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Frisch und frei. 2

Erzählung zum Thema Ruhe/ ruhelos


von franky

Angenehme Überraschung.

„Herein, Wer keinen Bart hat!“
Da Stand tatsächlich Giny vor seiner Türe und strahlt ihn an:
„Habe die Wohnung bekommen und bin schon halbwegs eingezogen.“ 
Sie hat einen seidigen Morgenmantel an und duftet wie ein Blumenstrauß im Frühling.
Joe musste zugeben, dass ihm diese weibliche Erscheinung richtig wohl tat, er spürte ein Gribbeln bis in die Zehenspitzen.
„Kommen sie bitte herein. Bei mir gibt es Kaffee, Wasser und auch ein Glas Wein.“
Joe hält die Türe auf und Giny macht einen beherzten Schritt in das geräumige Zimmer, mit Kochgelegenheit, die Joe auch hin und wieder mit abwechselnden Erfolgen benutzte.
„Sie haben es hier aber gemütlich, eine richtige Junggesellenbude.“
An der Wand hängen Posters von den riesigen Kreuzfahrtschiffen, auf denen Joe einige Jahre vorher unterwegs war. Giny mustert den großen Poster und bemerkt dann:
„Das ist ja die Aida! Mit der war ich im Jahre zweitausendelf im Winter in der Karibik auf einer Kreuzfahrt unterwegs. Diese Reise ist mir deshalb so gut in Erinnerung geblieben, dort war mir eine Woche lang sterbens schlecht, erst ein kräftiger Tee vom Schiffkoch gebraut, hat mich aus der Misere gerettet.“
Joe zieht die Stirne leicht kraus und bemerkt:   
Dezember zweitausendelf war ich auch auf der Aida in der Karibik an Bord, da wäre es damals schon möglich gewesen, dass wir uns übern Weg gelaufen wären. „Auf einen so großen Dampfer, ist der einzelnen Mensch nur wie eine Ameise in einem Ameisenhaufen.“ Bemerkt Joe in einem belustigen Tonfall.
Giny dreht sich zu Joe um, sieht dabei über seine Schulter zum Fernseher: 
„Eigentlich bin ich deshalb zu ihnen gekommen, könnten sie mir vielleicht beim Einstellen des komplizierten Fernsehers etwas behilflich sein?“
„Ja sehr gerne.“
Joe kommt diese Bitte gar nicht so ungelegen, „Dann könnte ich noch länger mit ihr plaudern.“ „Wollen sie wirklich nichts zu trinken, ich hätte da einen sehr guten Wein aus Südafrika.“
Giny besann sich kurz und sagte dann:
„Aber nur ein Gläschen, sonst bekomme ich einen wirren Kopf und rede dummes Zeug!“ 
„Nehmen sie bitte hier am Sofa Platz, ich hole die Flasche aus dem Kühlschrank.“
Joe öffnet dann eine Vitrine und griff nach zwei langstieligen Sektgläsern, es handelt sich nämlich tatsächlich um einen Sekt-Rosse auf Südafrika. 
Als Knabbergebäck Salznüsse und eine Schüssel Pommes-Chips.
Joe stellt alles auf ein Tablett und serviert es dann gekonnt mit Sekt und Gläser an den Clubtisch. Zu Giny gerichtet:
„Bin zur Feier des Tages auf Sekt gewechselt, um mit ihnen ihren Einzug in die Residenz zu feiern, das passiert nicht jeden Tag.“

