte. Musste auch mal gesagt werden.)

Genre des Tages, 22.01.2021:
Haiku
Das Haiku ist eine vom Tanka abstammende, reimlose Gedichtform mit drei Versen und je 5-7-5 Silben pro Zeile. Es stellt einen... weiterlesen
... und was wir daraus machen:

Ziemlich neu:  metallic schrill von wa Bash (09.01.21)
Recht lang:  Die Axt von idioma (317 Worte)
Wenig kommentiert:  Ansichtsache. von franky (noch gar keine Kommentare)
Selten gelesen:  Überreiflich von Ralf_Renkking (nur 21 Aufrufe)
alle Haiku
Lest doch mal ...einen Zufallstext!
Unser Buchtipp:

Randmenschen, Anthologie
von franky
Projekte

keineRezension.de
KV woanders

keinVerlag.de auf Facebook
Eine Meinung: "Ich bin bei keinVerlag.de willkommen, weil ich versuche besser zu werden, tiefer zu sehen und anderen ihre Meinung lasse" (Iv0ry)

Das kleine Glück

Innerer Monolog zum Thema Abrechnung


von Mondscheinsonate

Die 68er-Generation verpönte das kleine Glück, strebte stets nach dem großen Ganzen, dabei hat es sie nur unzufrieden gemacht. Heute sind viele die fetten Generaldirektoren und beuten die Kleinen aus. Egal, ich hole mir nun täglich das kleine Glück, sei es eine heiße Tasse Tee nach einem eisigen Spaziergang und ein gutes Buch oder ein neues Gericht, das ich in Ruhe koche, das macht innerlich zufrieden und ruhig. Das Hoch kann schnell ins Tief gehen, wie am Berg, der Gipfel ist nicht immer das Beste. Rundum Unglück, dazu noch Bevormundungen bis in den intimsten Lebensbereich, nun auch ein Eingriff in die körperliche Integrität des Menschen, in Österreich § 83 Abs 1 StGB, Körperverletzung, wehren zwecklos, will man sich frei bewegen. Der Mensch mutierte zur Schleuder, zur Virenschleuder, das Individuum ausradiert. So warf jemand vor, ich benütze das Wort "man", das sei unpersönlich, doch, was ist noch persönlich, was ist noch eine freie Entscheidung? Das kleine Glück, die Nicht-Beschallung von Permanentänderungen, das depressive Gerede, das in Aggressionen umschlug, das Denunziantentum und, wenn oder falls Corona vorbei ist, dann findet man neue Miasmen und klebt die Botschaften auf virtuelle Litfasssäulen, das lenkt wunderbar ab von der Nichtarbeit der Bundesregierung bei wichtigen Themen, wir, ja, Österreicher, haben sowieso den Messias, der sich in der Stadthalle segnen ließ und neuerdings im Parlament beten ließ.

Das kleine Glück ist das Schnurren einer Katze, das Aufblühen der längst aufgegebenen Orchidee, eine neue Hautcreme, die schön einzieht, Omas Wolldecke, die bereits kratzig ist, aber an Kindheit erinnert, so viel. Kleinigkeiten, vorallem das Vermeiden der Dauerpropaganda.

 
 

Kommentare zu diesem Text


blackdove
Kommentar von blackdove (13.01.2021)
Hallo Mondscheinsonate,

ich glaube gestern, fragte ich mich, ob du denn untergetaucht seist heute bis du wieder da, mit einem kritischen, aber auch schönen Text. Ich mag Hügel auch lieber als Gipfel. Das kleine Glück ist aber nicht immer wahrnehmbar, da musst du schon "wach" sein, um es wahrzunehmen. Doch wie meine Oma sagte: "Wer das Kleine nicht ehrt, ist das Große nicht wert".

Ich bin übrigens eine Befürworterin des "man" und finde es schrecklich, dass eine "Sprachpolizei" versucht hat, es den kvlern auszutreiben!

LG, Stefanie
diesen Kommentar melden
Mondscheinsonate meinte dazu am 14.01.2021:
Nun, Klausurenphase und das Leben funkten dazwischen. Dank dir und ja, das stimmt, man muss aufmerksam sein.
diese Antwort melden
Jedermann antwortete darauf am 14.01.2021:
Genau! Ein neuer Text, emotional dicht gepackt, der genau dehalb Raum für Kommentare bietet.
Ich denke, der Rückzug ins kleine Glück, in einer Zeit in der uns die Eliten zeigen, dass wir Dreck für sie sind, in der sich Begriffe wie Individualität und Eigenverantwortung als hohle Phrasen herausstellen, ist zwingend notwendig um nicht zu verzweifeln.
Brutal bewusst wird mir das Statement Lenins: "Freiheit ist eine bürgerliche Illusion!"
diese Antwort melden
Mondscheinsonate schrieb daraufhin am 14.01.2021:
Das ist mir auch erst jetzt bewusst geworden, dass wir es uns einfach schön machen müssen, ist fast schon eine Pflicht, sonst geht man kaputt. Statt zu jammern, über Maßnahmen, kocht man sich etwas Schönes, kuschelt mit der Katze und v.m.Bringt sowieso nichts. Überhaupt, wenn einem Leid erfuhr, das Leben geht weiter, Kleinigkeiten erfreuen.
diese Antwort melden

Mondscheinsonate
Zur Autorenseite
Zum Aktivitäts-Index
Veröffentlicht am 13.01.2021, 5 mal überarbeitet (letzte Änderung am 14.01.2021). Textlänge: 259 Wörter; dieser Text wurde bereits 43 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 22.01.2021.
Empfohlen von:
blackdove.
Was meinst Du?
Diesen Text kommentieren
Mehr über Mondscheinsonate
Mehr von Mondscheinsonate
Mail an Mondscheinsonate
Blättern:
voriger Text
nächster Text
zufällig...
Weitere 10 neue Innere Monologe von Mondscheinsonate:
Papa ist wach Liebeskummer Keine Sekunde Helden Veränderung Kann man jemanden DAS übel nehmen? Vergangenheit McDonald's Der Unfall Schmerz
Mehr zum Thema "Abrechnung" von Mondscheinsonate:
Dominant Das kann man nicht erfinden! Literatur
Was schreiben andere zum Thema "Abrechnung"?
Kanalarbeiter (Teichhüpfer) Zwischen Ast und Stamm (FensterblickFreiberg) Cxiette (Terminator) Kein Traum (NachtGold) Sei (nicht) (NachtGold) "Hör auf zu schreiben" (NachtGold) Selbst Mord (Teichhüpfer) dem glücklichen schlägt keine stunde (harzgebirgler) Traumhaus (Straßenköter) übertrag (Ralf_Renkking) und 253 weitere Texte.
Dieser Text ist höchstwahrscheinlich urheberrechtlich geschützt. mehr Infos dazu
diesen Text melden
© 2002-2021 keinVerlag.de   Impressum   Nutzungsbedingungen 
KV ist kein Verlag. Kapiert?
© 2002-2021 keinVerlag.de