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Der Irrtum

Erzählung zum Thema Biographisches/ Personen


von blauefrau

Es war ein Irrtum, die Geschichte der Tante ernst zu nehmen. Stella nahm sie so ernst, dass sie ihr ganzes Leben danach ausrichtete.
Damals als sie etwa acht Jahre war, hatte sie so ein mulmiges Gefühl, wenn Weihnachten vor der Tür stand. Der Vater wurde immer aggressiver. Er schrie die Mutter an und schlug Türen. Die Eltern stritten sich, der Vater schwieg anschließend, bis er sich morgens aufmachte und mit einer Tasche voller Weihnachtsgeschenke davonfuhr. Er fuhr nach Lippstadt zu einer Tante, soviel wusste sie.  Wenn er wieder zurück kehrte nach sechs, sieben Stunden, am Abend, war er gelöster. Er sprach wieder mit der Mutter, die ihn befragte und seine Antworten abwartete. Gleichzeitig richtet sie ihm das Abendessen, das beide dann in der Küche einnahmen, ohne die Kinder. Der Vorgang wiederholte sich zu Ostern, zu Weihnachten, dann wieder zu Ostern. Eine Sinus-Kurve über das Jahr betrachtet könnte die Ausrichtung der Tonlage und der Stimmung des Vaters wiedergeben. Stella, ihr Bruder und ihre Schwester gingen mit den Jahren in Deckung, um den Vater nicht zu reizen.
Während des Jahres legte die Mutter Kleidung zurück, die sie nicht mehr trug. Der Stapel lag im Keller. Die gab sie dem Vater zu den Feiertagen zusätzlich zu den Geschenken mit. Die Vorstellung, getragene Kleidung tragen zu müsse, war Stella ein Graus. Sie überließ dies ihrer Schwester, die sich nicht immer wehrte oder wehren durfte, wenn Kleidung von Kollegentöchtern bei den Eltern landete. Die Kleidung ist für Tante H. sagte die Mutter. Das würde ich ja niemals anziehen, sagte Stella. Die Mutter winkte ab. Sie freut sich darüber, behauptete sie.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von niemand (06.02.2021)
Na, diese Tante schien mir eher eine heimliche Geliebte des Vaters zu sein und die Mutter hatte eine heimliche Freude daran dieser Person ihre abgetragenen Kleider quasi indirekt aufschwätzen zu können LG niemand
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unangepasste meinte dazu am 07.02.2021:
Den Eindruck hatte ich beim Lesen auch.
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