Joe ließ ganz vorsichtig den Korken aus dem Flaschenhals steigen, um keine Formel Eins  Fontäne zu erzeugen. Giny bot sich an, den Sekt in die Gläser einzuschenken,
„Es soll ja kein Tropfen von dem Kostbaren Saft daneben gehen, das wäre sehr schade.“ 
Joe betrachtet mit anerkennendem Staunen, wie sich ihre schlanken Finger mit den dezent lackierten Nägeln um den Flaschenhals legen und dann den Sekt mit leichter Drehung ins Glas fließen lässt, das sie mit der linken Hand leicht schräg zur Flasche hält.
„Das macht sie bestimmt nicht das Erste Mal.“ Denkt Joe.
Giny stellt di Flasche in den Eiskübel zurück. Sie ergreift ihr Glas, da Joe etwas abwesend dreinblickt und keine Anstalten macht seine Hand zu bewegen. Dann aber doch. Über sein schon etwas runzliges Gesicht erscheint ein strahlendes Lächeln. Joe nimmt sein Glas und stößt mit Giny an:
„Auf ihren Einzug in das heilige Land! Das manchmal sich auch Ausrutscher leistet.“
„Und ich habe mir vorgestellt, dass hier Ordnung und Zucht herrscht.“
„Joe hebt schmunzelnd sein Glas:
„Das Leben besteht nicht nur aus Pluspunkten, manchmal schreibt man auch Verluste, damit muss man stets rechnen.
Joe betrachtet Gimy, wie sie mit leichter Elegantes die Chips in den Mund schiebt, der sich harmonisch mit den ausdrucksvollen Mandelaugen zu einem wunderschönen Bild vereinen.
Joe ertappt sich, wie in ihm Gefühle hochkommen, die er seit langer, langer Zeit nicht mehr gespürt hat. Giny hat eine wohlklingende Stimme, die wie ein Glockenton um ihr  Haupt mit dem fülligen Haar schwebt, die an verschiedenen Stellen leichte graue Strähnen aufweist.
Gimy erzählt, dass sie mit Zwanzig eine Schauspielschule besucht und abgeschlossen hat.
Die kleinen Rollen die ihr manche Bühne angeboten haben, waren nicht das Wahre.
Und hartnäckig kämpfen um jede Rolle, war nicht ihr Ding. 
Joe unterbrach vorsichtig:
„Könnten wir in Zukunft das förmliche (Sie) nicht weglassen und uns auf (Du und Du) einigen?“
„Noch so gerne. Ich bin Gimy Trautenfels und schon ein klein Bisschen beschwipst!“
„Und ich der berüchtigte Joe Klein, der versucht jeden Tag etwas größer zu werden.“
Joe steht auf, nimmt sein Glas und geht zu Giny, dort hackt er sich mit seiner linken in Ginys Rechte Hand ein. 
„Jetzt nimmst du dein Glas und wir schauen uns tief in die Augen und trinken gemeinsam den Verbrüderungsschluck.“
Nach dem sie beide getrunken haben, nimmt Joe auch ihr Glas, stellt dann beide auf den Clubtisch ab. Dann nimmt er mit beiden Händen das Gesicht der überraschten Giny und drückt ihr einen Herzhaften Kuss auf den Mund. Joe meint lachend: „Das war und ist bei uns immer noch Brauch.“
Giny fährt mit beiden Händen in ihr Gesicht, dabei sagt sie mit verhaltener Stimme:
„In meinen Kopf dreht sich alles, ich glaube ich muss jetzt dringend ins Bett.“
„Ich wollte dir aber mit meinem Kuss keinen Schock einjagen!“
„Nein, das ist es nicht, ich glaube der Sekt ist doch stärker als ich angenommen habe.“
„Ich bringe dich bis zu deiner Wohnungstüre.“
Leicht schwankend steht Giny auf. Joe bietet seinen Arm An, den Giny wie in Trance ergreift. Behutsam führt er sie dann bis zu ihrer Wohnungstüre.
„Ich wünsche dir eine gute Nacht, pass auf, dass du im Dunklen nicht über irgendwelche geöffneten Koffer stolperst.
Giny murmelt leise:
„Danke für das Glas Sekt und schlaf auch gut.“
Darauf verschwindet sie auf relativ flinken Beinen durch die geöffnete Türe, die sie dann von innen verschließt. Kaum war Joe wieder in seinem Zimmer angelangt, hört er aus Ginys Wohnung laute Hilfeschreie.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Ralf_Renkking
Kommentar von Ralf_Renkking (25.03.2021)
Leicht angetrunken ist das auch gar nicht so einfach, wieder in die Flasche zurückzugelangen. 🤔

Ciao, Frank
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (25.03.2021)
Hallo Franky, bis jetzt war es charmant. Nun wird es noch richtig spannend.
LG
Ekki
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Kommentar von indikatrix (26.03.2021)
Ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung!
Liebe Grüße,
Indikatrix
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Moja
Kommentar von Moja (26.03.2021)
...ich auch, Franky!

Lieben Gruß,
Moja
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