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Die weiße Treppe

Parabel zum Thema Engel


von Quoth

Meine Klasse ist heute besonders aufgekratzt, und als sie die weiß gekachelte Treppe herabsteigen, malen sie sich aus, wie super geil es wäre, wenn man hier auf einer ebenso glatten, weiß gekachelten Schräge herabrutschen könnte, sie jubeln und schreien bei der bloßen Vorstellung, schubsen einander, kreischen, und die ebenfalls weiß gekachelten Wände werfen den Lärm, ihn verdoppelnd und verdreifachend, zurück. „Toll, so tief unter die Erde zu kommen!“ ruft Olaf und knautscht sich wie gewöhnlich das rechte Ohr in den Gehörgang. „Nicht unter die Erde – unter die Erdoberfläche!“ korrigiere ich ihn. „Was sind das für Schatten hier an der Decke?“ „Das sind Hufeisennasen, von denen gibt’s unten in der Höhle Tausende.“ Und dann sind sie plötzlich weg, jubelnd verschwinden sie in dem offenen Schlund, und ich stehe jetzt vor der Frage: Was sage ich den Eltern? Schon bald kommen die ersten, reißen die Augen weit auf, wollen mich für das Verschwinden ihrer Kinder verantwortlich machen, beschimpfen mich unflätig, bedrängen und bedrohen mich, bis ich schließlich nachgebe: „Geht doch selbst nachschauen! Da unten sind sie!“ Heulend und jammernd stürzen sie die Treppe hinunter in die Tiefe und verschwinden, und ich tröste mich damit, dass Eltern und Kinder jetzt wieder beisammen sind. Als ich hinaustrete, fliegt eine riesige Hufeisennase über mich hinweg mit weit ausgespannten pechschwarzen Flügeln, und ich weiß: Das ist er, der Engel, den ich immer sehen wollte.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von harzgebirgler (24.03.2021)
man geht glatt mit dem eindruck schwänger:
das hat echt was vom rattenfänger.

gruß
harzgebirgler
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Agnete
Kommentar von Agnete (20.07.2021)
beeindruckend gruselig, besonders der total abgeklärte Ich-Erzähler. Der Verführende, Entführende.., der, der die anderen ins Verderben laufen lässt.
.Das sind keine Geschichten zum Drüberlesen, Quoth. da muss man sich Zeit für nehmen. Ich werde sie nach und nach alle lesen. LG von Agnete
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Dies ist ein Text des mehrteiligen Textes Parabeln.
Veröffentlicht am 14.03.2021, 3 mal überarbeitet (letzte Änderung am 20.07.2021). Textlänge: 229 Wörter; dieser Text wurde bereits 96 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 21.09.2021.
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