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Der Überfall

Erzählung zum Thema Aktuelles


von Mondscheinsonate

Während ich im Korridor mit der Tiernahrung stand, nahe der Kassen, hörte ich ein Geschrei, ich sah nichts, gar nichts. Aber, ich entnahm den lauten Stimmen, dass Geld verlangt wurde, aber schnell, das hörte ich und Angst kroch hoch, das Herz schlug schneller, Schweiß bildete sich in den Achselhöhlen, die Beine zitterten, ich erstarrte. Nur nicht bewegen, dachte ich, heute muss ich auf ein Begräbnis, das sollte das letzte in den nächsten Jahren sein. Ich lauschte dem Lärm, der nur kurz dauerte, wagte es aber lange nicht, mich zu bewegen.
Die Polizei kam und erst da kam ich mit meinem Einkaufswagen hervor. Der Kassierer, er war jung, weinte und verbarg sein Gesicht hinter seinen Händen. Ich starrte die Polizisten an und sagte nichts. Einer kam zu mir und fragte, ob ich etwas gesehen hätte, ich schüttelte den Kopf, sagte aber, dass ich es hörte, da ich genau um die Ecke stand. Er sagte, dass alles vorbei sei und ich solle mich beruhigen, denn wohl bemerkte er  dass es mir nicht gut ging. Auch meine Personalien wurden aufgenommen, dann ging ich, ich ließ den Einkauf an der Seite stehen, ich wollte nur hinaus und draußen stand ein Polizeiwagen, das Blaulicht war eingeschalten, der Motor aus. Wie in Trance wandelte ich auf dem Gehsteig, konnte es nicht fassen, das war elend, wirklich elend. Und, was für ein Glück hatte ich, dachte ich, dass ich nicht in den Lauf einer Pistole blicken musste, so ein unglaubliches Glück! Das beruhigte mich doch sehr.

Mein Großvater erzählte mir einmal, dass er einem Banküberfall beiwohnen musste, so erkannte er den Täter draußen, denn er wollte gerade hineingehen, der Täter lief hinaus und riss sich die Maske vom Gesicht, es war ein Patient. Dies meldete er der Polizei und als dieser geschnappt wurde, schwor er, meinen Großvater zu töten, was nicht geschah, jedoch blieb dies sehr lange im Hinterkopf, war nicht angenehm. So sagte er zu mir, dass es doch am Besten sei, nichts zu hören, nichts zu sehen und von gar nichts zu wissen. Nun, ich hörte, aber in dem Fall nützte es nichts, was sollte es wirklich bringen? So dachte ich die Geschichte nochmals durch und kam einfach nur zu dem Schluss, dass ich wirklich nichts zu befürchten hätte.

Als ich zuvor nach meinem Ausweis kramte, hatte ich zunächst den Studentenausweis in der Hand, tausend Karten, das macht mich wahnsinnig, irgendwann sicher, und er fragte mich, der Polizist, was ich studiere, weil Polizisten immer alles fragen, da kommen sie sich erst richtig als wichtige Personen vor, ich sagte "Rechtswissenschaften", Schwerpunkt Strafrecht und Umweltrecht. Da lachte er, um auch mich aufzulockern, es schien so und sagte: "Nun, mittendrin." Darauf hätte ich verzichten können, dachte ich bitter. "Verbrecher sterben nie aus!" sagte er und ich sagte: "Ich glaube nicht, dass das ein Verbrecher war, dazu schrie er zuviel herum, der war zu nervös." Der Polizist nickte. "Was weiß man!"
Sowieso, dachte ich, ich lerne in Kriminologie nur Theorie, er ist der Praktiker.
So sitze ich jetzt da und denke mir, dass ich in zwei Stunden auf ein Begräbnis muss und der Himmel ist schon ganz grau, es soll regnen und auf den Begräbnissen, wo ich bisher war, regnete es immer. Die Oma sagte: "Der Himmel weint mit."

 
 

Kommentare zu diesem Text


franky
Kommentar von franky (04.03.2021)
Hi liebe Mondscheinsonate,

Flüssig und spannend geschrieben.
Habe mit dir mitgezittert.

Herzliche Grüße nach Wien

Von Franky
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Mondscheinsonate meinte dazu am 05.03.2021:
Danke.
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