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Genre des Tages, 11.05.2021:
Essay
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Der Brand

Parabel zum Thema Weltgeschehen


von Terminator

Jörg erzählte mir einmal von der folgenden Begebenheit im Büro des Unternehmens, für das er den Schaden nach einem Amoklauf schätzen sollte, und ja, die Begebenheit war der Amoklauf selbst. John war der CEO, ein höflicher, kultivierter, stets adrett gekleideter Mann mittleren Alters, oder, Euphemismen beiseite, Ende 40. Der Mitarbeiter Fritz war Mitte 30 und immer unzufriedener aufgrund mangelnden Respekts seitens der Unternehmensführung. Er trieb in seiner Freizeit Kampfsport, und das immer heftiger, und reagierte sich irgendwann nicht mehr bloß an Sparringspartnern und Sandsäcken ab.

Erst half er dem Skinhead Pedro, den Drogendealer Pablo schwer zu verprügeln, dann drangsalierte er Ausländer in seiner Nachbarschaft, und schließlich veranstaltete er eines Morgens eine Schlägerei in der Firma. Er war viel kräftiger und kampferfahrener als alle Kollegen, sie waren Fallobst für ihn. Nur der Boxer Vladimir war stark genug, doch Fritz versetzte ihm einen so starken Schlag, dass dieser sich erstmal lange davon erholen musste. Dem CEO reichte es, er rief Fritz zur Ordnung, doch der beleidigte Zukurzgekommene lachte nur und jagte weiter die Kollegen durch die Räume der Firma und schlug sie zusammen. John stellte Fritz im Flur, schlug ihm zweimal ins Gesicht, doch dieser war trotz blutender Nase nicht beeindruckrt, und scheuerte John erstmal eine. Dann machte er sich wieder an die Mitarbeiter ran, die wie hilflose Hühner durch die Korridore rannten und der Gewalt einfach nur entkommen wollten.

In der VIP-Lounge saß der Hauptaktionär der Firma, der dicke Sam, er warf John einen Baseballschläger zu, mit dem der Endvierziger auf den Amokläufer zurannte, doch den der Wütende mehrmals gekonnt abwehrte. Nun wurde John angesichts seiner Hilflosigkeit gegenüber dem Rowdy richtig zornig, nahm Anlauf, schlug Fritz mit voller Kraft, wo er ihn treffen konnte, warf ihn mit schweren Schlägen schließlich zu Boden, woran auch der wieder zu sich gekommene Boxer beteiligt war: seine Faustschläge waren weit wirkungsvoller als der Baseballschläger in der Hand des nicht mehr so jungen und kräftigen Kerls. Aber John ließ Fritz nun nicht wieder auf die Beine kommen, sondern prügelte weiter auf ihn ein, schlug ihm auf den Kopf, sodass mehrere Gehirnerschütterungen folgten, infolge derer Fritz seine Schulzeit in Hamburg aus dem Gedächtnis verlor, dann seine kurze Liebschaft in Pforzheim, und schließlich sogar seine Kindheit im elterlichen Haus in Dresden.

Fritz kam in die Klinik und musste für einige Zeit dort bleiben, beendete Jörg seinen Bericht, und ich sagte nur, ich hätte Verständnis für Johns harte Schläge zum Schluss der Gewaltorgie, denn angesichts seiner anfänglichen Hilflosigkeit und des bereits durch den Angreifer angerichteten Schadens war es durchaus nachvollziehbar, warum John mit voller Härte und durchaus barbarisch weiterschlug.

Anmerkung von Terminator:

2.2019

2019 Hegelsche Anerkennung als Herr für die geilste Parabel


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