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Erzählung zum Thema Abrechnung


von Mondscheinsonate

Warum geprobt wird und das schon seit Längerem, das versteht niemand im Ensemble. Alle zwei Tage zum Corona-Test, damit alles seine Richtigkeit hat. Die Regierung legt sich nicht fest, verschiebt die Entscheidung über die Kunstbetriebe ständig. Diese dürfen nicht aufsperren, aber Bauarbeiter drängen ihre Köpfe seit letztem Jahr dicht aneinander, schließlich geht es um Millionen. Die Frisörin sagte, die Leute kämen nur noch spärlich, das testen nervt die Menge. Ich sagte, das glaube ich nicht, ihr seid teuer, die Leute haben kein Geld, momentan gar nicht. 508.000 Arbeitslose.
Gestern bezahlte ich die Mitgliedsgebühr für den Juristenverband ein, eine Spende, denn Veranstaltungen kommen sowieso nicht zustande. Kontakte knüpfen schier unmöglich. Der Juristenball fiel auch aus.
Vor den Apotheken stehen die Schlangen, um sich die Gratistests zu holen, fünf Stück pro Monat und gültig sind sie offiziell nirgendwo.
Vorgestern stand ich, mit Termin, bei der Testapotheke an, einige hatten keinen Termin und begannen lautstark ihre Empörung, dass sie wieder weggeschickt wurden, kundzutun. Einer schrie den Apotheker an, warum die Dame vorgelassen wurde, er hätte um 13:15 einen Termin, die Dame war ich und ich hatte auch einen Termin um 13:15, er wurde ignoriert.
Die Nachbarin hielt mir die Türe auf und trat einen Schritt zurück, Höflichkeit bleibt doch noch in diesen Zeiten, bei höflichen Menschen, dachte ich und nickte freundlich.
Der Pubertierende trat vor Zorn die alte Biedermeiertür ein, ihm fehlt der Sport, das auspowern, die Noten werden von Tag zu Tag schlechter. Er will nur noch zocken, sperrt sich in der Toilette ein mit dem Handy um zu spielen.
Der Kleinere weint über einer Bildergeschichte, fragt, wozu er denn noch lernen muss, er wird sowieso eingesperrt bleiben? Non scholae, sed vitae discimus, sagte ich. Nächstes Schuljahr kommt er ins Gymnasium. In dasselbe, in dem ich war. Dachte aber, nein, für dieses lernst du, das ist sauschwer, elitär.
In der Nacht drehen die Kids hier, vor meinem Haus, durch, trotz Ausgangssperre, sie schreien herum, revoltieren. Treffen sich am Spielplatz und trinken. Die Polizei lässt sie. Noch.
Untertags verstärkte Polizeipräsenz auf den Straßen, der allgemeine Unmut ist hinlänglich bekannt. Es wird nicht besser, tritt keine Gewohnheit ein und meine Prophezeihung ist eingetreten, ich sagte schon im ersten Lockdown, dass die Geschichte es zeigte, dass Freiheit das höchste Gut sei, nicht Gesundheit. Bei gewissen Dingen setzt das Hirn aus.
Ich sehe das langsam mit gemischten Gefühlen. Jetzt kommt die Dummheit verstärkt heraus, fragt sich nur von welcher Seite? Eines kann ich fix behaupten, nämlich, dass der Großteil nichts mit sich anzufangen weiß ohne Bespaßung von außen.

 
 

Kommentare zu diesem Text


DanceWith1Life
Kommentar von DanceWith1Life (05.03.2021)
Was wir auf KV ja unbedingt noch üben müssen, einen Text gut finden und trotzdem andere Meinung, Gedanken und Impulse erwähnen oder zulassen, je nach Blickwinkel.
Ich glaube, das geht nur, wenn man versteht was der Autor sagen will. Hier finde ich eigene Beobachtungen und Interpretationen derselben recht gut dargestellt, Nur die weiterführenden Schlussfolgerungen, dass es intelligente Leute schon gibt, die da irgendetwas als Dummheit bezeichnen könnten.
Da hatte ich als Teenager bereits die ersten Zweifel.
Denn diese ist gar nicht das Problem, die Unzufriedenheit(en) sind das eigentliche Thema.

Kommentar geändert am 05.03.2021 um 14:00 Uhr
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Mondscheinsonate meinte dazu am 05.03.2021:
Damit könntest du sogar verdammt recht haben. Aber, ich lasse meine Ansichten für den Leser unklar, absichtlich, so ist es doch ein heikles Thema.
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AchterZwerg
Kommentar von AchterZwerg (06.03.2021)
Bei 4 % (!) Geimpften und die Gründe dafür, leistet sich selbst ein strammer CDU-Wähler allmählich aufmüpfige Gedanken.
Bei den neuesten Lockerungen erstaunt mich eines am meisten: Ausgerechnet die Buchläden werden zuerst geöffnet!
Haben wir es in Wirklichkeit nicht mit einer Pandemie, sondern mit einem gigantischen Umerziehungsprogramm zu tun? Weg vom Digital und hin zu Dostojewski?
Wenn ich nicht gegen alles wäre, wäre ich dafür.

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Regina antwortete darauf am 06.03.2021:
Genau, mit russischer Literatur wird der längste Lockdown nicht langweilig. Am besten zuerst die Originalsprache lernen. Puschkin und Tolstoi lassen grüßen. LG Gina
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Mondscheinsonate schrieb daraufhin am 06.03.2021:
Gina, dafür werden wir noch genug Zeit haben. Spätestens nach dem 8ten Lockdown.
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