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Das Tierfachgeschäft

Erzählung zum Thema Begegnung


von Mondscheinsonate

Gemütlich gehe ich an dem Tierfachgeschäft vorbei und lächle. Natürlich ist es um sechs Uhr früh noch geschlossen. Es gehört einem Dennis, der entzückend ist, keine 30 Jahre alt. Wir plaudern oft. So auch über sein Unternehmen, das es nun seit zwei Jahren gibt. Das Geschäft ist immer voll. Ich fragte, ob es sich rentiert, denn oft täuscht etwas. Nun, er eröffnete als GmbH light, das heißt, er musste nicht 25.000 Euro einzahlen, sondern nur 10.000 Euro und muss in fünf Jahren nochmals einen großen Betrag bezahlen. Er meinte, jetzt habe er alle Schulden gedeckt und die Eltern halfen auch aus, was die Sache erleichterte. Die Wirtschaftsministerin zählt zu den Bekannten, was vor dem Lockdown ganz praktisch war, da er ihr klar machte, dass Tierhandlungen wichtig seien, schließlich brauchen manche Tiere Spezialfutter. Sie fand den Input erbaulich. Im Übrigen mag ich ihren Mann, der ist mir recht bekannt. Ich lächle.

Auf jeden Fall freut mich das sehr, denn die Sympathie des jungen Mannes zieht die Kunden magisch an. Und so dachte ich im Vorbeigehen, dass es nicht nur eines Geschäftssinnes bedarf, sondern auch Charisma, Freundlichkeit und guter Ideen sowie Zusammenhalt. Das ist noch ein Geschäft, wo man nach dem Wohlbefinden gefragt wird, so wie früher, zum Plaudern kommt. Das gab es früher in der Innenstadt auch, zumindest in meinem Grätzel. Und, das habe ich nur noch bei Montblanc, da grüßt man mich und spricht mich beim Namen an, weil ich Stammkundin bin und nicht, weil es heimlig sein will. So bin ich nun oft im Ersten und wandle traurig an, völlig neuen, Geschäften vorbei, wo es keine Familie Nowak mehr gibt, keine Frau Eckel, keine Roswitta, keine Familie Steiner mehr, keine Rosi mit den herrlichen Rosen. Später eröffnete mein Freund Markus, der Enkel eines berühmten verstorbenen Schauspielers, ein wunderschönes Kaffeehaus, bekam sogar von Gault Millau eine Haube, was es normalerweise nicht gibt, man saß neben Jelinek oder Mayröcker, auch Wiener und trank seinen Kaffee, aber nach zehn Jahren sperrte er zu, die Rauchergesetze wollte Markus nicht mitmachen, was schade war, die Lokalität war reizend. Jeglicher Charme ging nach und nach verloren. Das Cafe Korb rettet noch ein wenig zwischen riesengroßen Nobelketten.
So mag ich das, dass ich am äußersten Zipfel von Wien noch ein bisschen Heimat vorfinde, wo ich mich wohlfühle. Kein Fremdeln in großen Handelsketten.

 
 

Kommentare zu diesem Text


franky
Kommentar von franky (09.02.2021)
Hi liebe Cory,

Es ist bewundernswert, wie du die Einzelheiten der Vergangenheit zum Leben erwecken und quasi in Memoriam in deinen Kopf holen kannst.
Habe es gerne gelesen.

Herzliche Grüße von Franky aus dem westlichsten Zipfel von Austria nach Wien
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Mondscheinsonate meinte dazu am 09.02.2021:
Dankeschön!
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Mondscheinsonate
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Veröffentlicht am 09.02.2021, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 09.02.2021). Textlänge: 386 Wörter; dieser Text wurde bereits 75 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 04.05.2021.
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