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Für sich selbst schreiben - die Literatur der Foren

Erzählung zum Thema Alleinsein


von toltec-head

"He that writes to himself writes to an eternal public." (Emerson)

Für ein ewiges Publikum? Dass ich nicht lache! Müsste es heute nicht zeitgemäßer heißen: Wer für sich selbst schreibt, schreibt für ein Internetliteraturforum? Wer schreibt, ohne auf literarische Anschlussfähigkeit zu schielen, wer einfach so tut, als wäre nicht auch die Literatur ein soziales System, mit sozialen Institutionen, sozialer Organisation, einer gewissen Bürokratie mit Türstehern und Betriebsnudeln, bekommt genau das Publikum, das er verdient: das Publikum der Internetliteraturforen. Und: War diese Vorstellung eines Publikums der Ewigkeit nicht schon immer eine Lüge, nicht nur im 19. Jahrhundert in Concord, Maine, sondern auch zu Jesus Zeiten, zu Buddhas Zeiten? Hat überhaupt jemand jemals für sich selbst geschrieben? Geht das überhaupt: für sich selbst schreiben? Wer für sich selbst bleibt, bleibt für sich selbst und schreibt nicht, wer etwas schreibt, bleibt nicht für sich selbst, sondern schreibt für jemand anderen und sei es auch nur für einen imaginär anderen so wie man ja auch bei der Masturbation, der Selbstbefriedigung, gerade nicht ganz mit sich allein und zufrieden ist. Hätte Emerson allein für sich geschrieben und hätte er das von ihm geschriebene sodann ausschließlich in einem Literaturforum oder bei reddit gepostet, er wäre niemals Emerson geworden.

Emerson ist auch nur Disneyland und voller Lügen, sehr, sehr amerikanischer Lügen. Sehr viel self-made Donald Trump würde ich sage, aber auch sehr viel im Stil der echt "schwarzen" Kamala Harris. Aber ich finde Disneyland auch schon in Röcken, Thüringen und in Nietzsche, der Emerson bewunderte. In der erfolgreichen Darstellung von Authentizität liegt die Lüge. Literatur IST Lüge. In der Art wie Mitglieder von Literaturforen ihre Texte posten, liegt etwas wahres: Sie versuchen erst gar nicht zu verheimlichen, dass sie nicht für sich selbst schreiben, sondern exhibitionieren sich, lassen sich bei ihrer Masturbation zuschauen, der Akt des bloßen Postens ist ein literarischer Sabotageakt. Literaturforen sind so schlecht, dass sie schon wieder etwas gutes haben, niemals wird aus ihnen Literatur - die erfolgreiche Darstellung von Authentizität - hervorgehen. Ein Jesus, ein Buddha schreibt nicht. Aber ist auch nicht das eine Lüge oder jedenfalls heute als eine Lüge erkennbar? Müssen neue Seelen nicht in einem Internetliteraturform posten, statt zu reden oder zu predigen? Erst als Kopie unter Kopien lässt sich von so etwas wie seinem Selbst loskommen.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von greto (17.01.2021)
Fragen sei woran findeten die Angeschlosst? Gebten ein Sozialausgetausch oder ein Kopie von die ewigen Murmeltieren jede Tag?


Gedenkten wir such die Österreich und seine Angeschlosst zu die Deutsch.
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LotharAtzert
Kommentar von LotharAtzert (17.01.2021)
"Erst als Kopie unter Kopien lässt sich von so etwas wie seinem Selbst loskommen."
Wunderbar,wunderbar! Was könnte man auch sonst dazu sagen?
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Dies ist ein Text des mehrteiligen Textes Notizen aus dem Wohnklo.
Veröffentlicht am 17.01.2021, 7 mal überarbeitet (letzte Änderung am 17.01.2021). Textlänge: 376 Wörter; dieser Text wurde bereits 105 mal aufgerufen; der letzte Besucher war Terminator am 16.04.2021.
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